Ergebnisse vom bundesweiten Vernetzungstreffen – August 2010

Zusammenfassung der Ergebnisse vom bundesweiten Vernetzungstreffen an der TU Berlin
(06.08. – 08.08.2010)

Da einige lokalen Bündnisse bei sich nicht die Kapazitäten sehen großartig für Proteste kommenden Herbst zu mobilisieren, wird es keine Aktionswoche oder Aktionstag als “bundesweiter Bildungsstreik” vorerst geben.

Stattdessen werden die lokalen Bündnisse dazu aufgerufen sich an den vielen Protesttagen der Gewerkschaften (eine genaue Auflistung folgt bald) und der “Global Wave of Action for Education” zu beteiligen.
Um gemeinsam Aktionen zu koordinieren und stärker unsere Ansichten kundzutun, habe einige Aktive auf dem bundesweiten Treffen das “Free Education Movement” (FEM) initiiert. Unter diesem Namen können sich Gruppen und Bündnisse zusammenfinden, um gemeinsam diesen Herbst/Winter Aktionen, Proteste und Veranstaltungen in die Öffentlichkeit zu tragen. Verbindendes Element ist die internationale “gemeinsame Erklärung“. Der 17.11. hat sich als möglicher zentraler Aktionstag herauskristallisiert, da dieser Tag auch den “International Students’ Day” markiert und einen Höhepunkt der “Global Wave” darstellen wird. Auch in einigen Städten in Deutschland wird sich bereits auf diesen Tag vorbereitet, so z.B. in Hessen (dezentraler Aktionstag).

Außerdem wurden zwei größer angelegte Treffen andiskutiert, bei welchen die “Reflektion” und “Ausarbeitung von Perspektiven” im Vordergrund stehen soll.
Eines davon ist eher für Ende September und das andere für Ende November angesetzt. Sobald es mehr dazu gibt, werden die Einzelheiten auch hierzu bekannt gegeben.

Schlagworte: fem, global+wave, herbst2010, ism, vernetzungstreffen

6 Kommentare zu „Ergebnisse vom bundesweiten Vernetzungstreffen – August 2010“

  1. Ergebnisse - Empfehlungen für den Herbst !!! sagt:

    Ergebnisse des bundesweiten Bildungsstreik-Treffens vom August 2010

    * Empfehlungen für den Herbst und Vorschläge für Aktionsbeteiligungen *

    Das bundesweite Bildungsstreiktreffen vom 06.-08. August 2010 in Berlin unterstützt die Krisenproteste im Herbst 2010 und empfiehlt den lokalen Strukturen allerorts, sich mit den Krisenbündnissen und den gewerkschaftlichen Strukturen vor Ort zu vernetzen, um gemeinsame Aktionen und Demonstrationen vorzubereiten und sich daran zu beteiligen (da das Bildungssystem und seine aktuellen Mißstände nur gesamtgesellschaftlich eingebunden und gedacht werden können)!

    In diesem Rahmen wird den Bildungsstreik-Strukturen vor Ort empfohlen, sich nach eigenem Ermessen und Kräften kreativ an den Aktionen am 29. September 2010 zu beteiligen und dafür zu mobilisieren (= Europaweiter Aktionstag des Europäischen Gewerkschaftsbundes [EGB] gegen die Krise).

    Am 13. November 2010 finden – als Höhepunkt einer Aktionszeit der Gewerkschaften – bundesweit mehrere dezentrale Demonstrationen statt. Das bundesweite Treffen ruft dazu auf, diese Demonstrationen mit zu organisieren und sich mit Bildungsstreikblöcken kreativ zu beteiligen. Denn nur gemeinsam mit (u.a.) den Gewerkschaften und den Antikrisenbündnissen können wir die drohenden Kürzungen im Bildungsbereich aufhalten!

    Weitere Termin-Empfehlungen in diesem Zusammenhang sind z.B.:
    – Die kreative Bankenblockade der Georg-Büchner-Aktionsgruppe am 18. Oktober 2010 in Frankfurt am Main.
    – Der regionale Bildungsstreik-Aktionstag am 10. November 2010 in Bonn.

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    Erklärungen zu Aktionen im Herbst

    Gemeinsamer Widerstand gegen die Kürzer – weg mit den Kürzungen, sowohl im Bildungsbereich, als auch anderswo! Der heiße Herbst scheint vorbereitet. Nach einem doch recht lauen Sommer haben bereits viele Gewerkschaftsgliederungen zu Protesten im Herbst aufgerufen, auch die Anti-Krisen-Bewegung steht nicht still, sondern unterstützt und mobilisiert zu den Aktionen.
    Doch was haben Gewerkschaften, Arbeiter*innen und die Anti-Krisen-Bewegung mit dem Bildungsstreik zu tun?

    Die Antwort liegt auf der Hand: Um dem von der Regierung forcierten Sparpaket – welches massive Kürzungen in vielen gesellschaftlichen Bereichen vorsieht – möglichst viel Widerstand entgegenzusetzen, brauchen wir die gemeinsame Aktion, die geballte Kraft der Bewegungen, die Zusammenarbeit von Student*innen, Schüler*innen, Azubis und Arbeiter*innen, die Einheit auf der Straße!

