Bonn

bonn

  • FReiE BildunG BonN
  • Schülerstreikkomitee / Bonner Jugendbewegung
    Presse E-Mail:

31 Kommentare zu „Bonn“

  1. Sophie sagt:

    Liebe Mitstreiter_innen,
    Infos zum Schülerstreikkomitte gibt es unter http://sskbjb.de.vu/, Infos zur fReieN biLdunG gibts unter http://freiebildung.blogsport.de/!!!
    Bonn sucht weiterhin neue Aktive – kommt einfach vorbeit und macht mit!

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  2. Leon sagt:

    Ich dachte eigentlich, dass es “Schülerstreikkomitee/ Bonner-Jugendbewegung (SSK/BJB)” heißt… Und nicht “Schülerstreikkomitte Bonn/ Bonner Jugendbündnis”…

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  3. Marius sagt:

    Schade, ich hätte gerne mitgestreikt, aber ich bin auf Klassenfahrt :(

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  4. Lemontree sagt:

    Bildungsstreik 2009!
    Ich mache grade die 10. Klasse zuende und habe
    am 19. Juni meine Abschlussfeier an der Bertolt-
    Brecht-Gesamtschule. Ich streike 100% mit!

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  5. Julian Koch sagt:

    Hallo Mitstreiter,

    ich wollte euch auf eine genehmigte Mahnwache gegen Studiengebühren vor der Düsseldorfer Staatskanzlei am 15.06 von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr Aufmerksam machen. Wenn ihr teilnehmen oder euch informieren wollt meldet euch bei der studivz Gruppe Blockade zum bundesweiten Bildungsstreik 2009 an, oder schreibt mir eine kurze Mail an

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  6. Rebekka sagt:

    Ironie des Schicksals. Genau in er Streikwoche schreiben wir 3 Arbeiten die ich so kurz vor dem Endspurt unmöglich verpassen kann. Leider! Ich hätte so gerne mitgestreikt … Na, vielleicht komme ich wenigstens Nachmittags nochmal dazu, wenn mir das Lernen keinen Strich durch die Rechnung macht. Ich hoffe doch.

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  7. DJ FB sagt:

    War echt cool heut Morgen

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  8. Illy sagt:

    Kurze Frage, habe heute irgendwie zu lahm geschaltet um mit zu demonstrieren. Weiß jemand vielleicht welche Aktionen morgen und übermorgen im Köln-Bonner-Raum noch geplant sind?

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    • Esther sagt:

      Hi Illy,

      wir treffen uns alle morgen um 11:15 in Hörsaal 1 in der Uni Bonn um weitere Aktionen zu planen…

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  9. Rosii sagt:

    Ist bald wieser einer??
    & Wann?? Ich hab gehört heute sollte einer stattfinden aber irgendwie nicht. :’D

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  10. Michael D. sagt:

    Ein Hallo an das Bildungsstreik-Bündnis in Bonn. Wie ich bei meinem Örtlichen Bildungsstreik-Bündnis (Düsseldorf) erfahren habt, müsstet ihr vielleicht noch T-Shirts haben. Habt ihr noch einige Streik-Tshirts???

    Bitte melden, mit freundlichen Grüßen, Michael (BB Düsseldorf)

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  11. tobi sagt:

    Hallo zusammen,
    bin für ein paar Wochen in Bonn und würde mich gerne bei hier stattfindenden Aktionen beteiligen. Gibt es geplante aktionen, termine, ansprechpartner?
    würde mich über infos freuen!
    vielen dank und weiter so, es tut sich wieder was…

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  12. paula sagt:

    hey wann wie wo?? also für bonn den unsere klasse möchte gern mit streiken und ich wolte infos bei schaffen aber finde nichts im netz lg paula

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  13. Twitgeridoo sagt:

    Auch in Bonn wird ab dem 17.11. gestreikt.

    Diesmal werden unsere Forderungen noch energischer kommunizieren!

    Viele Grüße,
    Edward

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  14. tobi sagt:

    gibts dazu konkretere Infos? Österreich und halb Deutschland ist am brennen, und in manchen städten geschiet nichts!
    Möchte aber auch nicht meckern, da ich hier in Bonn nicht studiere

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  15. Eike Block sagt:

    Hi Leute,

    die Links oben gehen irgendwie nicht. Wann und wo findet denn am Dienstag etwas statt?

