Wir machen weiter!

Wir machen weiter - für einen heißen Herbst!

Bildungsstreik-Aufruf für einen “heißen Herbst”

Im Juni 2009 sind in über einhundert Städten 270.000 Schüler*innen, Studierende, Azubis, Lehrende und GewerkschafterInnen gemeinsam auf die Straße gegangen, um gegen die unzumutbaren Zustände im Bildungssystem zu protestieren. Trotz großer Aufmerksamkeit und kleinen Zugeständnissen hat sich nichts geändert – unsere zentralen Forderungen wurden nicht erfüllt.

Wir bleiben bei unserer Kritik! Wir machen weiter! Vom 17. November bis zum 10. Dezember rufen wir deshalb zu neuen Aktionen im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks auf.

Unsere Bewegung ist nicht auf die Bundesrepublik begrenzt, wir stellen den Bildungsstreik in einen internationalen Zusammenhang und solidarisieren uns mit ähnlichen Protestbewegungen in anderen Ländern. Als Auftakt für einen “heißen Herbst” beziehen wir uns deshalb auf die „Global Week of Action“ und rufen für den 17. November bundesweit zu Demonstrationen und Aktionen auf.

Mit vielfältigen Aktionsformen (Demonstrationen, Blockaden, Besetzungen, etc.) wollen wir die Krise des Bildungssystems auch nach der Bundestagswahl zur Diskussion stellen und konkrete Veränderungen durchsetzen.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise zeigt weltweit, dass wettbewerbsorientierte Entscheidungen in allen gesellschaftlichen Bereichen verheerend sind. Deshalb suchen wir das Bündnis mit Gewerkschaften und anderen sozialen Bewegungen, um die Auseinandersetzung im Bildungsbereich als gesamtgesellschaftlichen Konflikt zuzuspitzen.

Dem Einfluss der maßgeblichen politischen und wirtschaftlichen Interessen im Bildungsbereich setzen wir unsere Alternativen entgegen:

  • selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungs- und Konkurrenzdruck
  • freier Bildungszugang und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studien-, Ausbildungs- und Kitagebühren
  • öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft u.a. auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe
  • Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen

Nach den Protesten gegen die Hochschulrektorenkonferenz in Leipzig (24.11.) wollen wir in einer bundesweiten Aktionswoche vom 30. November bis 6. Dezember diese Alternativen zum herrschenden Bildungssystem konkretisieren und auf regionalen Bildungsgipfeln zur Diskussion stellen.

Sollten die Verantwortlichen in Regierungen, Ministerien und Hochschulleitungen die berechtigten Forderungen des Bildungsstreiks weiterhin nicht umsetzen, werden wir die Kultusministerkonferenz am 10. Dezember in Bonn massenhaft blockieren und weitere Proteste vorbereiten.

Wir, das bundesweite Bildungsstreiktreffen in Leipzig, rufen alle Bildungsstreikbündnisse und UnterstützerInnen dazu auf, weiter zu machen und sich an neuen Aktionen zu beteiligen. Wir wollen einen “heißen Herbst”! Ein anderes Bildungssystem ist möglich – und nötiger denn je!


Bündnisse, die den Aufruf bisher unterstützen:

  • AG Bildungsstreik Soltau-Fallingbostel
  • AK Bildung TU Kaiserslautern
  • AK Bildungsstreik Aachen
  • AK Bildungsstreik Landau (Pfalz)
  • AK Bildungsstreik Ulm
  • AK Freie Bildung (KU Eichstätt)
  • AK Protest Mainz
  • Aktion Pro Bildung (Holzminden)
  • Aktionsgruppe Bildungsstreik Regensburg
  • Augsburger Bildungsbündnis
  • Bildungsbündnis Bayreuth
  • Bildungsbündnis Ibbenbüren
  • Bildungsbündnis Kiel
  • Bildungsbündnis Osnabrück
  • Bildungsstreik-Bündnis Bielefeld
  • Bildungsstreik Düsseldorf
  • Bildungsstreik Köln
  • Bildungsstreik Mainz
  • Bildungsstreik Marburg
  • Bildungsstreik München
  • Bildungsstreik Münster
  • Bildungsstreik Potsdam
  • Bildungsstreik Tübingen
  • Bildungsstreik Wuppertal
  • Bildungsstreikbündnis Freiburg
  • Bildungsstreikkomitee Kreis Mettmann
  • Bündnis für gerechte Bildung Minden
  • Bündnis Bildungsstreik Magdeburg
  • Forum aktiver Schülerinnen und Schüler (Landshut)
  • Projektgruppe Bildungsstreik Dithmarschen
  • Regionales Bildungsstreikbündnis Rhein-Neckar
  • Schülerbündnis Saarlouis
  • schulaction berlin
  • Schülerbündnis Wuppertal
  • Schülerstreikkomitee/Bonner Jugendbewegung
  • Streikbündnis Dresden

