Hörsaal in Potsdam besetzt

Nach der heutigen Vollversammlung der Studierenden der Uni Potsdam wurde in Solidarität mit Münster, Heidelberg und den österreichischen Unis auch das Audimax am Neuen Palais spontan besetzt!
Wir bekräftigen erneut unsere Forderungen des Bildungsstreiks im Sommer 2009:

* mehr Selbstbestimmung für Lernende
* die Demokratisierung des Bildungssystems
* die öffentliche Ausfinanzierung jeglicher Bildungseinrichtungen
* die Verbesserung von Lehr- und Lernbedingungen
* die Abschaffung von Selektion und dem damit verbundenen Konkurrenzdenken
* eine kostenfreie Bildung und gleiche Chancen für alle

Der AStA unterstützt diese Aktion und stellt sich erneut hinter die Forderungen!
Also kommt vorbei und macht mit!
Damit wir uns diese Chance auf ein besseres Bildungssystem nicht entgehen lassen!!!

Kontakte:
Mail: [email protected]
Website: Bildungsstreik Potsdam

12 Kommentare zu „Hörsaal in Potsdam besetzt“

  1. hanswurst sagt:

    Bei allem Respekt leute, ich schätze euer Engagement wirklich. Es geht um eine gute Sache und es ist wichtig, dass sich jemand dafür einsetzt!!

    Aber glaubt ihr wirklich, dass ihr mit “Hörsaalbesetzungen” etc. was erreichen könnt!??? Wen außer den Hausmaister stören denn die Studenten, die dort übernächtigen?? ^^

    Ein bisschen Aufsehen erregen wäre vielleicht ganz sinnvoll; also zB betreffende Ministerien blockieren etc…Diese Hörsaalaktionen sind wie Stinkbomben auf Walfangboote werfen…

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    • Eloy sagt:

      natürlich hast Du recht hanswurst, vor allem da scheinbar von “oben” die Pressse-Direktive ausgegeben wurde (ich bin auch nur sehr zufällig über diese Aktionen gestolpert da ich in ZiB/ORF etwas über die österreichischen Aktionen gesehen habe), aber es ist doch trotzdem mal ein guter Anfang – oder? :-) und es muß ja nicht beim Anfang bleiben ^^

      Grüße aus München

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    • sit sagt:

      @hanswurst: irgendwo muss man ja mal anfangen.. und da liegts doch nahe dass studenten dies in der uni und den hörsäälen tun :) und in österreich haben die studenten es immerhin schon zu debatten im tv und anderer medienaufmerksamkeit geschafft..

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  2. mistermalte sagt:

    mein lieber hanswurst,

    wenn du eine ahnung hättest, was in wien gerade passiert, würdest du eine hörsaalbesetzung nicht so harmlos abtun. zum einen WIRD ein druck auf unileitung und politik aufgebaut, vor allem wenn es sich um repräsentative räume wie das auditorium maximum geht, das allein hat schon symbolischen charakter und erregt aufmerksamkeit. aber es bietet auch einen raum für planung, diskussionen, vorträge – und um zweifelnde anzulocken: auch mal ne party. im audimax wien findet jeden abend ein plenum statt, das von vielen hundert leuten besucht und von über tausend leuten übers internet verfolgt wird – TÄGLICH! es gibt jeden tag etliche referate und gäste aus verschiedensten bereichen. wenn ich was für die bewegung machen will, geh ich ins audimax; es bildet sozusagen das zentrum des ganzen streiks.

    also sag nie wieder was gegen besetzte hörsäle alter, ich kann auch noch mehr erzählen…

    weitermachen

    derMalte

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  3. Eloy sagt:

    mistermalte ja, aber gerade das meinte ich: über ZiB habe ich zumindest was über österreichische Besetzungen mitgekriegt – über deutsche Medien habe ich nichts über deutsche Aktionen mitgekriegt. Ich habe die Seite hier zufällig gefunden, weil ich versucht habe rauszukriegen wanns in Österreich losgegangen ist (und wenn du “mehr” erzählen könntest – nur zu: ich wäre froh den Tag zu erfahrne wanns in Österreich losging und wo genau)

    .PS: weiter oben bei meinem ersten Post hat sich ein Fehler eingeschlichen, scheinbar darf man hier keine <-Klammern verwenden oder so. das fehlende Wort ist "Totschweigen" nach der Presse-Direktive.

    Grüße aus der BRDDR

    Eloy

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  4. Rainer sagt:

    Es geht um Freiräume und Selbstbestimmung. Ein 6-Semester Bachelor gibt einem keine Möglichkeit mal über den Tellerrand hinauszuschauen.
    Wir wollen keine Fachidioten werden sondern die gesellschaftlichen Zusammenhänge in unserer Gesellschaft begreifen. Die andauernden Räumungsdrohungen sind da auch schon eine Erfahrung.