    Lieber Gruß,
    Eike

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  16. tesa sagt:

    also soweit ich weiß ist am 17.11. ab 9.00 (kaiserplatz) eine Demo angesagt
    der kaiserplatz ist zwischen (bus)bahnhof und dem unihauptgebäude

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  17. Rene sagt:

    Ich finde es ja unter aller Sau, dass sich der Allgemeine Studierendenausschuss der Uni Bonn, also die, die uns Vertreten sollen, sich von den bundesweiten Bildungsstreiks distanzieren. Sie tun dieses demokratische Recht als Unfug ab und sind der Meinung, dass die Demonstranten kriminelle sind, die sich vornehmlich durch Krawall auszeichnen.

    Ich bitte daher jeden Bonner Studenten: Wählt bei der nächsten Glegenheit diesen rechten AStA ab! Wir brauchen Vertreter, die sich um die Wünsche der Studenten kümmern und nicht nur ihrer großen, angeblich christdemokratischen Mutterpartei nach dem Mund reden! Eine Bonner Uni für alle! Nicht nur für €liten!

    Liebe Grüße!

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  18. Schüler aus Bonn sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    machen Sie doch mal einen Bildungsstreik am Nachmittag, nicht während der
    Schulzeit.

    Dann möchte ich mal sehen, wie viele politische engagierte Schülerinnen und Schüler
    die Stadt Bonn hat. Und wie viele das Bildungssystem wirklich überarbeitungsfähig finden.

    Mit freundlichen Grüßen

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  19. j. sagt:

    Der Hörsaal I im Hauptgebäude der Uni Bonn ist besetzt! Wir brauchen Verstärkung!

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  20. Simbel sagt:

    @Twitgeridoo: Haben wir uns wieder verpasst? War gestern gegen 13:00 Uhr für eine halbe Stunde in Hörsaal 1. Bin fast fertig mit meinem Kiosk, dann werde ich mich wiederer unserer “Mission” zuwenden ;)

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  21. s. sagt:

    Finden morgen und vor allen Dingen auch noch nächste Woche noch Streiks statt?Ich finde die Forderungen teilweise etwas utopisch in bezug zu unserem System.Ich meine,die Forderungen wollen ja auf ein Ziel hinaus,was weit über das Studium reicht.Es geht ja schon fast darum,das ganze System umzukrempeln..nicht dass das schlecht wäre,aber ist das nicht utopisch?

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  22. Yannick sagt:

    Respekt und viel Kraft beim Weitermachen an alle Aktive und Mitstreikende in Bonn.
    Gleichzeitig muss ich, wenn ich mir die Nachrichten über Bonn anschaue, doch schwer schmunzeln, obwohl es eigentlich zum Heulen ist. Ich erinnere mich da an das Bundesweite Treffen bei euch, wo die Stalinistentruppe um das Königspärchen L. und S. die Gastgeberrolle missbrauchte, um ihre politischen und strategischen Analysen mit aller Gewalt durchzusetzen, was mit viel Stress nur zum Teil verhindert werden konnte. Grundpfeiler vieler abstrusen Fehleinschätzungen damals, wenige Wochen nach der ersten Bildungsstreikwelle, war die Annahme, dass bei euch alle Hummeln im Arsch haben und deswegen spätestens im November durchgestartet werden müsse. Dass es jetzt voll abgehe.
    Mit ein paar hundert Leuten auf der Demo und einem späten, kläglich gescheiterten Besetzungsversuch scheint der Mythos ja wohl aufgelöst. Auch die 17. September-Demo, die ja von einigen als neuer Meilenstein glorifiziert und jede andere, fundiertere Einschätzung ignoriert wurde, war ein völliger Flop.
    Die, die nicht beim besagten Treffen im Juli dabei waren, sollen sich durch meinen Beitrag nicht angepisst fühlen. Höchstens gucken, dass sie ihre eigene Einschätzung der Lage finden und das nicht einer Gruppe überlassen, deren politisches Urteilsvermögen… nun immerhin um die ein oder andere Erfahrung reicher ist.