Organisationen:

  • dieLinke.SDS
  • Junge Piraten, Jugendorganisation der PiratenPartei
  • Juso-SchülerInnen Bayern
  • Jusos München
  • Linksjugend ['solid] Siegen
  • MLPD
  • PiratenPartei Deutschland
  • PiratenPartei Mannheim

Vertretungen:

  • AStA TU Kaiserslautern
  • Soziale Liste Bochum
  • UStA PH Freiburg

(Einfach einen Kommentar posten, wenn Euer Bündnis auch in die Liste eingetragen werden soll!)

Hier geht es zum original Bildungsstreik-Aufruf für den Sommer. Die dort formulierten Ziele gelten auch weiterhin.

105 Kommentare zu „Wir machen weiter!“

  1. UStA PH Freiburg sagt:

    Der UStA der PH Freiburg hat soeben in seiner Vollversammlung einstimmig (!) (keine Gegenstimme(n), keine Enthaltung(en)) die Unterstützung des heißen Herbst des Bildungsstreiks beschlossen!

    FÜR SOLIDARITÄT UND FREIE BILDUNG!!!

    (außerdem unterstützt auch der AStA der PH Freiburg (siehe oben))

  2. AK Bildungsstreik Aachen sagt:

    Der AK Bildungsstreik Aachen unterstützt die Forderungen des Aufrufs für die Fortsetzung des Bildungsstreik im Winter 2009.

    Am 17.11.2009 um 13.00h rufen wir zu einer Demo am Elisenbrunnen auf!
    …danach rocken wir den Katschhof!

    Forderungen der SchülerInnen aus Aachen:
    -Weg mit Kopfnoten!

    Es droht, dass Kopfnoten kritisches Hinterfragen bestrafen und Bewertung aufgrund von Sympathie fördern.
    -G8 abschaffen!
    13 Jahre Stoff in 12 Jahren Schule nimmt Freizeit, Motivation am Lernen und Qualität der Lehre.
    -Deutliche Verkleinerung der Klassengrößen!
    Ein gutes Lernklima ist nur in kleinen Klassen möglich. Deshalb müssen mehr LehrerInnen eingestellt werden.
    -Bildung darf nichts kosten!
    Trotz schulfreien Schulbesuchs müssen SchülerInnen jedes Jahr zusätz- liches Geld ausgeben – nicht nur für Bücher.
    -Gleichberechtigte Mitbestimmung in Bildungsfragen! Ausbildungsplätze schaffen!
    -Deutlich mehr Ausbildungsplätze statt perspektivloser Schulabgänger.
    -Abschaffung der Studiengebühren!

    Stressfrei lernen statt Geld verdienen dank Rücknahme der Studien- gebühren

    Forderungen der Studierenden aus Aachen:

    -Eine bessere Hochschulfinanzierung!
    Wir fordern eine Finanzierung der Hochschulen ohne Studiengebühren. Das Land NRW muss sicherstellen, dass ausreichend Gelder und Personal für die Lehre zur Verfügung stehen. Ein Ausbau von Studienplätzen insbe- sondere bei zulassungsbeschränkten Studiengängen ist notwendig.
    -Neuordnung von Bachelor und Master!
    Eine wirkliche Überarbeitung der überfrachteten Bachelor-/Master-Studiengänge darf nicht nur eine leere Absichtserklärung bleiben. Beispielsweise hindern dauernde Prüfungen daran, solides Wissen anzueignen: Es bleiben kurzfristig eingeprägte Fakten, die kaum abge- prüft schon veraltet und vergessen sind. Entgegen allen Absichten ist auch ein Wechsel zwischen Hochschulen mangels Vergleichbarkeit kaum möglich.

  3. Beobachter sagt:

    Wessen Uni ? Unsere Uni ! Besetzung Audimax hält seit 10 Tagen an

    Wir sollten uns jetzt solidarisch erklären und nicht erst am 17.11.09

    Solidaritäts-Rundschreiben

    Hoffe das ich hier die richtigen Ansprechpartner gefunden habe, die diese wichtige Information, an die entsprechend interessierten Gruppen,
    an den deutschen Universitäten weiterleiten werden . Weil die deutsche Presse mal wieder alles totschweigt.

    Eckpunkte des Bologna-Konzepts wurden vom ERT (European Round Table of Industrialists), einem Verbund von Unternehmen wie Bertelsmann, Daimler und Thyssen, erarbeitet. Die Ausarbeitung der Struktur der universitären Bildung wurde also einem Verbund von Wirtschaftsmagnaten in die Hände gelegt!”

