Die Uni gehört allen! 30.01.2010 bundesweite Demo

Aufruf
Die Ausrichtung aller Lebensbereiche auf ihre Verwertbarkeit verschärft sich. Flankiert wird diese Entwicklung durch autoritäre Maßnahmen und die Kriminalisierung sozialer Widerstände. Stechuhren, Hartz IV, Ausbildungsplatzmangel, Exzellenzinitiativen, Selektion an Schulen und Hochschulen, Abschiebungen und „blue cards“ nur für „hochqualifizierte“ Migrant_innen, all das sind nur einige Kennzeichen einer ausgrenzenden Gesellschaft. Einer Gesellschaft, in der nicht die Menschen und ihre Bedürfnisse, sondern ihre Verwertbarkeit im Mittelpunkt steht.

Die Frankfurter Stiftungsuniversität kann hierfür als eine der Pioniere gelten. Studierende besetzten dort Ende November eines der Gebäude der Goethe-Uni, das regelmäßig an Konzerne vermietet wird. Sie wollten dort Raum und Zeit für eine kritische Auseinandersetzung schaffen. Am 02.12.2009 wurde dieser studentische Protest gewaltsam durch die Polizei beendet. Seitdem herrscht Ausnahmezustand an der Frankfurter Universität: Kritischen Studierenden drohen die Zwangsexmatrikulation und Strafverfahren, immer wieder patrouilliert Polizei auf dem Campus und der Universitätsbetrieb wurde mehrfach durch Aussperrungen lahm gelegt.

Auch in vielen anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens kommt es immer öfter zu sozialen Konflikten. Arbeiter_innen, Azubis, Schüler_innen, Studierende, von Abschiebung Bedrohte, Erwerbslose und andere gehen auf die Straße. Dabei verweisen all diese Proteste auf die Möglichkeit einer gemeinsame Forderung: Die gesellschaftlichen Verhältnisse haben sich nach den Menschen zu richten, nicht nach Profitinteressen. Die Organisierung der Gesellschaft muss von den Menschen selbst bestimmt sein. Um wirklich etwas zu verändern, müssen wir genau dies als gemeinsames Ziel formulieren und erkämpfen.

Statt den kürzenden, ausschließenden, überwachenden Staat um Hilfe anzurufen, müssen wir gemeinsam auf die Straße gehen und dafür kämpfen, dass die Schule unsere Schule, die Uni die Uni aller, die gesellschaftliche Produktion nach den Bedürfnissen aller – das Leben ein selbstbestimmtes Leben sein soll. Die Uni gehört Allen! Für freie Bildung und ein selbstbestimmtes Leben! Unser Leben in unsere Hände! Für die radikale Demokratisierung aller Lebensbereiche!

Die Homepage zur Demo: unigehoertallen.tk

Eine Mitfahrbörse zur Demo findet Ihr hier: Mitfahrbörse nach Frankfurt.

Und hier gibt’s das Mobilisierungs-Video:

20 Kommentare zu „Die Uni gehört allen! 30.01.2010 bundesweite Demo“

  1. Die Uni gehört allen 30.01.2010 bundesweite Demo - sagt:

    [...] unigehoertallen.tk Gefällt dir dieser Artikel dann verbreite ihn weiter: [...]

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  2. A4_Ingo sagt:

    ich brauch einen kontakt! um die aktion mit anderen organisationen zu koordinieren!!!

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  3. Bene sagt:

    Hallo liebe AG Bildungsstreik,

    auch wenn ihr dezentral organisiert seit kommen die Aufrufe zu den bundesweiten Streiks ja nunmal über diese Homepage. So gesehen ist der Protest zentral organisiert mit dezentralen Aktionen der eigenen Aktionsbündnisse.

    Nun habt ihr hier die Proteste an der Frankfurter Universität als “Pioniere” bezeichnet und da muss ich doch schon sehr arg schlucken und mich leider fragen ob ihr das ernst meint. Die Proteste an der besagten Uni haben innerhalb kürzester Zeit eine Sachbeschädigung in 6 stelliger Höhe verursacht. Nun gut, der Wert kann natürlich auch geringer sein und “nur” in fünfstelliger Höhe, darum geht es aber nicht. Es geht dabei um die Frage wieso ausgerechnet diejenigen als Pioniere bezeichnet werden die auf Tischen mehrere Treppen runterrutschen. Es geht um die Frage wieso diejenigen als Pioniere bezeichnet werden die Wände beschmiert haben in einem kompletten Gebäude, die den Boden beschmiert haben. Es geht um die Frage wieso diejenigen als Pioniere bezeichnet werden die das gemacht haben was an anderen Stellen kritisiert wurde.