    Scheint der Bildungsbereich erst einmal vom Kürzen angeblich verschont zu bleiben, liegt der Teufel im Detail: 90% der Bildungsausgaben werden auf Länderebene getätigt. Hier gibt es schon heute massivste Kürzungen, wie z.B. in Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen oder Brandenburg.

    Genauso wie wir haben die meisten Menschen kein Interesse an Kürzungen, arbeitgeberfreundlicher Sozialpartnerschaft und Schavansinn – daher unser Motto für den Herbst:
    Tous ensamble! Alle gemeinsam!

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    Nochmal als Ãœbersicht die Beteiligungsempfehlungen:
    29.09.2010
    Europaweiter Aktionstag des EGB gegen die Krise. In Berlin wird es eine Demonstration des Antikrisenbündnisses geben, weiterhin finden am 29.09. bundesweit kreative Aktionen und Bankenbesetzungen statt. Geld für Bildung, statt für Banken!

    13.11.2010
    Am 13.11. haben die Gewerkschaften, das Anti-Krisen-Bündnis und Bildungsstreikbündnisse vor, dezentrale (Groß-) Demonstrationen in vielen Städten durchzuführen. Der 13.11. ist der Höhepunkt einer gewerkschaftlichen Aktionswoche gegen Kürzungen.
    Tous ensamble! Alle gemeinsam!

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  2. Schülerin sagt:

    Finde es ja echt schade, dass es im Herbst keine Protest geben wird.
    Ich sitze seit heute im Keller meiner Schule, neben dem provisorisch eingerichteten Kindergarten, neben unserem Zimmer und auf unserem Pult sind Taschentücher verteilt, weil es von der Decke tropft… außerdem habe ich das 1. Halbjahr 36 und das 2. 38 Stunden in der Woche
    Schöner 1. Schultag :/

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  3. Frederic sagt:

    es muss diesen herbst einen schülerstreik geben!! stellt das bitte auf die beine. die zustände an bayerns schulen sind nicht mehr länger duldbar. klassenstärken von über 40 schülern etc.

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  4. Joe sagt:

    Sin das die Ergebnisse des Wochenendes in Berlin?
    Wie viele Leute waren dort und haben das Ende der halbjährlichen Tradition beschlossen? War darüber Einigkeit? Was heißt, “einige lokale Bündnisse haben nicht mehr die Kapazität” konkret?
    Die Demos im Juni waren kleiner. Wir müssen auch offen und (selbst)kritisch Ursachen diskutieren. Aber es wurde auch Potenzial deutlich: Die schüler, also der Nachwuchs des Protests, dominierten. Prof. Grottian hat am 10. Juni in der jW das Ende des Bildungsstreiks erklärt. er nennt sich Berater der Bildungsstreik-Bewegung. :-p Aber ist er das? Ich meine Nein !!! Vielmehr sollte jetzt die Vorbereitung für November beginnen, es kann ja durchaus verbunden werden mit der “Global Wave” und anderen Protesten. (=> Krisen-Proteste, Büchner-Aktionen, Anti-Sparpaket-Demos, Aktionen des Europäischen Gewerkschaftsbundes, etc pp …)

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    • Benni sagt:

      Moin, Joe. Sorry, dass die Antwort so lange auf sich warten ließ. Es waren über 100 Menschen aus über 20 Orten anwesend, wenn mich meine Erinnerung nicht total trügt. Es herrschte eine überraschend große Einigkeit darüber, fürs erste die halbjährlichen Protest-Tage auszusetzen. Dafür gab es verschiedene Begründungen wie z.B. Ausgelutschtheit der Konzepts, Gefahr einer ErsterMaiisierung, Streikmüdigkeit, Erschöpfung lokaler Bündnisse, Konzentration von Gruppen auf andere Themen/Aktionen – du nanntest selbst viele am Ende deines Beitrags. (Die Schlagworte sind jetzt von mir, habe Versucht, einige Aspekte zusammenzufassen.) Vor allen Dingen gab es aber eben auch keine Personen oder Strukturen, die die Initiative für Proteste im Herbst ergriffen. Bisher hatten immer einige Bündnisse und Organisationen die anderen dazu aufgerufen, wieder einen Bildungsstreik zu organisieren, was diesmal weitesgehend ausblieb.

      Das bedeutet aber tatsächlich nicht das Ende der Bildungsproteste. Die Stuttgarter Schüler haben es ja gerade erst mit ihrem kleinen Streik in die Nachrichten geschafft (wenn auch durch unschöne Ereignisse). Und z.B. Bonn scheint auch Bock auf noch mehr Bildungsstreik/Schulstreik zu haben. Und auch mal sehen, was Bochum bringt. usw.

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  5. lionheart sagt:

    so ein unsinn – gerade jetzt muss wieder gestreikt werden! ausdauer zählt! vielleicht auch mal härtere sachen, wie straßenblockaden.

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