    Wie alles begann..

    Friedlich Demo in Wien mit 30.000 Teilnehmer
    http://www.youtube.com/watch?v=-zpzG8AIB4U&feature=player_embedded

    Am Mittwoch, den 21.10. werden auf der Uni Wien Flyer verteilt, die zu einer Demonstration gegen die derzeitigen Studienbedingungen in Österreich aufriefen. Die Initiatoren sind StudentInnen der Akademie der bildenden Künste, zusammen mit StudentInnen der Universität Wien.

    Dass die Studienbedingungen fatal sind, erfährt man als Studentin an der Uni Wien leider täglich auf’s Neue. Dass daran etwas zu ändern sei, die Hoffnung darauf war bei mir bislang sehr gering. Der Bologna-Prozess ist schon längst in Kraft, wirkt sich aktiv auf die Studienpläne aus, schränkt Studierende und Lehrende in ihrer Autonomie ein und macht die Universitäten zu Produktionsstätten von gleich geschalteten Akademikern. (Ãœbrigens: Eckpunkte des Bologna-Konzepts wurden vom ERT (European Round Table of Industrialists), einem Verbund von Unternehmen wie Bertelsmann, Daimler und Thyssen, erarbeitet. Die Ausarbeitung der Struktur der universitären Bildung wurde also einem Verbund von Wirtschaftsmagnaten in die Hände gelegt!)

    Die Demonstration startet schließlich am Donnerstag, den 22. 10. mit ca. 400 Studierenden und läuft eine kurze Strecke, von der Votivkirche über den Haupteingang der Uni Wien, in den Arkardenhof (mit Zwischenrede per Megafon), und schließlich zum Auditorium Maximum, dem größten Hörsaal der Universität, unter Rufen wie „Wessen Uni? UNSERE UNI“. Im Audi Max versammeln sich die Demonstranten, inzwischen haben sich bereits mehrere interessierte StudentInnen angeschlossen. Die Vorlesung in Biologie, die dort gerade stattfindet, muss abgebrochen werden. Ein Forderungskatalog wird von den Protestierenden vorgelesen, eine Rednerin ruft anschließend zur Besetzung des Audi Max auf, was mit einer zwei-drittel-Mehrheit (Abstimmung per Handzeichen) beschlossen wird.

    Dass das Auditorium Maximum bis zum heutigen Tage nicht geräumt sein würde, und sich das Ganze zu einer österreichweiten Bewegung ausweitet, hatten wir damals allerdings noch nicht geahnt.

    Anfangs ist die Besetzung sehr chaotisch. Es formieren sich nach und nach Arbeitsgruppen, die das Ganze weiter strukturieren und organisieren. Es finden immer wieder Plena statt, die über die Arbeiten der Arbeitsgruppen informieren und den Stand der Dinge. Schnell ist auch die Presse informiert und fotografiert am Morgen des zweiten Tages bereits die gemalten Plakate, Spruchbänder, Kreidekunstwerke und Alkoholleichen von der großen Party, die Nachts (wie sollte es unter StudentInnen auch anders sein?!) im Unigebäude stattfand (mit Punk-Band und Djs auf den Fluren).

    Die Uni brennt weiterhin…

    Mittlerweile ist die Bewegung auch digital gut organisiert und es verfolgen bereits Tausende die Besetzung täglich per Live-Stream im Internet (http://www.ustream.tv/channel/unsereuni). Es wird getwittert, gechattet und man organisiert sich per facebook oder myspace.

    Auch bezüglich der einzelnen Institutionen etablieren sich fortlaufend Gruppen, die die Bewegung aus Perspektive des jeweiligen Studiums heraus betrachten und ihre Lehrenden zur Solidarität auffordern. Diese kommen der Forderung zunehmend auch tatsächlich nach und arbeiten z.T. auch aktiv an der Bewegung mit, denn auch sie haben Grund zum Protest: Prekäre Dienstverhältnisse machen ihnen das Leben schwer.
    Solidarisch zeigen sich auch zahlreiche Kindergärten, Schulen und Arbeiter; der ÖGB (Österr. Gewerkschaftsbund) sicherte gestern (29. 10.) seine Solidarität zu.

    Zudem wurden im Laufe der Tage weitere Unversitäten in Wien besetzt: Die TU Wien, die Akademie der bildenden Künste in Wien (seit Anfang an), die Boku Wien, sowie Räumlichkeiten der Unis in Graz, Innsbruck und Linz (Aktueller Stand: http://unibrennt.at/wiki/index.php/Aktueller_Stand_%C3%B6sterreichweit).