    Vielleicht könnt ihr mir das ja erklären. Soll das jetzt als Beispiel dienen für andere Universitäten?

    Gruß Bene

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  4. frankfurterstudent sagt:

    Naja zum einem kann man ganz klar sagen das hier von Pionier gesprochen wird auf Grundlage der Stiftungsuniversität. Wir Frankfurter erleben schon etwas länger was verwertbar machen bedeuten kann, so waren wir auch “Testkaninchen” fürs HHG (HässlischesHochschulgesetz).
    Zu den sogenannten Sachbeschädigungen:
    Die Schadenssumme in 6 stelliger Höhe, wurde mehrfach als fehlerhaft betrachtet und wie du schon selbst sagt darum sollte es nicht gehen.
    Eher fragen muss man sich wieso es ein Problem ist das in einem Gebäude genau das selbe passiert wie in anderen Gebäuden, es aber nur in einem (Casino) zu einem wirklichen Problem wird. Der AEF Turm zum Beispiel sieht seit Jahren weitaus schlimmer aus als das Casino, da hier aber nur die unrelevanten Soziologen, Politikwissenschaftler und Erziehungswissenschaftler untergebracht sind scheint das niemanden zu intressieren. Der IG Farben Campus (die UNI bezeichnet ihn lieber als Campus Westend) und speziell das Casino werden aber für representative Zwecke genutzt bzw. an Firmen vermietet. Desweitern kommen hier weiter interne spezifische Problem hinzu, die glaube ich von aussen leider schwer nachvollziehbar sind. Dieser Campus ist ein total befremdlicher Ort da er eher zeitweiße wie ein Firmensitz eines großen Unternehmens wirkt, mit all sein kleinen Yuppis.
    Vielleicht hilft dir auch dieser Text etwas das ganze etwas diffrenzierte zu sehen und sich nur auf die Argumentationsweiße des Präsidiums einzulassen:
    http://www.uni-frankfurt.de/aktuelles/Bildungsstreik/HP_Offener_Brief_des_Fachschaftsrats_Neuere_Philologien_html/index.html

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  5. Bene sagt:

    @frankfurterstudent:
    Nein das hilft mir nicht wirklich weiter. Denn der Text ist das genaue Gegenteil zu dem was der Präsident sagt, eine neutrale Sicht ist da kaum möglich…Mich würde vielmehr interessieren wie es zu dem Vandalismus kam der schon massiv war und nicht die Einzeltat von 2-3 Leute. Ich bin jetzt kein Freund von Besetzungen von Hörsälen aus unterschiedlichen Gründen. Aber ich spiele mal in Gedanken durch…

    Man sitzt in einem besetzten Gebäude und diskutiert da tagsüber die Forderungen. Einige Leute bringen Banner an den Wänden an, Plakate und Flyer werden organisiert. Es geht bei dem Protest darum möglichst auch Ergebnisse zu erzielen und auch eine gute Wirkung nach aussen zu haben. Das ist sind wohl die beiden Hauptziele eines jeden Protests. Ohne Ergebnisse bringt der Protest nix und mit schlechter Aussenwirkung gibts in der Regel schlechtere Ergebnisse und man gilt als Chaot. Dann fangen einige Leute an auf Tischen die Treppen runterzurutschen (Laut einer der Studentinnen die bei der Protestgruppe dabei war). Hier beginnt der Punkt den ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Sicher…ein paar Chaoten kann man immer mal dabei haben aber dann distanziert man sich entweder als gesammte Gruppe oder unterbindet diesen Vandalismus. Zudem gehen einige Studenten hin und beschmieren die Wände, Bilder und Fußböden. Obs die gleichen waren weiß ich nicht aber auch hier gilt das Gleiche. Wieso wurde nicht dagegen vorgegangen? Solche Leute schädigen den Protest massivst. Ãœber den Wert lässt sich schwer diskutieren aber da wir derzeit einige Sachen in Duisburg renovieren weiß ich, dass ein sechsstelliger Bereich durchaus drin ist.

