Eichstätt

„Wir lassen uns nicht verschaukeln“ – Bildungsstreik 2010
Im vergangenen Jahr sind in vielen Städten tausende Studierende gemeinsam mit an- deren auf die Straße gegangen um gegen die Missstände im Bildungssystem zu pro- testieren. Auch in Eichstätt arbeiteten die Studierenden ihre Forderungen aus und ü- berreichten sie der Hochschulleitung.
Nachdem die Studierenden mit einer Reihe von Versprechungen beruhigt worden wa- ren, passierte lange Zeit nichts. Mittlerweile wurden mit monatelanger Verzögerung die anstehenden Veränderungen veröffentlicht. Da es sich in den meisten Punkten je- doch eher um Kann- als um Muss-Regelungen handelt, sind nur minimale Verbesse- rungen zu erwarten. „Viele Punkte wurden nach der Ganz-Ohr-Veranstaltung der Hochschulleitung im letzten Semester einfach unter den Teppich gekehrt und tot ge- schwiegen“, kritisiert Veronika Kopf, Pressesprecherin des AK Freie Bildung.
Aus diesem Grund wird es auch in Eichstätt erneut Aktionen geben. Unter dem Motto „Wir lassen uns nicht verschaukeln“ versammeln sich die Studierenden am Mittwoch, den 9.6., um 11.30 vor der Universität. Unter anderem mit einem „Human Banner“ wollen sie ihren Ärger über die fehlende Transparenz und über die Hinhaltetaktik de- monstrieren.
Eine der wichtigsten Forderungen ist die Verringerung der Prüfungslast. „Damit ist keineswegs die Reduzierung auf Klausuren und der Wegfall aller anderen Prüfungs- formen gemeint“, merkt Kopf an. Vielmehr sollen alternative Prüfungsmethoden an- geboten und zur Wahl gestellt werden.
Nicht nur in diesem Punkt, sondern unter anderem auch bei der Auswahl der einzel- nen Module muss die Wahlfreiheit ausgebaut werden, um Selbstbestimmung zu ge- währleisten und den Bachelor studierbar zu machen. Im Anschluss daran muss jedem Studierenden die Möglichkeite eines Masterstudiums offen stehen. In vielen Berufs- feldern qualifiziert ein Bachelorabschluss nicht ausreichend, da bei einer viel geringe- ren Semesteranzahl nicht das gleiche Stoffpensum erarbeitet werden kann.
Weiterhin bestehen bleiben auch die Forderungen nach der Abschaffung der Studien- gebühren, da diese eine sozial ungerechte Hürde darstellen, und der Ausbau der stu- dentischen Mitbestimmung. Als zahlenmäßig größte Gruppe an der Universität sollte ihr mindestens eine paritätische Stimmenzahl in allen Gremien gewährt werden.
Für Rückfragen steht Ihnen jederzeit zur Verfügung:
Veronika Kopf (Pressesprecherin AK Freie Bildung Eichstätt) – 0172-8433287

Kommentieren