Auftakt zum “heißen Herbst”

Aufruf zu dezentralen Aktionen auch in Deutschland am Donnerstag, 05. November 2009, zum Auftakt für die “Global Week of Action – Education is NOT for $A£€” (Warm-up Day)

Die Zustände im Bildungssystem sind nicht länger hinnehmbar. Am Donnerstag, 05. November ist international der Auftakt für die “Global Week of Action – Education is NOT for $A£€”. Die Aktionswoche(n) “Global Week of Action reloaded” folgen dann ab dem 09. November bis etwa zum 20. November. In Österreich gibt es bereits seit dem 22. Oktober massivste Proteste im Bildungssystem!

Angesicht des “Warm-up Day” der “Global Week of Action – Education is NOT for $A£€” und des aktuellen landesweiten Aktionstages in Österreich rufen auch wir in Deutschland zu dezentralen Aktionen auf! Jede Gruppe vor Ort kann und soll selbstständig und koordiniert Öffentlichkeit herstellen. Mit den Aktivitäten bringen wir unsere internationale Solidarität zum Ausdruck. Wir wollen damit noch mehr Menschen mobilisieren, an den weiteren Planungen mitzuwirken! Unsere Forderungen müssen verstärkt in den Fokus der Gesellschaft!

Für die “Global Week of Action” hat sich die Bildungsstreik-Gruppe in Marburg bereiterklärt, die bundesweite und internationale Pressearbeit für diesen Aktionstag zu übernehmen. Gebt dort bekannt, was für Aktionen Ihr plant. Auch im Nachhinein könnt Ihr den Marburgern Euere Berichte mit Photos und/oder Videos . Dort werden sie gesammelt. Publiziert Euere Ergebnisse auch selber!

Einen Höhepunkt werden die Herbstaktionen dann sicherlich am 17.11. erreichen (dies ist gleichzeitig der “International Students’ Day”). Am 24.11. steht dann die Tagung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) in Leipzig an. Und schließlich möchte die Kultusministerkonferenz (KMK) am 10.12. in Bonn tagen.

Da noch keinerlei Anzeichen für irgendwelche “Verbesserungen” im Bildungssystem erkennbar sind (weg mit Zugangsbarrieren und Gebührenbelastung, öffentliche Ausfinanzierung und hinreichende Ausstattung, umfassende Demokratisierung und Mitbestimmung, etc.), gibt es weiterhin mehr als genügend Anlässe für einen “heißen Herbst” !!!

Wann, wenn nicht jetzt?
Wo, wenn nicht hier?
Wer, wenn nicht wir?

Beteilige Dich! Bilde Dich, bilde andere – solidarisiert Euch – und werdet gemeinsam aktiv!!!

22 Kommentare zu „Auftakt zum “heißen Herbst”“

  1. Max R. sagt:

    Hallo liebe MitstreiterInnen,

    in Kiel wird der Streik (mal wieder) nicht am offiziellen Termin (17.11) sondern ein Tag später, also am 18. November stattfinden. Warum? Weil am 18.11. bei uns in Kiel die ersten Landtagssitzungen sind. Und dort werden wir versuchen mit Hilfe von MitstreiterInnen die wir im Landtag kennen ein Antrag einzubringen und gleichzeitig mit mehreren tausenden von SchülerInnen, Studierenden und Auszubildenden vor dem Landtag ordentlich Radau zu machen.

    Gruß
    Max
    i.A. Bildungsbündnis Kiel

  2. Völker hört die Signale... sagt:

    Es währe schön die Aktionen bald mal bekannt zu machen. Die genauen Termine für Proteste oder andere Aktionsformen. Auf den lokalen Seiten des Bildungsstreiks ist noch wenig oder nichts zu lesen. Auch auf der Berliner Seite nicht.

    Den Orgateams kann ich auch folgenden Aufruf anlehnend an die Proteste in Österreich wärmstens empfehlen:

    http://blogpoliteia.wordpress.com/2009/10/29/aufruf-aus-osterreich/

    Hier geht es auch um Theorien zum Aufbau von dezentralen Strukturen und Widerstandsnetzwerken.