    Es wundert mich überhaupt nicht, dass der Präsident eure Besetzung danach beendet hat. Dabei ist sicher auch einiges schief gegangen, was alles das kann ich nicht beurteilen. Was die Polizei genau gemacht hat weiß ich nicht ABER: Auf dem Video was hier auf der Homepage auch zu sehen war gab es eine Stelle wo ich schlucken musste. Auf dem Bild sieht man einen Polizisten mit erhobenen Schlagstock. Ansonsten einen riesenhaufen von Aussagen die zwischen “muss man so stehen lassen” und “völlig unglaubwürdig” schwanken. Gewaltanwendung an den Protestlern die der Aufforderung den Raum zu verlassen nicht nachgekommen sind gab es nicht, zumindest nicht dokumentiert. Und die Horrormeldungen von einem Polizisten der seine Handfeuerwaffe gezogen hat und unbeteiligte Personen damit bedroht hat ist schlicht peinlich. Draußen standen zig Leute mit Kameras. Presse, Anwohner, Studenten…keiner hat das abgelichtet? Wo es doch DAS Bild wäre was dem BS noch einen dicken Schub geben würde?

    Mein derzeitiges Bild der Besetzung ist: Es wurde besetzt und kam schnell zu Vandalismus ist großer Höhe. Danach wurde die Besetzung beendet und da kams zu Fehlern des Präsidenten. Beide Seiten versuchen möglichst wenig zur Aufklärung beizutragen und klammern eigene Fehler komplett aus.

    Gruß Bene

    btw…das ein Gebäude für repräsentative Zwecke genutzt wird ist stinknormal und das es an Unternehmen vermietet wird ebenso. An eurer Stelle wäre ich heilfroh, weil Unternehmen nunmal auch Arbeitgeber sind und ein komplettes Abschotten vor der Aussenwelt durch die Unileitung die Chancen auf Arbeitsplätze nicht gerade erhöht.

    Es hilft einige male auch einfach nachzufragen. In Duisburg-Essen haben wir auch in einigen Studiengängen massive Probleme mit Räumen. Unser Rektor hat dazu bei einer Podiumsdiskussion gesagt, dass neue Räume gebaut werden und bis diese fertig sind Räume angemietet werden sollen.

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  6. benötigt sagt:

    Zur Demonstration ruft auch das sozialrevolutionäre & antinationale Krisen-Bündnis Frankfurt auf Motto: “Alles für Alle! – Für die soziale Revolution!”

    kompletten aufruf gibt es hier:
    http://krise.blogsport.de/2010/01/02/aufruf-zur-studidemo-30012010/

    http://campusantifa.blogsport.de/2009/12/29/sozialrevolutionaerer-aufruf-fuer-die-studidemo-am-3001/

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  7. frankfurterstundent sagt:

    @bene deine aussagen zeigen schon deine unwissenheit und deine ignoranz gegen unserer art und weise mit problemen umzugehen. Das was du forderst (unterbindung von vandalismus – was ansich schon problem genung ist da man erst mal darüber debattieren müsste in wie fern das vandalismus ist ) würde eine art ordnungskraft erfordern, diese ist aber genau das gegenteil unserer forderung. Wir sind ein basisdemokratisches Plenum und daher auch nur als diese weise entschlussfähig, hier gab es mehrfach debatten genau zu diesem thema, die ich hier echt ungerne wieder aufrollen möchte, klar ist nur eins geworden: in wie fern ist das bemalen oder beschmieren von wänden zerstörung der räume bzw. deren nutzbarkeit?
    dann sprichst du weiterhin davon das es wohl kaum aktionen von einzelnen personen gewesen sein können: also die erwähnte treppensurfaktion von der ich bis jetzt nur von aussen gehört habe, waren so weit ich informiert war 2 personen die betrunken waren, scheiße gelaufen aber schwer verhinderbar wenn alle leute pennen.
    Hinzukommt der Raum mit den Bildern Georg Hecks, hier waren es leider wiederum 2 betrunkene die nachts Farbbomben platzen lassen haben und somit die Rahmen der Bilder beschmiert haben, wovon wir uns direkt distanziert haben bzw. festgestellt haben dass wir diesen vorfall bedauern! Weiterhin lässt sich aber darüber streiten in wie fern das bemalen von Wänden kunst oder vandalismuss ist ! eine debatte wie gesagt die mehr zeit in anspruch nimmt als dass ich sie hier fürhen möchte bzw. kann.
    Dann sprichst du davon dass wir uns mit dem Präsidenten der universität unterhalten sollen. nun ich persönlich werde das gespräch mit ihm nicht mehr führen da er mich mehrfach direkt belogen hat. Er ist ein Politiker wie er im Buche steht und versteht sein Handwerk echt sehr gut. Er nutzt jede möglichkeit um uns zu diskreditieren. auf der anderen seite erzählt er der öffenlichkeit von seiner tollen offenen tisch politik.
    Man sollte sich aber fragen wieso er dann nicht einmal mit uns geredet hat, den asta nicht eingeweiht hat? Wieso er direkt mit der Polizei kommen musste (wohlgemerkt auch ein Aufgebot das seines gleichen sucht, es wurden an die 35 wannen gezählt die nur allein auf den Campus gefahren sind. Desweitern handelte es sich hier um BFE, eine spezialeinheit der polizei, nicht gerade das programm was man bei studenten erwartet). Die Räumung an sich mag relativ friedlich abgelaufen sein, gerade auch weil wir daran intressiert waren diese so ablaufen zu lassen, es hat sich fast niemand wirklich widersetzt und wenn dann nur passiver widerstand! Die wirklich tragischen Geschichten passierten leider erst als die Medien weg waren, als die Menge vom Campus geräumt wurde, Ansätze hierfür kann man in dem ZDF Beitrag erkennen (wobei hier leider das ZDF hart geschnitten hat, ich habe unveröffentliches Material von denen wo man schon einen härteren Einsatz erkennen kann). Die wirklich harten “Sachen” sind aber dann erst ausserhalb des Campus und ausserhalb jeglicher Berichterstaatung passiert. Wie wir aus verschiedenen internen Quellen wissen, waren Polizei aus allen möglichen Präsidien ausserhalb Frankfurts hier her geordert worden. In jeder Strasse um den Campus traff man an die 40 Mann an, die einem knüppelschwingend entgegen kamen. Hier kam es auch zu dem kurzzeitigen Verlust der Dienstwaffe eines Polizisten bzw. der bedrohung einer wahrscheinlich unbeteiligten passantin.
    Diese Ausmasse mögen nicht in der Schuld des Präsidenten liegen, dennoch muss man sich fragen wieso es zu dieser übertriebenen Anforderung der Polizei kam. Desweiteren und hier kommt der Knackpunkt, wie konnte er sich erdreisten zu behaupten dass niemand verletzt wurde und dass alles friedlich ablief, wenn er selbst nicht einmal an ort und stelle war. Desweiteren bezeichnet er uns Studenten als Lügner die versuchen Helden zu schaffen, naja wenigstens sieht er uns hier wieder als seine studenten an und nicht reisende Chaoten von ausserhalb.
    Es stimmt dass wir mittlerweile alle Gespräche mit ihm ablehnen und ihn nicht in unser Plenum lassen. Das hat aber bestimmte Gründe:
    Nummer 1. Er schmiert einem eh nur Honig um den Bart und macht nichts von dem was er verspricht.
    Nummer 2. Die Strafanzeigen, diese will er nicht zurückziehen solange bis wir uns abreagiert haben, wir werden uns aber solange nicht abreagieren können bis diese Sache vom Tisch ist.
    Nummer 3. Sein autoritärer Stil. Er versucht alles zu kontrollieren und dies gelingt ihm zeitweise sehr gut. Wie der Brief schon erwähnt sehen wir in seiner Kommunikationsarbeit keinen Diskurs bzw. Debattte sondern ein rein zu gewinnender Konflikt. Es ist bezeichnend dass unsere Uni ein eigenes Marketingorgan besitzt welches direkt dem Präsidium unterstellt ist. Studentisches Leben ist auf dem neuen Campus und laut Steinberg (ex Präsi) und Müller Esterl (neuer Präsi) “der schönste Campus Europas” nur in bestimmten Bahnen erlaubt. Hier gibt es weder ein Studierendenhaus noch die Zusage zu einem solchen!
    Nummer 4. Er hetzt gezielt die Studenten gegen uns auf bzw. versucht eine Spaltung zu erzeugen. So hat er mehrfach Stellung direkt gegen uns bei Studenten bezogen die eh schon uns eher kritisch eingestellt sind.

    Man sollte sich also fragen in wie fern dies mit seiner Politik des offenen Tisches einhergehen kann.