    Demonstrationen wurden organisiert und veranstaltet. Die größte fand am Mi, den 28. Oktober in Wien statt, die größte, die ich selbst je miterlebt habe. Ca. 25.000 – 30.000 Demonstranten zogen vom Hauptunigebäude den Ring entlang, trafen auf Demonstranten der TU Wien und der Akademie und setzten gemeinsam den Protestzug durch den 1. Bezirk und schließlich zurück zur Hauptuni fort. Trillerpfeifen wurden verteilt, die für großen Lärm sorgten, ein Sarg der „freie Bildung“ repräsentierte wurde zu Grabe getragen, ein Wagen mit elektronischer Musik brachte viele Demonstranten zum Tanzen. Schließlich fand eine große Abschlusskundgebung vor der Uni statt und es wurde wieder gefeiert bis in die Morgenstunden.

    Auch nach der Großdemo geht die Besetzung weiter und weitet sich auch unaufhaltsam aus. Es wird viel diskutiert, Vorträge werden gehalten, eine eigene Küche gibt es schon auf der Hauptuni und auch auf der TU in Wien, Schlafsäle sind vorhanden. Hat man am ersten Tag noch das Gefühl gehabt, es würde alles noch im Chaos versinken, so beobachtet man heute in den Fluren um das Audi Max ein gut organisiertes, reges Treiben.

    Wie lange noch?

    Doch so aufregend das Ganze auch sein mag.. es stellt sich nun doch die Frage: Wie lange soll die Besetzung anhalten?

    „Solange noch Essen da ist.“, hieß es von vielen Seiten. Jedenfalls werden wir sicher nicht abziehe, solange Minister Hahn jegliche Verhandlungen über unsere Forderungen (http://unibrennt.at/?cat=8) verweigert. Wir StudentInnen haben ihn dazu aufgefordert, sich mit uns in Dialog zu begeben, jedoch ist er bislang nur dazu bereit, sich mit der ÖH (österr. Hochschüerschaft) zu unterhalten. Ein Treffen fand gestern statt, es ist allerdings nicht die Rolle der ÖH, unsere Forderungen zu übermitteln, denn wir alle, die Bewegung, sind die Ansprechpartner! Also wird ausgeharrt und weiterhin besetzt.

    Ich möchte abschießend an Humboldt erinnern:

    „Der wahre Zweck des Menschen, nicht der, welchen die
    wechselnde Neigung, sondern welche die ewig
    unveränderliche Vernunft ihm vorschreibt, ist die höchste
    und proportionierlichste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen.
    Zu dieser Bildung ist Freiheit die erste und unerläßliche Bedingung.
    (…) Gerade die aus der Vereinigung Mehrerer entstehende
    Mannigfaltigkeit ist das höchste Gut, welches die Gesellschaft
    gibt, und diese Mannigfaltigkeit geht gewiß immer in dem Grade
    der Einmischung des Staates verloren.
    Es sind nicht mehr eigentlich die Mitglieder einer Nation,
    die mit sich in Gemeinschaft leben, sondern einzelne Untertanen,
    welche mit dem Staat, d.h. dem Geiste, welcher in seiner
    Regierung herrscht, in Verhältnis kommen, und zwar in ein
    Verhältnis, in welchem schon die überlegene Macht des Staats
    das freie Spiel der Kräfte hemmt. Gleichförmige Ursachen haben
    gleichförmige Wirkungen. Je mehr also der Staat mitwirkt, desto
    ähnlicher ist nicht bloß alles Wirkende, sondern auch alles Gewirkte.
    (…) Wer aber für andere so räsoniert, den hat man, und nicht mit Unrecht,
    in Verdacht, daß er die Menschheit mißkennt und
    aus Menschen Maschinen machen will.“

    (Aus: „Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen“ 1972)

    Der aktuelle Forderungskatalog:
    http://unibrennt.at/?cat=8

    Informationen zur Thematik finden sich auf:
    http://www.unsereuni.at
    http://twitter.com/unibrennt

    Kontaktemail:

    Solidarisiert euch mit uns! Unterstützt uns, wenn ihr könnt! Für eine freie Bildung!

    Universitäten in Italien und Frankreich haben sich bereits mit den Österreichern solidarisch erklärt.
    Für mehr Basis Demokratie !

    Liebe Grüße

    Martin

  4. Wir machen weiter! - Bildungsstreik-Demo am 17.11. « Artikel « Jusos Freiburg sagt:

    [...] getan. Außer Lippenbekenntnisse liegt von den regieren Politikern nicht viel vor! (siehe auch https://bildungsstreik.net/wir-machen-weiter) Dass kann nicht das Ende des Proteste sein, darum soll es am 17. November wieder einen Streik des [...]