    Bitte tragt euch doch auch bei demowatch.de die einzelnen Aktionen separat ein und streut Informationen zum Mitgestaltungsmöglicheikten außerhalb der Unis etwas breiter.
    Grüße Antifas gegen die Neue Weltordnung

  3. Chris sagt:

    Hallo an alle Bildungsstreikenden,

    Marburg startet am 5.11, dem WarmUp Day of United Action, mit einer Vollversammlung und weiteren Aktionen, :-)
    Ab dem 9.11 startet die Global Week of Action und am 17.11 wird zur Demo nach Wiesbaden mobilisiert …
    Wir würden uns freuen wenn viele Bündnisse schon in dieser Woche mit Aktionen starten würden, am 5.11 hat Österreich auch zum Aktionstag aufgerufen…viele Bündnisse in Europa (Griechenland, Frankreich, Dänemark,…) haben auch mit Mobilisierungen begonnen. Wir sollten versuchen Österreich durch eigene Aktionen zu unterstützen und den Bildungsstreik Europaweit auszubreiten…Fläschenbrand auslösen!

    Grüße aus Marburg

    http://www.bildungsstreik-marburg.de

  4. fauhal6 sagt:

    An der MLU in Halle (Saale) wird es über die ganze GWA Abendveranstaltungen geben (Vorträge und Filme). An der Demo auf 17.11. werden wir uns nicht beteiligen, aber wir veranstalten am 18.11. eine Vollversammlung, um für die HRK Demo am 24.11. in Leipzig zu mobilisieren.

    http://www.stura.uni-leipzig.de/stura-cms/1479.html

    Vielleicht sieht mensch sich auch am 10.12.

    Solidarische Grüße

  5. Mo sagt:

    Druckvorlage für Global Week of Action – Plakate können jetzt unter folgenden Links runtergeladen werden:

    http://ia341339.us.archive.org/2/items/GwaPosters/Plakat_Bildung_GB_ZW.jpg (klein, englisch)
    http://ia341339.us.archive.org/2/items/GwaPosters/Plakat_Bildung_Dt_ZW.jpg (klein, deutsch)

    http://ia341339.us.archive.org/2/items/GwaPosters/Plakat_Bildung_GB_ZW.pdf (Druckvorlage, 16MB, englisch)
    http://ia341339.us.archive.org/2/items/GwaPosters/Plakat_Bildung_Dt_ZW.pdf (Druckvorlage, 16MB, deutsch)

    ~ One World – One Struggle ~

  6. Jan sagt:

    Hallo,

    ich finde hier wird nichts richtiges beschrieben.

    Mein Team / Schulsprecherteam möchte sich gerne daran beteiligen.

    Vielleicht könnte mir jemand ne Mail schicken und mir das noch mal erklären, wäre ganz lieb.
    Hier meine Mail Adresse:

  7. WUZIs Philosophie » Blog Archive » 5. November in Deutschland #unibrennt sagt:

    [...] https://bildungsstreik.net/auftakt-zum-heisen-herbst/ [...]

  8. Bene sagt:

    So nach einem sehr langen Gespräch mit einem Juso-Mitglied (ich bin RCDSler) mit dem ich mich gut verstehe:

    Bildungsstreik hin oder her. Es ist nicht so, dass die Bildung in irgendeiner Form perfekt ist (btw wurde auch beschlossen mehr Knete in die Bildung zu stecken) und man sicher auch einiges ändern kann.
    Beispielsweise sei hier nur gesagt ein elternunabhängiges Bafög (jusos) oder alternativ ein Bildungskonto ab Geburt (RCDS) oder Änderungen am BA/MA System. Dabei sei noch gesagt, dass letzteres noch recht jung ist…

    Ich habe mit dem Bildungsstreik einige Probleme und zwar mit dieser Gruppe/Organisation whatever:

    1. Forderungen sollten Vorschläge beinhalten. Vorschläge sind dabei nicht “das is doof und das auch” sondern Vorschläge sind so Sachen wie das Bildungskonto und auch wie es finanziert werden soll. Ums mal anders auszudrücken: Ich kann auch fordern das jeder studieren soll und bafög kriegt was er nicht zurückzahlen muss, es soll keine zulassungsbeschränkungen geben und kostenlose Wohnung und finanzielle unterstützung bis das 1., 2., 3. und 4. Studium abgeschlossen ist. Das Problem an der Stelle wäre dann beispielsweise, dass ich keine Ahnung hätte wie ich das alleine an der Uni Due finanzieren will. Bei den derzeit 31k studenten wären das Kosten von um die 23-24 Millionen aufwärts. Monatlich…und bei keinen Beschränkungen werden da sicher viele viele Studenten zukommen….
    Forderungen sind für mich auch Ideen was man realistisch umsetzen kann und wie man es finanzieren soll.
    Und bevor jemand meckert: Diese Forderung die ich oben beschrieben habe gab es in Duisburg-Essen wirklich. Zulassungsfreie Studiengänge ohne Prüfungsleistung bei vollem Bafögsatz und Mietübernahme bei garantierter Ãœbernahme durch die Wirtschaft.

    2. Auch wenn es rein rechtlich anders aussehen mag finde ich den Veranstalter einer Organisation in der Pflicht. Ich finde es peinlich und beschämend wenn ein Veranstalter mittendrin keine Lust mehr hat und seine Verantwortung einfach abgibt.
    Im Zuge des Bildungsstreiks wurde an Universitäten Eigentum zerstört (wofür es keinen Grund gab), fragt da mal in Berlin nach…und ich sehe keine Bestrebungen wie man dies verhindern will.
    In Duisburg gab es Störungen von Abiturprüfungen…ich habe bisher nirgendwo eine Nachricht gesehen wo sich dafür öffentlich entschuldigt wurde. Die Demonstration war zwar offiziell zuende (weil der Veranstalter die Demo spontan beendet hatte) aber die Teilnehmer waren faktisch von der Demo…
    Einige Aktionen oder auch geplante Aktionen gingen weit am Ziel vorbei. Verwaltungsgebäude blockieren…ok aber einen Campus oder auch Vorlesungssääle dicht machen mit Patrollierenden Studenten? Sonst gehts aber noch gesund oder? Man is da an einer Universität und nicht in einem militärischen Lager.

    3. Ausschluss von Gruppen…finde ich arm und lächerlich. Ein Bildungsstreik sollte unabhängig von der politischen Richtung sein. So ist es zu einer links-linksradikalen Aktion verkommen wo die SPD schon als der ultrarechte Rand angesehen wird. Stattdessen wird auf der Homepage hier direkt mal mit einem lächerlichen Artikel gegen Gruppen geschossen und diese ausgeschlossen. Da nimmt man lieber die Antifa und SDAJ mit als mal nen Moment zu denken.
    https://bildungsstreik.net/erklarung-zu-verbindungen-und-burschenschaften/

    __________

    Benedikt Körner (AStA Uni Duisburg-Essen, Referat für Sozialpolitik, RCDS)

  9. Bene sagt:

    Ahja und mit “Repression” hat das unten gezeigte Bild nix zu tun.Das behauptet ihr in einem lustigen Artikel… Die Homboldtuni wurde von einer Horde wildgewordener Pseudodemonstranten ausgenommen. Wenn ihr euch von der Zerstörung nicht distanzieren wollt spricht das für sich selbst…es gibt Videos wo die Leute öffentlich andere Menschen bedrohen, Sitzungen stören indem sie Türen aufbrechen, eine jüdische Ausstellung zerstören etc. Irgendwie bissel unsinnig zu “Demonstrationszwecken” für einen Schul/Bildungsstreik ausgerechnet eine Uni auseinander zunehmen oder?

    http://img40.imageshack.us/img40/8278/fahndungsplakatkopie.jpg

    __________

    Benedikt Körner (AStA Uni Duisburg-Essen, Referat für Sozialpolitik, RCDS)

    • benni sagt:

      Hallo Bene,
      1. Thema “konstruktive Gegenvorschläge”:
      Du hast recht, es gibt hier auf der HP sehr wenige konkrete Umsetzungsvorschläge, sondern zunächst einmal “nur” die Kritik. Das liegt daran, dass diese ganze Bewegung ganz anders aufgebaut ist, als z.B. der RCDS: es ist ein loses Bündnis von sehr vielen unterschiedlichen Gruppen, die beinahe alle unterschiedliche Lösungsansätze haben. Das ist wahrscheinlich beim RCDS genauso – doch der entscheidende Unterschied ist: Wir geben hier keine “Parteilinie” vor, wir haben keinen Vorstand, der die Losung ausgibt “Lösungskonzept X ist das einzig richtige, alle unsere Unterorganisationen haben diese Lösung in der Öffentlichkeit zu vertreten!”
      Das ist der Unterschied zwischen einem Bündnis und einer Partei. Dadurch, dass wir “nur” gemeinsam die Kritik äussern, nicht jedoch “den einen” Lösungsvorschlag vorgeben, bleiben wir offen für alle, die diese Kritik am Bildungssystem teilen. Dadurch ist es möglich, dass Jusos, RCDS, aber auch von dir als “linksradikal” bezeichnete Gruppen zusammenkommen können, um zusammen über Gemeinsamkeiten und Differenzen in ihren Auffassungen, Lösungsansätzen und Ideologien zu diskutieren. Dadurch wird der Bildungsstreik eine hochintegrative Kampagne, die versucht Menschen ins Gespräch zu bringen, anstatt längst überholte Fronten aufzumachen, die es nicht mehr gibt.
      Ãœbrigens entspricht diese Herangehensweise, allen mitmachenden Gruppen freizustellen, ihre eigenen Lösungsansätze vorzustellen und in der Öffentlichkeit um Unterstützung zu werben, einem Konzept, das insbesondere deine Partei als den einzig wahren Weg anpreist: Dem freien Markt. Denn auf einem “Markt der Ideen” setzt sich schlussendlich dasjenige Lösungskonzept durch, das von allen anderen als das tragfähigste angesehen wird. So entscheidet letztendlich “der Markt” oder in anderen Worten “die Bürger” welches der vielen Konzepte, die innerhalb dieses Bündnisses zur Lösung der Probleme im Bildungssystem gibt, sich durchsetzen wird – und das ist sicherlich besser und effektiver, als wenn das einige wenige Vorstandsmitglieder im stillen Kämmerlein entscheiden, wie dies z.B. beim RCDS der Fall ist.

      2. Distanzierungen: Auch hier kann ich wieder nur darauf hinweisen, das der Bildungsstreik keine Partei ist, sondern ein Bündnis von voneinander unabhängigen Grupperungen und Einzelpersonen. Deshalb wirst du eben auch von “dem Bildungsstreik” niemals eine Distanzierung von irgendeiner Aktion erleben. Wie soll das auch funktionieren? Sollen sich irgendwo 20 Personen hinsetzen, die sagen “oh, diese Aktion fand ich aber scheiße, davon müssen wir uns distanzieren”, und dann schreiben die im Namen von 270.000 Personen die auf der Straße waren, das all diese 270.000 Personen die Aktion scheiße fanden? Woher sollen das diese 20 Personen wissen?
      Darüber hinaus ist es lächerlich Leute zu beschuldigen, sie würden ihre Verantwortung abgeben, wenn sie eine Demo beenden, aber moralisch wären sie ja immernoch für alles verantwortlich was vor, während oder nach der Demo passiert. Wir sind hier nicht mehr im Deutschland 1932! Es gibt in diesem Land keine Führer mehr, die einer Menschenmasse befehlen kann, was sie zu tun oder zu lassen hat – und das ist auch gut so! Welchen Einfluss sollen also die Veranstalter einer Demonstration darauf haben, was sich am Rande, in der Nähe, nach der Demonstration abspielt? Wie stellst du dir das vor? Soll der Anmelder einer Demonstration nach der Demo gleichzeitig 15.000 Menschen hinterherlaufen und auf sie alle aufpassen, das sie nichts anstellen, was dir nicht gefällt? Sollen wir für die Nächste Demo eine Securityfirma mit 15.000 Mitarbeitern anstellen, von denen jeder einen Demonstrationsteilnehmer bis nach Hause begleitet, um sicherzustellen, dass die nichts illegales machen? Du bist doch Fan von konstruktiven Vorschlägen – mach mal einen konstruktiven Vorschlag zur Lösung dieses Problems, anstatt solch haltlose Vorwürfe in den Raum zu werfen!