    Dann erwähnst du die Vermietungen an Firmen als positiv. Hier sieht man schon welche Zielkonflikte wir miteinander haben. Wir sehen es als keineswegs positiv dass Unternehmen in unserer Uni sind, wir wollen keinen weiteren Ausbildungsort sondern einen Ort der Wissenschaft und freien Bildung. Und hier kommt wieder die Pionier Rolle Frankfurts ins Spiel. Wir sind wie erwähnt Stiftungsuniversität, seit der Umwandlung (die Zahlen sind von mir vor einem Jahr aufgestellt worden) gab es 47 Stiftungsprofessuren, davon sind 36 in Wiwi und Jura enstanden, nur 1 in den Geisteswissenschaften (islamwissenschaften). Ich selber studiere geschichte und weiß wie die situation aussieht. wir haben akkuten Professoren bzw Dozenten Mangel, uns fehlt das Geld für Bücher und autonome Tutorien (gibt es hier schlicht und einfach nicht). Und in den anderen Geisteswissenschaften sieht es ähnlich aus. Wir fühlen uns hier echt zeitweise wie Studenten 2. Klasse, gerade wenn man die Soziologen und Politikwissenschaftler fragt, die in einem wohlgemerkt einsturz gefährdten gebäude hausen, das zwar bald abgerissen werden soll, die neuen räume aber jetzt schon nicht ausreichen. und so geht es nur weiter… so soll das letzte studienhaus bald auch verschwinden.. wie erwähnt gibt es weder eine zusage noch eine diskussion über ein neues auf dem campus westend (IG Farben!).
    Man fühlt sich hier wie gesagt zeitweise eher wie in einem Großkonzern als wie in einer Uni die kritisches Denken erzeugen soll.
    Ich finde leider nicht den Artikel eines Frankfurter Professors der sich genau über diesen Zustand hier aufregte (war kein Sozi, Powi Prof).

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  8. Bene sagt:

    @frankfurterstundent:
    Unwissenheit stimmt wohl. Denn ich bin Duisburger Student und muss mich daher mit dem zufriedengeben was so durch die Medien (Nachrichten, Internetinfos etc) gehen. Ich besuche die Homepage hier aber nahezu täglich, ebenso wie die Seite unsereunis.de (wo der Demoaufruf verschwunden ist).

    Ja ich forder eine Unterbindung von Vandalismus denn es kann wohl kaum das Ziel von euch sein Sachbeschädigung zu betreiben. Ihr schädigt so euren Protest indem ihr das Eigentum von Fremden zerstört und nix anderes macht ihr hier. Ums mal einfach auszudrücken: Soll ich bei dir in die Wohnung kommen und da den Boden, die Bilder und die Wände beschmieren?

    “in wie fern ist das bemalen oder beschmieren von wänden zerstörung der räume bzw. deren nutzbarkeit?”
    –>ich habe von Vandalismus geschrieben. Vandalismus muss nicht gleich bedeutend sein mit der Zerstörung von Fremden Eigentum. Eine Bushaltestelle an der Scheiben eingeschmissen werden ist auch noch nutzbar, ein Auto mit Kratzern im Lack ist auch nutzbar.

    Euer Protest hat hier einen enorm hohen finanziellen Schaden verursacht und zwar an fremden Eigentum.

    Zur Treppenaktion:
    Abgesehen davon das man sich bei einem Protest nicht besaufen muss…wieso hat man sich nicht dafür entschuldigt? So gehe ich doch davon aus, dass die Aktionen euer OK haben.

    Das Wände beschmieren waren kaum zwei betrunkene. Oder die haben die ganze Nacht da rumhantiert was ich eher für ausgeschlossen halte.

    “Die Räumung an sich mag relativ friedlich abgelaufen sein, gerade auch weil wir daran intressiert waren diese so ablaufen zu lassen, es hat sich fast niemand wirklich widersetzt und wenn dann nur passiver widerstand!”
    Mh? Ganz neue Töne? In dem Video was von den Frankfurter Protestlern hier auf der Homepage zu sehen war reden die Studenten von Polizisten die so einmal das böse Buch der Sachen die ein Polizist nicht machen darf durchgegangen sind. In Duisburg kam es zu Schlägereien bei einem Besuch von einem Politiker…und da wurde keine Dienstwaffe gezogen. Gerade die Spezialkräfte sind darin geschult nicht mit der Waffe rumzufuchteln.

    Zu den Vermietungen:
    Wie groß ist die Uni und wieviele Räume wurden wie oft vermietet? Ich bin durchaus in der Lage mehr als Gut und Böse zu sehen. Wird durch die Unternehmen in irgendeiner Form die Bildung oder die Wissenschaft stark behindert?