  5. Lügenlernen » Kodography: Berliner Bildungsstreik sagt:

    [...] 今年の11月17日から12月10日までさらにそれを上回る規模のストがドイツのみならずヨーロッパを縦断して行われる。詳細はこのリンクから(ドイツ語)。 [...]

  6. Linksjugend ['solid] Siegen sagt:

    ,,Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf, wer sie aber kennt und sie verleugnet, der ist ein Verbrecher” -Galileo Galilei

    Mit diesem Spruch auf unseren Fahnen werden wir am 17. November für Bildung für alle, auch für sozial schwächere, Demonstrieren! Denn unsere Politiker wissen ganz genau , dass das Bildungssystem marode und unterfinanziert ist, doch verändern tun sie nichts!

    Gute Bildung = Papas Portemonnaie?

    Nicht mit uns!

    Mit solidarischen Grüßen

    Linksjugend ['solid] Siegen

    • tim sagt:

      “Linksjugend ['solid] Siegen sagt:
      1. November 2009 um 15:37

      ,,Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf, wer sie aber kennt und sie verleugnet, der ist ein Verbrecher” -Galileo Galilei”

      das zitat stammt von bertold brecht es hat nur in so fern was mit galileo zu tun, als das brecht es ihn in sein stück “leben des galilei” sagen lässt.

  7. Linksjugend ['solid] Siegen sagt:

    Anbei: Würden gerne in die Unterstützerliste aufgenommen werden!

  8. Junge PIRATEN - News – Einmal ist keinmal: Bildungsstreik fortsetzen! sagt:

    [...] https://bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/ [2] [...]

  9. DnC sagt:

    Die Jungen Piraten, Jugendorganisation der Piratenpartei, unterstützen den Bildungsstreik!

    http://www.junge-piraten.de/2009/11/01/einmal-ist-keinmal-bildungsstreik-fortsetzen/

  10. Bildungsstreik geht weiter!! « fsi-wiwiss sagt:

    [...] bundesweite Bildungsstreik geht weiter – unter https://bildungsstreik.net/wir-machen-weiter gibt es alle aktuellen Infos zum Thema. Nachdem bereits vor einigen Wochen an einigen deutschen [...]

  11. Schülerbündnis Saarlouis sagt:

    Das Schülerbündnis für den Kreis Saarlouis unterstützt den Aufruf ebenfalls.
    Allerdings haben wir uns dazu entschlossen, keinen Streik/keine Demonstration anzusetzen sondern ein paar andere Aktionen geplant, da wir unserer neuen Landesregierung die Chance geben wollen, ihre Versprechen wahr zu machen!
    Dazu mehr auf http://www.schuelerbuendnis-saarlouis.de

  12. #unibrennt in Deutschland? « Ralphs Piratenblog sagt:

    [...] ja, nicht vergessen sollte man natürlich die Demos in Deutschland die diesen Monat in die nächste Runde [...]

  13. M.Schay sagt:

    Hey,

    bereits vor einem halben Jahr haben knapp 700 Menschen in Ditmarschen am bundesweiten Bildungsstreik teilgenommen.

    Auch für den 17.11.09 sind wir in unserer Projektgruppe Bildungsstreik Dithmarschen wieder sehr aktiv. Es wäre super, wenn ihr uns in Eure offizielle Bündnissliste aufnehmen würdet. Idealerweise unter “Dithmarschen” (Landkreis), ansonsten einfach unter Heide (Holstein), unserer Kreishauptstadt, auf der Startseite der HP!
    Außerdem wäre es nett unsere neue Mailadresse als Direktlink einzufügen, unter dem Streikaufruf November!

    Im Anhang sende ich Euch unser Kreislogo mit;)

    Viele Grüße

  14. Tim Pargent sagt:

    Hallo Ihr,

    wir als Bildungsbündnis Bayreuth würden gerne mit auf die Liste.
    Auch im Juni haben wir bereits demonstriert.
    Ebenfalls vor etwas längerer Zeit gegen Studiengebühren aufgerufen.

    Grüße aus Bayreuth

  15. Bildungsdemo in Hannover « Sven-Christian Kindler sagt:

    [...] https://bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/ [...]