      3. Ausschluss von Gruppen: Ich finde es witzig, das du im gleichen Absatz, in dem du dich darüber aufregst, das Burschenschaften ausgeschlossen werden, so etwas sagst wie “Da nimmt man lieber die Antifa und SDAJ mit als mal nen Moment zu denken” – und damit doch implizit sagst das diese viel eher ausgeschlossen gehören als die netten Burschenschaften. Damit zeigst du, dass du eigentlich kein Problem damit hast das Gruppen ausgeschlossen werden (wie du uns mit dem Eingangsstatement “Ausschluss von Gruppen…finde ich arm und lächerlich.” weißmachen willst). Es müssen eben nur die “richtigen” Gruppen sein. Das Problem dabe ist nur: Bei Burschenschaften kann man sehr gut und logisch argumentieren, dass ihre Ziele und Moralvorstellungen schlicht denen des Bildungsstreikbündnisses direkt entgegenstehen – sie suchen sich ihre Mitglieder aufgrund von Geschlecht, Konfession, Gesinnung, sozialer Herkunft aus, viele von ihnen sind offen oder verdeckt rassistisch, viele von ihnen sehen in der Burschenschaft ein Instrument der Elitenförderung etc. UNd das habe ich mir nicht ausgedacht, das schreiben die genau so ganz offen auf ihren Flyern&Homepages. All das sind Dinge, die das Bildungsstreikbündnis ablehnt.
      Den Gruppen, die du jedoch gerne raushaben möchtest, denen kann man all dies nicht nachsagen. Anstatt auf Argumente kannst du leider nur auf diffuse Vorurteile und Schlagwörter ausweichen: “linksradikal/extrem” oder “kommunistisch” oder “Anarchistisch” oder “Chaoten” – all die Bildzeitungs-Vorurteile, die man halt tagtäglich vorgesetzt bekommt, die sich in der Realität aber eben nur als haltlose Vorurteile entpuppen. Alle diese Gruppen haben sich mir bisher als absolut harmlos und umgänglich gezeigt – nur Burschenschaftler und interessanterweise RCDS-Mitglieder haben mich bedroht, verspottet Zelte von mir angezündet und mich sogar bespuckt. Seltsam, oder?

      • Bene sagt:

        Wieso hat dann anscheinend der achsolose und unabhängige Bund beschlossen, dass Burschenschaftler nicht dabei sein dürfen in einem seltendämlichen text? Wieso können dann plötzlich die 20 Leute für 270.000 sprechen oder denken alle 270.000 (wobei die Zahl ziemlich hoch gegriffen ist), dass die Leute die die Humboldtuni in Berlin mehrmals auseinandergenommen haben nur wegen Bildungsstreik “verfolgt” werden? Auf dem Plakat von der Polizei steht dick drauf “Vandalismus, Hausfriedensbruch, Diebstahl” und ähnliche Sachen. Gehört Vandalismus oder Diebstahl zum Bildungsstreik? Da wird sich nicht von distanziert sondern das wird durch den Artikel hier auf der HP noch gutgeheißen

        Zu den Gruppen: Ich bin schon vorsichtig welche Gruppen ich mitnehme. Wenn ich zwischen einem SDAJ und Burschenschaften wählen müsste würde ich schon länger überlegen müssen wen ich mitnehme.
        Ich habe hier keinerlei leute verspottet oder bedroht oder bespuckt…weiß auch nicht wer das jetzt genau war. Auf einem Video ist aber zu sehen wie an der Humboldtuni eine jüdische Ausstellung zerstört wurde, Menschen bedroht und beleidigt wurden etc und das von Teilnehmern einer solchen Demo.

        “Darüber hinaus ist es lächerlich Leute zu beschuldigen, sie würden ihre Verantwortung abgeben, wenn sie eine Demo beenden, aber moralisch wären sie ja immernoch für alles verantwortlich was vor, während oder nach der Demo passiert” Ähm wieso ist das lächerlich? Natürlich geben die die Verantwortung rein rechtlich ab aber sie können auch während der Demo schon teils dagegen agieren. Wenn ich auf Videos alkoholisierte Minderjährige sehe die als “Ordner” aktiv sind und als erstes mal anfangen den Kameramann zu beleidigen dann hat man da was verpennt.