    Zu den Professoren: Wie viele neue Studiengänge gab es in WiWi und Jura? Wie wurden die Studiengänge ausgebaut weil ein stärkerer Bedarf war aufgrund von mehranmeldungen?

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  9. Bene sagt:

    Edit:
    “Vandalismus muss nicht gleich bedeutend sein mit der Zerstörung von Fremden Eigentum.”
    Da sollte stehen:
    “Vandalismus muss nicht gleich bedeutend sein mit der Zerstörung von Fremden Eigentum, so dass das Eigentum nicht genutzt werden kann”

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  10. Carlos sagt:

    Ich kann nur mutmaßen, aber vielleicht hat es jemand dabei geschrieben, damit die Leute nicht Ihre Zeit verschwenden auf Provokationen von Konservativen Spinnern einzugehen.

    Hat leider nicht geklappt.

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  11. Bene sagt:

    Provokationen von konservativen Spinner?

    Danke dir, dass du so schön heute abend meine Stimmung verbessert hast. Versuch mal von deinem Schwarz-Weiß-denken wegzukommen.

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  12. frankfurterstudent sagt:

    @ bene vllt solltest du dann aber auch mal über deine hochschulengruppenzugehörigkeit nachdenken… finde leider oder zum glück nicht mehr die flyer die ihr gegen sommer rausgebracht habt was den streik betrifft… die waren auch sehr sehr schwarz weiß!!!
    und auch noch sau schlecht von der bildauswahl so nebenbei;)

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  13. K. aus F. sagt:

    Lieber Benedikt,
    lies doch noch mal in aller Ruhe den Aufruf, bevor du weiterhin überall wo dieser zu finden ist, dein “Verständnis” des Textes dazu schreibst.

    “(…) all das sind nur einige Kennzeichen einer ausgrenzenden Gesellschaft. Einer Gesellschaft, in der nicht die Menschen und ihre Bedürfnisse, sondern ihre Verwertbarkeit im Mittelpunkt steht.

    Die Frankfurter Stiftungsuniversität kann hierfür als eine der Pioniere gelten.(…)”

    Verständnis ist nämlich nicht einfach beliebig. Ich gehe einfach mal davon aus, dass das auch bei euch an der Uni Duisburg der Fall ist. Wenn ein Sprecher sagt, das Eis kalt ist, so sagt er, dass Eis kalt, und nicht etwa heiß, ist. Genauso sagt der Aufruf hier, dass die Stiftungsuni Frankfurt in einer Gesellschaft, die Verwertungsinteressen in den Mittelpunkt stellt eine Vorreiterrolle einnimmt, wenn er sagt, dass die Stiftungsuni Frankfurt in einer Gesellschaft, die Verwertungsinteressen in den Mittelpunkt stellt eine Vorreiterrolle einnimmt. Das liegt daran, dass es in der Sprache gewisse Regeln gibt. Daran kannst auch du anything-goes-Fan, Verständnis-Relativist und Sprach-Anarcho-Chaot nichts ändern. Wie man es aber mit solch gravierenden Problemen, semantische Inhalte einfachster Texte nachzuvollziehen, in ein AStA-Referat für Sozialpolitik schafft, gibt mir Rätsel auf.
    Bestes,
    K. aus F.

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  14. Alles für Alle sagt:

    Alles für Alle! – Für die soziale Revolution!

    Für den 30.01.10 ruft das Protestplenum Frankfurt zu einer bundesweiten Demonstration unter dem Motto „Die Uni gehört allen – Unser Leben in unsere Hände!“ auf. Auch das sozialrevolutionäre & antinationale Krisen-Bündnis Frankfurt ruft zur Beteiligung an der Demonstration auf.

    Denn nicht nur im Bildungswesen, an Schulen, Hochschulen und Kitas ergreifen die Menschen in den letzten Jahren die Initiative, gehen auf die Straße oder besetzen Gebäude, um gegen die von ihnen als bedrückend empfundenen Verhältnisse anzukämpfen. Auch Auszubildende, Hartz IV-Empfänger_innen, Arbeiter_innen, Umweltschützer_innen und Migrant_innen kämpfen gegen das Fortbestehen einer Welt, die vor allem Verlierer_innen kennt.