  16. Peter Weispfenning sagt:

    Hallo Freunde,
    wo bleibt eigentlich die Aufnahme der MLPD in die Kiste der Unterstützer?
    Siehe folgendes bei Euch veröffentlichtes posting:
    “Peter Weispfenning sagt:
    27. Oktober 2009 um 23:18

    Hallo Freunde,
    auch die MLPD unterstützt aktiv die Bildungsproteste im Herbst. Nehmt uns bitte in die Liste auf!
    Im Auftrag, Peter Weispfenning”.
    Nur übersehen (kann ja mal passieren) oder antikommunistische Reflexe (bitte nicht mehr im 21. Jahrhundert…).
    Herzlichen Gruß!
    Peter Weispfenning

  17. Julia N sagt:

    Wir, das Bildungsstreikkomitee des Kreises Mettmann, unterstützen den bundesweiten Bildungsstreik. Dies geschieht in Form von verschiedenen Aktionen sowie einer Demo am 17.11.09 um 11 Uhr in Velbert (Start: Willy-Brandt-Platz) mit anschließender Kundgebung samt Live-Act (Nic Knatterton). Ãœber reges Interesse und viele Demonstranten würden wir uns freuen, denn nur zusammen erreicht man auch was !!!

    http://bildungsstreikvel.wordpress.com/

  18. Bildungsstreik Kreis Mettmann/Velbert sagt:

    Bitte in die Unterstützerliste aufnehmen: Bildungsstreik Kreis Mettmann/Velbert
    Homepage: http://bildungsstreikvel.wordpress.com

  19. Auch in Freiburg wird der Herbst heiß… « Bildungsstreik2009 sagt:

    [...] Das Freiburger Bildungsstreik Bündnis unterstützt den bundesweiten Aufruf “für einen heißen Herbst“! [...]

  20. Anton sagt:

    Bonn ist natürlich auch dabei, bitte auf die Liste aufnehmen!
    Schülerstreikkomitee/Bonner Jugendbewegung oder auch Bildungsstreik Bündniss

  21. AK Bildungsstreik Landau sagt:

    Hi,

    bitte den AK Bildungsstreik Landau (Pfalz) mit auf die Liste nehmen.

    Danke!

  22. Teresa sagt:

    ach wie schade, dass ich nicht mehr in österreich wohne…
    als aktives mitglied der sozialistischen jugend hätt ich bestimmt schon nen bisschen früher von dem bildungsstreik erfahren….
    würde euch gerne unterstützen… nur denke, dass es mit der zeit zu knapp werden könnte… außerdem kenn ich noch so gut wie keine leute an meiner uni (uni duisburg-essen)
    außerdem hab ich an meiner uni noch keinen einzigen aufruf zum streik gesehen….
    schade schade schade….

  23. Twitgeridoo sagt:

    Es muss weitergehen.

    Wir müssen diesmal ausdauernder sein und dürfen nicht wieder aufhören, bevor unsere Forderungen durchgesetzt sind und wir von der Politik wirklich ernst genommen werden!

  24. Eric Baumann, Präsident des Studierendenparlaments der JLU Gießen sagt:

    Hallo zusammen,

    das Parlament der Studierendenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen hat auf seiner letzten Sitzung Euren Aufruf mit großer Mehrheit angenommen und unterstützt dem Bildungsstreik

  25. Tollpatsch sagt:

    Wiesbaden wohl auch… http://www.bildungsstreik-wiesbaden.tk

  26. Bundesweiter Bildungsstreik - Runde 2 | Lordys Weblog sagt:

    [...] dieses Mal wieder sein. Wir machen weiter! Macht ihr mit! Alle wichtigen Informationen erhaltet ihr hier. Und speziell für Bochum könnt ihr euch hier informieren. Vor allem der Aktionstag am 17. [...]

  27. Readers Edition » “No results for unibrennt” - Ein Lesetipp sagt:

    [...] Herbstes geworden, der mittlerweile an zahlreichen deutschen Universitäten angekommen ist. Am 17. November ist auch in Deutschland ein bundesweiter Bildungsstreik geplant. Bis zum 10. Dezember soll es Aktionen geben. Doch werden [...]

  28. Christoph Nitsch sagt:

    Die Soziale Liste Bochum unterstützt Euren Aufruf!
    Nehmt uns bitte unter Organisationen auf.
    Mit kämpferischen und solidarischen Grüßen,
    Christoph Nitsch, Vorsitzender

  29. Ulrich Achenbach sagt:

    Die Bochumer Montagsdemo ist eine unabhängige Bewegung gegen Sozialkahlschlag (Hartz IV usw.) und besteht seit 2004. Wir gehen jeden Montag auf die Straße und unterstützen Euren Aufruf! Bitte reiht uns unter Organisationen ein. Danke!