        __________

        Benedikt Körner (AStA Uni Duisburg-Essen, Referat für Sozialpolitik, RCDS)

  10. Piraten unterstützen den Bildungsstreik in Heidelberg « Piratenpartei Baden-Württemberg sagt:

    [...] in Österreich und der Besetzung des Audimax der Universität Wien. Deutschlandweit sind weitere Proteste des Bildungsstreiks ab dem 17. November geplant, dessen Forderungen sich zum Teil auch im Wahlprogramm der [...]

  11. Hanno Wisiak sagt:

    Liebe KollegInnen!

    Der ehemalige Dekan der geisteswissenschaftlichen Fakultät an der Uni Graz hat gestern in einer Soli-Lecture im befreiten Hörsaal A gesagt: “Diesmal schafft ihr es!”
    In diesem Sinne: Befreit an allen Unis – in Deutschland und anderswo Hörsäle!

    Herzliche und solidarische Grüße aus dem befreiten Hörsaal A der Uni Graz in Österreich!

  12. Völker hört die Signale... sagt:

    BND-Praktikanten und Spalter bitte raus und die Klappe halten….kann das mal jemand löschen da ob oben

  13. WUZIs Philosophie » Blog Archive » Uniproteste in Deutschland #unsereuni #unibrennt sagt:

    [...] https://bildungsstreik.net/auftakt-zum-heisen-herbst/ [...]

  14. aus Freiburg sagt:

    Hallo an alle!
    Ich finde es super das es in die nächste Runde gehen soll! Aber wo sind alle die Leute? ICh habe bei mir in Freiburg nach nicht ein Plakat oder Aufruf gesehen! Es ist schwer sich zu engagieren und mit zu machen, wenn es neimand weiß! Wo ist die Asta?

    “Stell dir vor es ist Bildungsstreik und keiner weiß es…”

  15. Anja sagt:

    Also Deutschland streikt mal Mit dass wir gemeinsam was erreichen! Oesterreich ist so klein und die Bewegung und Stimmung ist so gewaltig wie ich sie zu Hause in Deutschland noch nie erlebt hab. Lasst mal sehen dass wir Deutschen das auch koennen :-)

  16. Jenni sagt:

    Hallo Leute,

    gibt es schon einen Plan an welchem Tag in welcher Stadt was passiert?

    Wäre ganz hilfreich.

    Danke

    Jenn

  17. Twitgeridoo sagt:

    Jausen!

    Ab dem 17.11. machen wir “denen da oben” nochmal so richtig Dampf! :)
    Lasst uns die Kessel schon mal anheizen…

    Beste Grüße,
    Edward

  18. Stevo sagt:

    Hallo Zusammen!

    “BND-Praktikanten und Spalter bitte raus und die Klappe halten….kann das mal jemand löschen da ob oben”
    @Völker hört die Signale: Solche Aussagen verhindern, dass sich wirklich etwas ändert. Mich haben die Beiträge von Bene und Benni dazu bewogen, selbst etwas zu dieser Diskussion beizusteuern. Letztlich denke ich, dass wir hier alle gegen Zensur sind, und auch die Meinungen Andersdenkender akzeptieren sollten, sodass es allein um die Sache geht.

    Ich engagiere mich seit vielen Jahren im FSR, war auf auch einigen Demonstrationen und habe unseren Senat mit besetzt, als unser Rektor verhindern wollte eine öffentliche Diskussion über die Einführung von Studiengebühren zu führen (Bochum).
    Aktuell kämpfen wir für den Erhalt einer mehr oder weniger adäquaten Lehrsituation an unserem Institut, die von der Universität bzw. dem Land gewährleistet sein muss und nicht über Studiengebühren finanziert werden soll.