    Yannick aus Heidelberg
    (wo seit 16 Tagen als erste deutsche Stadt im Herbst besetzt wird, tschuldigung)

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  23. Studentin sagt:

    http://bildungsstreikbonn.blogspot.com/
    Livestream: http://de.justin.tv/bildungsstreik_bonn

    Momentan ist Hörsaal 10 im Uni-Hauptgebäude besetzt.

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  24. L.K. sagt:

    Wir suchen DRINGEND(!!) einen Aktivisten des Bildungsstreiks, der bereit wäre, am Freitag den 4. Dezember an einer Demo unseres Gymnasiums(Konrad-Adenauer Gymnasium Westerburg) eine Kundgebung zu halten.
    Hier die Fakten:
    Wir als Schülervertretung haben uns dazu entschlossen, ab 12.20Uhr an unserer Schule zu streiken, eventuell mit einer kurzen Podiumsdiskussion mit anschließendem Demonstrationszug durch die Stadt Westerburg(Westerwaldkreis) und einer Abschlusskundgebung. An dieser Stelle suchen wir noch dringend nach 2-3 Aktivisten,die bereit wären, an unserer , wenn auch kleinen Demo, teilzunehmen und uns zu unterstützen, damit das ganze nicht bloß in einem kleinen Umzug von 20 Personen endet. Wir hoffen auf Unterstützung seitens der Studenten, da wir wahrscheinlich selbst in einem Jahr die Entscheidung für oder gegen ein Studium treffen werden.
    Danke schonmal im Vorraus.
    L.K.

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  25. Wicki sagt:

    http://www.bildungsstreik-koeln.de/koelner-erklaerung

    Am 26.November 2009 erklärten sich die Lehrenden der Kölner Universität mit ihren streikenden Studenten durch die Vorstellung der Kölner Erklärung „Zum Selbstverständnis der Universität“ solidarisch. Diese Erklärung wurde am 30. November 2009 im Internetauftritt des Bildungsstreiks Köln veröffentlicht und zur Unterzeichnung freigegeben. In den ersten vier Tagen wurde sie schon von weit über 600 Personen unterzeichnet, in erster Linie von Studenten und Mitarbeitern der Universität Köln.
    Verfasst von den LEHRENDEN der Uni Köln, ist sie im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks einzigartig in der Radikalität ihrer Forderungen. Seht selbst und sagt es weiter!

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  26. Schülerin aus Bonn&Mitglied des SSK/BJB sagt:

    Um auf YANNIKS Kommentar einzugehen:
    Respekt und viel Kraft an ALLE Aktiven und Mitsreiter in ganz Deutschland;-)!
    Ich find es ziemlich schade und sinnlos, wenn wir innerhalb unserer Bewegung Spannungen wachsen lassen und uns gegenseitig schwächen!
    Hey, wir alle, in Heidelberg, in Bonn, in ganz Deutschland, kämpfen für ein besseres Bildungssystem! Unsre Forderungen sind eure Forderungen und wir haben eine ganz andere Opposition als uns selber!
    Um ein paar Fehlinformationen richtig zu stellen: wir waren über 1000 Demonstranten am 17.11. in Bonn und unsere Uni war wochenlang besetzt, obwohl dir Polizei repressiver als an vielen anderen Orten gegen die Studenten vorgegangen ist!
    Seit dem 17.11. sind in Bonn endlich auch die Studenten aktiv geworden und unser Bündnis wächst und wächst!
    Sollten wir uns nicht lieber über Erfolge anderer Städte und Mitstreiter freuen? Sollten wir uns nicht gegenseitig unterstützen? Protest bröckelt, wenn in den eigenen Reihen Streit und Unstimmigkeiten entstehen, wenn wir nicht zueinander halten und realisieren, dass wir alle an einem Strang ziehen!
    Auch wenn über einen weiteren Streik im November unterschiedliche Meinungen bei dem vernetzungstreffen in Bonn bestanden und ziemlich kontrovers siskutiert wurde, kann ich im Nachhinein nur sagen: Wir rocken! Und endlich haben die Politiker ganz offensichtlich Hummeln im Arsch! Und darauf kommt es und jetzt an! Wollen wir nicht alle endlich konkrete Veränderungen im Bildungswesen sehen? Wollen wir nicht alle unsere Forderungen umgesetzt sehen? Bachelor/Master wurde grundlegen überarbeitet, Studiengebühren wurden in einigen Ländern wieder abgeschafft, Bafök wird aufgestockt,…und alles nur, weil genug Leute Hummeln im Arsch haben!
    Damit keine Missverständnisse entstehen, möchte ich außerdem an dieser Stelle klarstellen, dass die Bonner Jugendbewegung überparteilich und in dem Sinne politisch unabhängig ist. Die generelle politische Einstellung von Einzelnen darf nicht dominieren! Der Bildungsstreik darf, ohne Frage, nicht instrumentalisiert werden! Als Mitglied der Bonner Jugendbewegung kann ich das nur bestätigen und dir vergewissern, dass wir uns von jeglichen hirarschischen Verhältnissen distanzieren: Es gibt kein Königspärchen. Es gibt eine breite Bewegung mit dem Ziel dieses Bildungssystem zu verbessern!
    In diesem Sinne: Kämpfen wir weiterhin gemeinsam, ohne Vorbehalte, für ein anderes, besseres Bildungssystem!
    Wow, Heidelberg rockt ma wieder voll….gutes Durchhaltevermögen!