    Solidarische Grüße
    Ulrich Achenbach
    Moderator der Bochumer Montagsdemo

  30. Bildungsstreik-Aufruf für einen “heißen Herbst” « modern times? sagt:

    [...] 13. November 2009 in PolitikTags: Bildung für Alle, Bildungssteik, Demokratie, Opposition Eine Projektgruppe ruft erneut zu Aktionen im Rahmen eines Bildungsstreiks vom 17. November bis zum 10. Dezember auf. Am 17. November sollen bundesweite Demonstrationen und Aktionen den Auftakt bilden. Dem Aufruf haben sich Allgemeine Studentenausschüsse (AStA) sowie zahlreiche politische, bildungspolitische und gewerkschaftliche Initiativen angeschlossen. Er stellt vier zentrale Forderungen den „maßgeblichen politischen und wirtschaftlichen Interessen im Bildungsbereich“ entgegen: * selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungs- und Konkurrenzdruck, * freier Bildungszugang und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studien-, Ausbildungs- und Kita-Gebühren, * öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft auf Studienstrukturen und Stellenvergabe, * Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen. Im Vorfeld haben nach vorliegenden Informationen des Aktionsbündnisses bereits Besetzungen universitärer Einrichtungen in Dresden, Greifswald, Heidelberg, Krefeld, Marburg, Mönchengladbach, München, Münster, Potsdam und Tübingen stattgefunden. https://bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/ [...]

  31. Christoph Nitsch sagt:

    bitte beachtet unsere Unterstützung(12.11., s.o.) und nehmt uns unter Euren Auruf,
    Christoph Nitsch; Soziale Liste Bochum, Vorsitzender

  32. nicht wichtig sagt:

    Leute jetzt nehmt doch mal das StuPa (Studierendenparlament) der JLU Gießen auf! Sonst wurde der Antrag ja ganz umsonst abgestimmt…

  33. HT-91 » Blog Archive » Bildungsstreik am Dienstag (17.11) sagt:

    [...] https://bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/ posted under Allgemein [...]

  34. julia sagt:

    Hej, ich wollt wissen, ob für den streik am dienstag in Regensburg schon konkret was geplant ist und mit wem man da vor ort in kontakt treten kann… danke

  35. Z sagt:

    Ich denke, dass Namen MLPD, Linkspartei &Piratenpartei in den Unterstützern der Ganzen Aktion eine gewisse Aura des “nicht-ernst-genommen-werdens” verleihen…
    Das is zwar nett von denen, diese Situation als Bühne benutzen wollen, jedoch werden so alle “nicht-radikal-Utopisten” abgeschreckt, die bei weitem der größere Teil der Studierenden sind!

  36. Heißer Herbst an den Unis « Weselpower's Blog sagt:

    [...] brauchen einen langen Atem – und sie haben ihn. Das beweisen sie mit der Fortsetzung des Bildungsstreiks 2009. Der Streik ist ein wirksames Mittel, um aus dem beschleunigten Bildungssystem für einige Zeit die [...]

  37. KIEL sagt:

    Der AstA der Uni Kiel unterstützt den Bildungsstreik 2009

  38. UNIDOG Blog - Klausurstoff von Studis für Studis » Blog Archi » Bildungsstreik - Forderungen, Aktionen und Pläne sagt:

    [...] Quelle: https://bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/ [...]

  39. Tugba sagt:

    Hey!
    Ich bin eine Oberstufenschülerin aus Hamburg und habe heute im Audimax die Plakate und Poster gesehen. Ich finde es gut, dass die Studenten/innen sich für ihre Forderungen einsetzen. Wir sind ja immerhin die Zukunft (also, theoretisch.. die Zukunft für die Politiker heißt wohl eher Atomkraft).

    Macht weiter so! Wir Oberstufenschüler/innen unterstützen euch zu 100%!!!!

    Viele Grüße aus Hamburg

  40. jana sagt:

    Auf gehts! bildung für alle
    wäre aber gut wenn die demos auch mal am wochenende ist, da man da leichter frei hat.
    Bafög für alle, studentenwohnungen für jeden studierenden, gratis studentenfutter;-)

  41. Bildungsstreik Kreis Mettmann/Velbert sagt:

    2000 Demonstranten heute in Velbert ! Danke an alle!!!
    http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/velbert/2009/11/17/news-141255711/detail.html

  42. till stepping sagt:

    Flaschenpost:
    Angesichts des Zustandes unseres Planeten und der Aussichten für uns Menschen auf ihm (von den Tieren ganz zu schweigen), fassten wir vor einigen Jahren den Entschluss, all unser kreatives Potential einem grundlegenden Wandel unserer Lebenswelt zu widmen, anstatt weiterhin als Rohstofflieferanten einem scheinheiligen, in unzähliger Hinsicht fragwürdigem Kunstbetrieb zu dienen.
    Leitgedanken und Handlungsalternativen eines so veränderten Kunstschaffens fließen seither in einen sich ständig erweiternden Text ein, der die offene Geschichte einer alternativen Lebenskunst beschreibt und auf dessen Grundlage wir bis heute viele Impulse setzen konnten: so etwa die Erschließung neuer subkultureller Räume, die zu einer Belebung der ästhetischen Erfahrung des Alltags beitragen oder auch zahlreiche Schreiben an Entscheidungsträger des Kulturbetriebs, die wir mit konkreten Handlungsalternativen dazu auffordern, ihr Potential zur Umsetzung der von ihnen propagierten humanistischen Kultur endlich auch auszuschöpfen.