    Oftmals bleiben diese Kämpfe in ihren Forderungen und Aktionen aber in der Logik des Kapitals gefangen. So lassen sich viele Forderungen der Studierenden im aktuellen Bildungsprotest als Belehrung der Herrschenden lesen. Diese zielt häufig nur darauf, eine „bessere“ Form, wie die Ware Arbeitskraft noch effizienter für den Standort Deutschland ausgebildet werden könne, einzufordern. Und auch in den Arbeitskämpfen wird oftmals betont, dass man als Arbeiter_in doch im gleichen Boot sitze wie die Kapitalist_innen. In dieser Logik erscheinen auch Lohnkürzungen, um wenigstens den Arbeitsplatz zu erhalten, als angemessen.

    Auf diese Art zu denken und zu „kämpfen“ werden wir uns nicht einlassen!

    Wir wollen die Abschaffung der Lohnarbeit und nicht nur höhere Löhne. Eine von Kapitalinteressen und Herrschaft freie Bildung, Forschung und Lehre und nicht nur eine kostenlose Ausbildung. Eine Stadt, die für mehr als nur zum arbeiten und konsumieren da ist. Eine Gesundheitsfürsorge, die sich am Wohlergehen und den Bedürfnissen der Menschen ausrichtet und nicht an deren Produktivität und Verwertbarkeit.

    Denn, dass ein gutes Leben für alle möglich ist, zeigt bereits der Widerspruch von prall gefüllten Warenhäusern, Lagerräumen, Apotheken und den zahllosen Hungernden, Leidenden und Kranken dieser Welt.

    Die Veränderung der bestehenden Verhältnisse und die Ausrichtung der Welt am Wohl der Menschen wird sich sicher nicht durch Appelle an „Vater Staat“ oder die „Segnungen“ des Marktes erreichen lassen.

    Der Zurichtung für den Standort und dem Ausschluss aus gesellschaftlichen Prozessen haben wir den solidarischen Kampf um Selbstbestimmung und Aneignung entgegen zu setzen – überall dort, wo er geführt werden muss und immer mit der Perspektive auf eine ganz andere Wirklichkeit, jenseits von staatlichen und ideologischen Zwangskollektiven und den Sachzwängen einer kapitalistisch organisierten Wirtschaft.
    Unser Leben in unsere Hände!
    Darum: Für die soziale Revolution!

    Beteiligt euch an der bundesweiten Studiedemo am 30.01.10.

    14 Uhr – Bockenheimer Warte

    Kampangenseite

    Es rufen auf: antifa [ko] * autonome antifa [f] * Campusantifa * ehemalige Antifaschistische Gruppe (Antifa G) * FAU Frankfurt – Gewerkschaft für alle Berufe * Krisengruppe FFM * ÖkoLinX-Antirassistische Liste Frankfurt * Ökologische Linke Frankfurt *

    Unterstützer_innen:

    Autonome Antifa Worms

    Wenn ihr den Aufruf unterstützen wollte, einfach eine Mail an: mail|at|autonome-antifa.com

    Anfahrt:

    Mit dem Zug aus dem Saarland:

    * Saarbrücken: Treffpunkt: 10:35 Abfahrt 10:52
    * Neunkirchen: Treffpunkt: 10:55 Abfahrt 11:08
    * St.Wendel: Treffpunkt: 11:00 Abfahrt 11:21
    * Idar-Oberstein: Treffpunkt: 11:35 Abfahrt 11:52

    Aus NRW:

    Anreise aus Köln:
    entweder eine Mail an antifa-ak-koeln(at)web.de oder im AStA Laden (Universitätstr. 16) ein Ticket erwerben. Die Kosten werden euch vom AStA zurückerstattet.

    Antworten
  15. Bene sagt:

    Lieber K aus F:
    Ich habe schon durchaus Verständnis für den Text und halte es dennoch für fragwürdig. Das “Pioniere” bezieht sich auf die Stiftungsuniversität…ok…ich halte den Text in diesem Fall für ziemlich schlecht was Absetzä angeht. Der Satz mit der Stiftungsuni wird von dem “Pionier”-Satz getrennt, dafür steht der Pioniersatz im gleichen Absatz wie der Protest, bei dem einiges wohl scheif gegangen ist. Und auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Es fehlt eine kritische Reflexion mit den Vandalismus, der wird völlig ignoriert von der AG Bildungsstreik.

    Gruß
    Bene

    Antworten
  16. Bene sagt:

    >>>
    Hier stand ein Kommentar von Benedikt Körner (AStA Uni Duisburg-Essen, Referat für Sozialpolitik, RCDS), der am 12. Januar 2010 ausdrücklich und unter Fristsetzung von zwei Tagen incl. Anwaltsdrohung (“Ich hasse es mit Anwälten zu sprechen wenns auch anders geht.”) die Löschung seiner Postings in diesem Board verlangt hat.