    Ein großes Problem, was ich sehe und was aus meiner Sicht verhindert, dass sich die Proteste zu einer ernsthaften Bewegung ausdehnen, ist der, sagen wir mal 68`-Habitus mancher Redensführer.
    Damit ich nicht falsch verstanden werde, ich halte Dutschke für eine große Persönlichkeit der deutschen Zeitgeschichte und die Bewegung von damals für etwas ausgewöhnlich Gutes! Aber es wurden auch Fehler gemacht und ich habe den Eindruck, dass das manchmal einfach ignoriert wird.
    Und ich habe oftmals das Gefühl, dass es nicht um die Sache geht, sondern um eine Art linken Lifestyle.

    Wenn wir etwas erreichen wollen, brauchen wir Mehrheiten.
    Und man muss versuchen diejenigen zu mobilisieren, die ein latentes Interesse daran haben sich zu engagieren.
    “Dilemma, either you say nothing to a lot of people/or you try and kick some sense to a minority of equals” (Promoe).
    Dies funktioniert aber nicht, indem man einfach nur Parolen ruft und gegen etwas ist, sondern man muss für etwas anderes sein und ein schlüssiges Konzept erarbeiten, einen vernünftigen Gegenentwurf vorlegen und für diesen streiten, ggf. Kompromisse mit dem politischen Gegener eingehen und die Sache Schritt für Schritt voranbringen.

    Der Widerstand muss kreativ sein und viele Facetten haben.
    Der Widerstand muss konstruktiv sein und die Sache in den Vordergrund stellen.
    Der Widerstand muss nachhaltig sein und die Menschen einbinden.

    Das müssen wir, jetzt und hier schaffen!

    Viele Grüße
    Stevo

  19. Uwe sagt:

    Wenn so manche der Protestierenden meinen, dass sie allein die Gesellschaft ändern können, muss ihnen bei aller Sympathie, jawohl Sympathie gesagt werden, dass das eine Illusion ist. Nach spätestens einem Semester ist das vorbei, die Aktion. Der Zweck der ‘Reformen’ von oben ist doch, angepasste Kreaturen für die sogenante freie Wirt- schaft und den kapitalistischen Staatsapparat zu erzeugen, Kriecher, die dann später für ihre Karriere auf anderen abhängig Beschäftigten herumtreten sollen, während sich Großbanker ins Fäustchen lachen. Trotzdem, was hier geschieht, ist kein Streik. Der trifft direkt die Produktion und dann hat man die kapitalistischen Bosse wirklich an ihrem empfindlichsten Punkt, denn die lassen heute just in time arbeiten, das Lager ist die Autobahn usw. . Was hier geschieht, ist massenhafter Protest von Studierenden und Schülern, die sich entscheiden, für was für eine Gesellschaft in der Zukunft sie eintreten wollen. Wenn sie nur für Privilegien eintreten, werden die Arbeiter, die Arbeitslosen sie nicht unterstützen.
    Also, wenn ihr wirklich was verändern wollt unterstützt die Arbeiter bei Aktionen, geht mit ihnen gemeinsam auf die Straße. bei GM Opel in Bochum, in Rüsselsheim, in Eisenach, geht und unterstützt die Montagsdemonstrationen in verschiedenen Städten, unterstützt die Opposition gegen die Verarmungsgesetze der alten wie der jetzigen Regierung. Das ist dann was auf lange Sicht und das braucht aber langen Atem. Aber das hat dann auch Zukunft. Nicht dabei stehen bleiben, für bessere Bildung zu kämpfen, auch wenn das alles voll berechtigt ist. Denn eine Bildung, die wirklich für alle da ist, wird es erst in einer Gesellschaft geben, wo es weder Börse noch Kapitalisten mehr gibt, wo die einfach abgeschafft sind. Und bis da gibt es einiges zu tun. Ihr tragt schon jetzt dazu bei. Glückwunsch Uwe

  20. Protest-Aktionen gegen neoliberale Bildungsoffensiven sagt:

    [...] In Österreich gibt es bereits seit dem 22. Oktober massivste Proteste im Bildungssystem!…“ Einen Aufruf zu dezentralen Aktionen auch in Deutschland auf der Bildungsstreik-Aktionsseite finden Sie hier… [...]

Kommentar zu Mo abgeben