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  27. Learyon sagt:

    Hey,
    Ich weiß morgen ist wieder bildungsstreik in bonn, aber wir haben es zu knapp erfahren. Gibt es noch weitere geplante Termine und kann mir einer von euch Infos darüber zukommen lassen, damit wir auf jeden fall beim nächsten mal unsere gesamte oberstufe hinschicken können? wäre toll. vielen dank im voraus, meine e-mail adresse:

    LG Learyon (FWS Oberberg)

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  28. Ein LUST-Aktiver sagt:

    Hallo zusammen,

    anbei ein Flugblatt “Nie wieder Ausbildung!”, das auf der heutigen Demonstration in Bonn verteilt wurde.

    NIE WIEDER AUSBILDUNG!

    Seit dem letzten Bildungsstreik im November 2009 hat sich die Lage der Schulen und Hochschulen kaum verändert. Auch wenn die Protestbewegung die Kultusministerkonferenz zu kosmetischen Eingriffen gedrängt hat, macht sich beim Bildungsstreik Frustration breit. Die hartnäckigen Bemühungen „haben bei den Verantwortlichen in Medien, Wirtschaft und Politik (..) zu wenig Wirkung gezeigt“, wie im Aufruf zu ihrem Aktionstag am 22. April bemängelt wird. Immer noch ist das Ausbil-dungssystem ein hässlicher Sektor, an dem alle um die Erlangung von Zertifikaten und Leistungspunkten ringen, weil er die einzige – und zunehmend zerbrechliche – Hoffnung ist, einen Job zu erlangen.
    Die Protestaktionen des Bildungsstreiks orientieren sich mit einigem Recht am Mach- und Greifbaren, wenn sie etwa den Masterzugang für alle und eine Übernahmegarantie für Auszubildende for-dern, weil aktuell nur solche Dinge den Abstieg in die Hartz-IV-Maßnahmen abwenden können. Zugleich ist der verinnerlichte Zwang zur Jagd nach Abschlüssen das Gegenteil von „selbstbestimmte[n] Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungsdruck und Konkurrenzdruck“, das der gleiche Aufruf einfordert. Worin bestehen die Widersprüche?

    Bildung oder Ausbildung?