    Seine “herzliche Bitte” wird hier künftig unverzüglich und ohne weitere Kommentierung umgesetzt werden. Aber gerne doch – ciao Bene … :(
    < <<

    Update 08.02.2010 - Benedikt Körner läßt per Anwalt schriftlich mitteilen:

    1. [diesen Kommentar] “spätestens bis zum 11.02.2010 dahigehend zu
    verändern, dass keine privaten Daten, insbesondere der privaten
    E-Mail-Adresse von mir, Benedikt Körner, zu erkennen sind. Dies gilt
    auch für den mail-Forwarder, der durch anklicken meines Namens
    imBrowser sichtbar wird.

    2. Es zukünftig zu erlassen, Private Daten meiner Person im Internet zu
    veröffentlichen.

    3. im Fall der zuwiderhandlung gegen die vorbezeichneten Pflichten an
    Herrn Benedikt Körner eine Vertragsstrafe von € 1000,00 zu zahlen.”

    Antworten
  17. Bildungsstreik Köln sagt:

    Am 30.01.2010 wird in Frankfurt/Main eine bundesweite Demo unter dem Motto “Die Uni gehört allen! – Solidarisch für freie Bildung und ein selbstbestimmtes Leben” stattfinden.

    Von Köln aus wird es eine gemeinsame Anreise, auch mit anderen Städten aus NRW und für alle Interessierten, geben. Bisher sind zwei Busse eingeplant. Wer mitfahren möchte, melde sich bitte bei dieser Email-Adresse an:

    Es wird einen Selbstkostenbeitrag zwischen 10-20 Euro geben, der Preis hängt davon ab, wieviele mitfahren werden.

    Anfahrt : 10:30 (höchstwahrscheinlich Hbf Köln)
    Rückfahrt: 20-21 Uhr (hängt von der Entwickelung der Demo ab)

    Falls Personen aus NRW mit dem NRW weiten Bus ab Köln fahren möchten, so schreibt uns eine email mit name, zuname, email an

    soli grüße aus köln

    Bildungsstreik Köln

    Antworten
  18. Piratenpartei Duisburg » Bundesweite Bildungsstreik-Demo in Frankfurt am 30.01.2010 sagt:

    [...] Die AG Bildungsstreik ruft zu einer Bildungs-Demo am 30.01.2010 in Frankfurt am Main auf, nachdem die Audimaxbesetzungen nun ja (fast?)überall beendet wurden (und diese Beendigung gerade in Frankfurt etwas unschön ablief). Man sollte sich nicht der Illusion hingeben diese Demo könnte etwas bewirken, nachdem aller verantwortlichen Politiker die berechtigten Forderungen der Bildungsstreiker bisher geflissentlich ignotiert haben bzw. maximal an einigen Details rumpfuschen wollen; dennoch finde ich es gut und auch wichtig dass auf vorhandene Probleme hingewiesen wird. Auch das grundlegende Problem, die in der Bildungspolitik vorherrschende Verwertungslogik, wird in diesem Aufruf meiner Meinung nach korrekt benannt. Als Student erlebe ich selber wie sich die Uni immer mehr zu einer Fabrik entwickelt, in der eben statt Autos oder Waschmaschinen künftige Arbeitskräfte produziert werden. Permanenter Prüfungsdruck und zu kurze Regelstudienzeiten tun ein übriges. (Bevor sich nun jemand über faule Studenten aufregt: Ganz so schlimm kanns ja nicht sein, immerhin hatten wir mit dem Diplom einen der international anerkanntesten Abschlüsse der ohne sinnlose Dauerprüfungen auskam.) In diesem Sinne hoffe ich auf eine erfolgreiche Demo am 30. und hoffe selber dabeisein zu können. [...]

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  19. JoS sagt:

    Mensch, Mensch…die Polizei bei Euch hat echt nicht mehr alle Latten am Zaun. Frankfurt ist auf der Karte der demokratischen Bereiche jetzt auch erstmal gestrichen. War dennoch ne coole Demo!

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  20. Why is it that nobody understands me, yet everybody likes me? : Platypus sagt:

    [...] triggered these protests? The website http://www.bildungsstreik2009.de (“Educational Strike 2009”)[1] called for a struggle against the commodification and pro-market [...]

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