PM: Schülerstreik gegen Stuttgart 21

30.09.10, Stuttgart. 2.000 Schülerinnen und Schüler haben sich heute am Schulstreik gegen Stuttgart 21 beteiligt und ihre Forderung unterstrichen, Milliarden Steuergelder nicht für unsinnige Prestigeprojekte, sondern für Bildung und Soziales auszugeben.

Florian Toniutti, Sprecher der Jugendoffensive erklärte:

„Wir werten die Beteiligung am Streik, gerade angesichts massiver Einschüchterungsversuche durch das Schulministerium und die Polizei, als vollen Erfolg. Gleichzeitig kritisieren wir die Tatsache, dass die Parkräumung ausgerechnet am Tag des Schülerstreiks statt findet. Damit werden Schülerinnen und Schüler durch die Verantwortlichen in Landesregierung und Polizei bewusst erheblicher Gefahren ausgesetzt. Es ist ein Skandal, dass Jugendlichen einerseits Politikverdrossenheit vorgeworfen wird und sie, wenn sie sich engagieren, durch die Staatsmacht mit Repressionen konfrontiert werden.“

Teilnehmer der Proteste berichten von unverhältnismäßig gewalttätigem Polizeieinsatz mit Pfefferspray, Wasserwerfern und Schlagstöcken auch gegen Kinder.

„Das hat nichts mit Demokratie zu tun. Gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung Stuttgarts wird hier kaltblütig Machtpolitik durchgesetzt“, so Toniutti.

Kontakt “Jugendoffensive Stuttgart”, Tel.: 0178-530 53 34.

Homepage: jugendoffensive.blogsport.de

3 Kommentare zu „PM: Schülerstreik gegen Stuttgart 21“

  1. Oli Kube sagt:

    Wir in Stuttgart brauchen eure Solidarität! Macht Soli-Aktionen in euren Städten, wie Demos oder den “Schwabenstreich” (an einem zentralen Ort, z.B. Hauptbahnhof um 19 Uhr eine Minute lang möglichst viel Krach machen). Es ist wichtig, dass die Menschen in Stuttgart sehen, dass sie nicht allein sind. Macht mobil was ihr könnt! Gegen brutale Polizeigewalt! Gegen Stuttgart 21! Für eine sozialere und friedlichere Gesellschaft!
    herzliche Grüße aus Stuttgart
    Oli

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  2. Bernd Bock sagt:

    Wer stoppt Stuttgarts Höhenflug?
    Die Profilneurotiker benötigen ein Prestiges- Objekt! Ein Dummenschwank, ach ja da war doch etwas.
    „Die sieben Schwaben“ oder sind es mehr? Ein „Sieben-Schwaben-Preis“ ist fällig!
    Wie wäre es, dieses Geld für Bildung auszugeben, anstatt es, im wahrsten Sinne des Wortes, in den Sand zu setzen. Dann entstehen auch nicht menschenunwürdige Situationen. Ich denke dabei an den Mann mit den verletzten Augen, Es bedarf schon einiger Hirnakrobatik um derartige Begebenheiten nachzuvollziehen. Wie viel Prozent der Stuttgarter Bürger wollen schneller nach Ulm, oder Bürger Deutschlands? Deutschlands Steuergelder für ein Projekt das als Schwabenstreich gilt, sind alle deutschen Schwaben? etc.
    Die Realität der Planung ist längst überholt, die Parameter haben sich derart geändert, so dass diese Lösung gänzlich überholt ist.
    Ein Denkmal für schwäbische Intelligenz soll geschaffen werden?

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  3. Finn sagt:

    Einen guten Artikel hab ich vor ein paar Tagen gefunden von jemanden, der vor Ort dabei war: http://todamax.kicks-ass.net/blog/2010/krieg-in-stuttgart/

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