    Um Bildung von dem zu unterscheiden, was tagtäglich in den Schulen und Hochschulen passiert, muss man sie von der reinen Wissensvermittlung abgrenzen. Bildung ist mehr als das reine Anhäufen von Wissensbrocken. Sie ist auch von Ausbildung zu unterscheiden, da diese für ein standardisiertes Zeugnis veranstaltet wird, um damit eine ökonomische Funktion oder staatliche Rolle erfüllen zu dürfen.
    Für gelingende Bildung ist entscheidend, dass mit ihr eine zwanglose Selbst-Bestimmun gegenüber den Mitmenschen, den gesellschaftlich produzierten Dingen und der – eigenen – Natur möglich ist. Soll Bildung für das Individuum frei sein, darf sie nicht von den Nützlichkeitserwägungen des Kapitals oder des Staates abhängig sein. Bildung als persönlicher Selbstzweck ist aber kein Ziel in den staatlichen und privaten Lehranstalten, wo Erfolg durch den benoteten Abschluss, einen akademischen Grad und eine berufliche Karriere ausgedrückt wird.
    Es sollte in der aktuellen Auseinandersetzung um die prinzipielle Aufhebung der äußeren und inneren Zwänge gehen, die die Einzelnen nach Abschlüssen und Credit Points streben lassen und sie Tag für Tag der Zurichtung aussetzen. Für ein seine Freiheit liebendes Individuum ist die Ausbildung für Beruf und Akademie tatsächlich „umsonst“, also vergebens, weil sie vor allem dem künftigen Verkauf der Arbeitskraft und den guten Staatsbürgermanieren verpflichtet ist.
    Die Bildungsstreikenden behaupten dagegen, dass es erst der Studiengebühren bedurfte, damit „Bildung zu einer individuellen Investition für den Arbeitsmarkt degradiert[en] und ihres kritischen Potentials beraubt“ wurde. So wird der Aus-bildungsbetrieb vor der Einführung der Langzeitstudiengebühren durch die rot-grüne Landesregierung im Jahre 2004 aus der Kritik genommen und seiner schon damals reichlich erbärmlichen Existenz ein Potential angedichtet, das jeder Lernende immer erst gegen seinen eigentlichen Ausbildungszweck erstreiten musste und immer noch muss.
    Mit ihrer eingängigen Formel „Die Bildung gehört allen!“ deutet der Bildungsstreik dagegen an, dass Selbst-Bestimmung ihrerseits als besitzergreifendes Gemeinschaftsprojekt gedacht und damit eine zwanglose Bildung durchkreuzt wird.

    Gemeinnutz, Eigennutz und „radikale Demokratisierung“

    Der Bildungsstreik kritisiert eine zunehmende Ausrichtung „an wirtschaftlichen anstatt an gemeinwohlorientierten Interessen“. Als geeignetes Mittel dagegen empfiehlt er eine „öffentliche“, also staatliche Finanzierung des Bildungssystems und eine „radikale Demokratisierung“. Der Staat ist aber nicht die neutrale Schutzmacht, welche in der Lage ist, das Bildungswesen vor der kalten Logik des Wettbewerbs und den wirtschaftlichen Zwängen zu schützen. Dieser ist vielmehr ein mächtiger Akteur im internationalen Forschungswettbewerb. Die meisten Drittmittel für die Hochschulen liefert zum Beispiel die staatlich finanzierte „Deutsche Forschungsgemeinschaft“(DFG). Eine milliardenschwere „öffentliche Bildungsfinanzierung“ kann auch dann keine freie Bildung erzeugen, wenn sie um weitere Milliarden Euro erweitert wird.
    Denkt man zusätzlich die geforderte „radikale Demokratisierung“ konsequent zu Ende, also die politische Herrschaft aller Bildungsteilnehmer über alle (Bildungs-)Fragen, so ergibt sich daraus noch keine freie Bildung im Sinne des Einzelnen. Wie soll man sich auch dann zum Beispiel ein kostspieliges Erkenntnisvorhaben finanzieren lassen, das der überwältigenden Mehrheit inhaltlich nicht passt? Auffällig ist, dass die demokratischen Bildungsprotestler das Grundrecht der „Freiheit von Forschung und Lehre“ zu keinem Zeitpunkt anführen, um eine zentrale Minimalbedingung von Bildung in den aktuellen, von Selbst-Bestimmung entfremdeten Verhältnissen zu verteidigen.
    Stattdessen werden mit „radikaler Demokratisierung“ und „Selbstverwaltung“ Dinge gefordert, die auf eine Verstaatlichung des Menschen und nicht auf eine Überwindung der politischen Herrschaft über die Bildungsanstrengungen hinaus laufen. Mit Demokratie, welche wörtlich Herrschaft des Volkes bedeutet, lässt sich ein Ende der Bedrängung durch mysteriöse „gemeinwohlorientierte Interessen“, wie sie der Streikbewegung vorschweben, jedenfalls nicht denken.