    Also machen wir weiter: “Global Week of Action – Education is NOT for $A£€”

    Für freie Bildung – kostenlos und selbstbestimmt

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  5. Universitäten besetzt: « Die Linke.SDS Kassel sagt:

    [...] Mittlerweile sind auch in Deutschland bereits Universitäten besetzt: München Heidelberg Potsdam [...]

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  6. Udo sagt:

    Ich persönlich erkläre mich mit den Forderungen im Grunde solidarisch, bin aber der Meinung, daß jene Forderungen idealistische Kämpfe gegen Windmühlen sind und im Endeffekt viele Punkte aufgrund von politischen Rahmenbedingungen weder realisierbar, noch finanzierbar sind. Woher soll das z.B. das Geld für „mehr Lehrpersonal“ herkommen? Wie soll „mehr Lehrpersonal“ gar „angemessen bezahlt“ werden? Die Forderung nach „unbefristeten Arbeitsverträgen“ ist in Zeiten flexibler Arbeit überholter Sozial-Konservativismus. Was sind „klare und einheitliche Regelungen“ bei der Vergabe von Leistungspunkten. Ist eine Hausarbeit mit 10 Seiten grundsätzlich mit 3 LP zu bewerten, wenn jene Hausarbeit in der Informatik völlig andere Anforderungen mit sich bringt, als eine Hausarbeit in Geschichte? Ist ein 45-minütiges Referat zu einer komplexen Thematik gleich viel wert wie ein 45-minütiges Referat zu einer Einführung? Wie soll eine „Mitbestimmung der Studierendenschaft“ konkret gestaltet werden? Inwiefern ist die „Einführung eines Studienhonorars“ legitmiert, insofern Studium ein Bildungsangebot ist? Ist Studieren mit Erwerbsarbeit gleichzustellen? Von wem sollen „alle Studierenden gefördert werden.“? Warum darf es keine Bildungselite geben? Was ist „kritische Wisenschaft“ im Konkreten?

    Fazit: Gute Forderungen! Fehlende Begründungen, Präzisierungen und Konkretisierungen! Fehlendes Konzept zur Realisierung und Finanzierung jener Forderungen! Das Problem: Insofern man jenes Konzept verfassen würde, würden viele Forderungen wie Seifenblasen an den Ecken und Kanten einer flexiblen, kapitalistischen Risikogesellschaft zerplatzen. Insofern wäre es ggf. sinnvoller gewesen, Forderungen auf wenige, realistische Punkte zu konkretisieren und sich kompromissbereit zu zeigen. Stattdessen wird die Revolution mit ein paar Hunderten geprobt, zu jener bräuchte man aber Tausende, zu jener fehlt aber revolutionäres Potential in der gesamten Studierendenschaft.

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  7. Benjamin sagt:

    Hallo Liebe Studierende,
    ich persönlich stehe voll hinter weiß leider nicht wie ich euch kann, habe festgestellt, das CDU; SPD; GRÜNE; und FDP, massenmobbing und Elite Fördern, nur die linke will weder Note noch Quote oder Studiengebühren.

    Das ist wirklich so das ist das was mich persönlich so bestürzt.

    Antworten
  8. Benjamin sagt:

    Hallo Liebe Studierende,
    ich persönlich stehe voll hinter euch weiß leider nicht wie ich euch unterstützen kann, habe festgestellt, das CDU; SPD; GRÜNE; und FDP, massenmobbing und Elite Fördern, nur die linke will weder Note noch Quote oder Studiengebühren.

    Das ist wirklich so das ist das was mich persönlich so bestürzt.

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  9. Linke gegen linke Politik | Das Gespräch sagt:

    [...] alle vom Kindergarten bis zur Uni“ lautet die zentrale Forderung hier. Dies könne man nur durch „die Abschaffung von Selektion und dem damit verbundenen Konkurrenzdenken“ erreichen. Um das Grundsätzliche geht es auch den Organisatoren des „Bundesweiten [...]

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  10. hanswurst sagt:

    ja malte…sicher sind die hörsaalbesetzungen das zentrum der aktivitäten und sicher haben sie hier und da tatsächlich schon einiges bewirkt. dennoch bin ich der meinung, dass diese aktionen (leider) nicht ausreichen, um wirklich was einschneidendes zu bewegen. resultat sind i.d.r. eher nette worte oder floskeln von irgendwelchen politikern/parteien, die die situation nutzen, um boden bei den studenten gut zu machen.

    nutzt doch die hörsaalbesetzungen einfach mal als raum für die planung von aktionen, die mediales interesse in wirklich großem ausmaß hervorrufen!! in welcher form ist völlig egal…aber diese geschichte nimmt in einer berliner tageszeitung maximal den raum eines absatzes in den randbemerkungen ein (was ja in der tat schonmal ein erster schritt ist)…

    aber um wirklich was zu bewegen fordert es mehr…dafür muss man im notfall auch strafanzeigen, prügel etc. einstecken, wenn man komplett dahinter steht :/

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