    Für ein Ende der Ausbildung

    Die Bildungsstreikbewegung kämpft also letztlich für eine Verbesserung des staatlichen Ausbildungsbetriebs. Die notwendige Entfesselung der Bildung aus den Bürgerpflichten und der Arbeitskraftvernutzung ist nicht ihr Projekt.
    Freie Bildung lässt sich nicht erstreiken und auch nicht per Gesetz verordnen. Eine nicht-gewalttätige Selbst-Bestimmung und selbst erzeugte Lebensgestaltung ist versperrt. Bis zur revolutionären Aufhebung der Verwertungsimperative von Staat und Kapital, die dafür notwendig wäre, kann in den Ausbildungsanstalten allenfalls ein kostenloser Rahmen für Kritik entstehen.
    Es geht um eine Kritik, die man selbst entfalten muss und die bedeutet, sich der konstruktiven Verbesserungsvorschläge für eine absurde Gesellschaftsformation zu enthalten. Diese stumpfen Rituale, welche man schon im Politik-, Geschichts- und Sozialwissenschaftsunterricht der Schulen trainiert, werden in der Universität auch nicht besser. Der herrschende Zwang zur Wahl oder zum kreativen Mitmachen führt keineswegs aus dem Elend des Ausbildungszwecks.
    Kritische Tagesaufgabe wäre vielmehr, an einem Begriff von Bildung festzuhalten, dessen sich kein wie auch immer demokratischer Staat würdig erweisen könnte und der so zwanglos wäre, dass er die Parole „Bildung für alle – und zwar umsonst!“ als sinnlosen Befehl eines Gemeinschaftskults erkannte. Sehr dazu passende Worte hat bereits 1908 Karl Kraus gefunden:

    „Dass Bäcker und Lehrer streiken, hat einen Sinn. Aber die Aufnahme der leiblichen oder geistigen Nahrung verweigern, ist grotesk. Wenn es nicht etwa deshalb geschieht, weil man sie für verfälscht hält. Die lächerlichste Sache von der Welt ist ein Bildungshunger-streik. Ich stimme schon für die Sperrung der Universitäten; aber sie darf nicht durch einen Streik herbeigeführt werden. Sie soll freiwillig gewährt, nicht ertrotzt sein.“

    FRAGEN, KRITK ODER ANREGUNGEN?

    Die LUST lädt alle Interessierten ein, am Dienstag, den 27. April 2010 um 20.30 Uhr im Buchladen Le Sabot (Breite Str. 76, Bonn-Altstadt) über das Elend der Lehranstalten, einen belastbaren Begriff von Bildung und die Bedingungen für gelungene Bildung zu diskutieren. Wir freuen uns auf eine rege Debatte.

    Weitere Informationen: http://www.lust-uni-bonn.de

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  29. weber sagt:

    Der Begriff bezieht sich sowohl auf den Prozess („sich bilden“) als auch auf den Zustand („gebildet sein“). Somit sind nach meinem ermessen Rechte aber auch Pflichten damit verbunden.
    Das Recht auf Bildung hat jeder, auch die Pflicht sich dafür persönlich einzusetzen. Somit sind Schul-/Unibesuche und daraus resultierende Aufgaben Pflichtprogramm.
    Und sind wir doch ehrlich, keine Lust, nicht gelernt, Wettter zu schön oder zu schlecht ect. ergo wird an der Schule/Uni vorbeigegangen…
    und am Ende ist jeder in der Gesellschaft Schuld, nur man selbst nicht, dass es mit der Bildung nicht weit her ist…
    Es ödet mich an. Bildung für alle, aber bitte doch ohne Arbeit für einen selbst…
    Das Leben ist kein Zuckerstange und auch kein Wunschkonzert.

    Alle Schulformen müssen erhalten bleiben, erst dann ist ein Förderung jedes Menschen möglich.
    A bitur nach 13. Jahren ist weiterhinsinnvoll.

    Auch die Erziehungsberechtigten sind aufgerufen sich um die Belange Ihrer Nachkommen zu kümmern. Dazu gehören unteranderen auch die “langweiligen” Elternabende, die fast kaum von den Eltern wahrgenommen werden. Auch ein Intersse an den Lernkontrollen/Hausaufgaben, die erforderlich sind und somit zu den Pflichten des Lernenden gehören, sind sicherlich von Interesse.

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  30. micha-eine Mutter aus den 80gern sagt:

    http://www.youtube.com/watch?v=9lNwoTbi7M8

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