    Könnt Ihr Euch vorstellen, wie sehr wir uns freuen über die aktuell stattfindende “Bewegung” verschiedener, sich zusammentuender kreativer Interessensgruppen, die der phantasielosen Ökonomisierung unseres Alltags entgegen schreitet.
    Wir sind geradezu aus dem Häuschen und schöpfen mal wieder eine ganze Ladung Mut und Hoffnung; und dieses mal umso mehr, da eine unverändert doppelbödige Kulturvermittlung diese Bewegung als eine geschlossene, unterschiedliche Interessen und Kräfte bündelnde ins öffentliche Bewußtsein rückt.
    Und nach so vielen in den Mühlen des Systems zerriebenen Bewegungen, hoffen wir sehr, dass diese nun wirklich stark genug ist, dass hier nun vielleicht etwas angestoßen wird, dass über den Erhalt einiger subkultureller Räume und über wenige, kaum ausreichende Kompromisslösungen zu Problemen der Stadtentwicklung oder zur Bildungsmisere hinaus gehen wird…
    Und wir sind daher angesichts der fortbestehenden Zerstörung unserer Lebenswelt ein weiteres Mal mutig genug, nichts anderes aufzurufen als einen grundlegenden Wandel der noch immer auf Wachstum und Leistungsprinzip (u.a.) ausgerichteten Gesellschaftssysteme.
    Denn ein so grundlegender Wandel, der vielen von uns vielleicht nicht allzu drängend und notwendig vorkommt, da die existentiellen Probleme, mit welchen die große Mehrheit der Erdbevölkerung tagtäglich konfrontiert wird, unseren Alltag noch nicht erreicht haben, ist dennoch das Gebot der Stunde; daran gibt es mit nüchternem Blick auf die Fakten und tatsächlichen Entwicklungen globaler Dynamiken nichts zu deuteln; und all denjenigen, die einen solchen Wandel als nicht notwendig und irreal darstellen, fehlt es an Achtung gegenüber unsrer Natur, sowie an Verantwortung den nachkommenden Generationen gegenüber.

    Sicher: unzählige lokale Bewegungen überall auf der Welt bewirken bereits viel Gutes und allerorten stattfindende Aktionen und Zusammenkünfte alternativer Kräfte vergrößern den Druck auf die Machthaber bestehender Systeme.
    Doch wirklich Ausschlaggebendes für unsere Gesellschaften, grundlegend veränderte Bedingungen für die Lebensweisen der so genannten Wohlstandsregionen und Länder der dritten Welt oder verbindliche Ãœbereinkünfte zu einem konsequenten Schutz der natürlichen Ressourcen dieses Planeten bleiben nach wie vor aus. Daran ändern Friedensnobelpreisträger die sich vor Klimakonferenzen zusammensetzen, um Forderungen zu stellen ebenso wenig wie Bestseller von Staatsmännern und etliche noch so aufrüttelnde Kunstwerke engagierter Projekte.
    Und wir befürchten, dass auch die aktuell stattfindende “Bewegung” nicht ausreichen wird, da sie nicht entschlossen und nachhaltig genug eine gemeinsame Absicht vertritt, die so viele Menschen wie möglich miteinander vereinen könnte, um ihr Potential für eine sozial und ökologisch klügere Welt zu entfalten; wir befürchten, dass hier erneut “nur” bestimmte Interessen (die Abschaffung des Bachelor-Studienganges, der Erhalt alternativer Kulturräume, mehr Lohn für Metaller etc.) vertreten werden oder die üblichen saisonalen Streiks auflodern, um danach im eigenen Qualm zu ersticken; dass also auch hier wieder “nur” verschiedene Gruppen ihre je eigenen Rechte einigermaßen wirksam einfordern, ohne den dahinter stehenden alternativen und umfassenden Lebensentwurf in den Vordergrund zu stellen, dessen Umsetzung alleine die jeweiligen Interessen und Rechte der protestierenden Menschen voll gewährleisten könnte.
    In dieser Hinsicht ist es wenig hilfreich, wenn die Medien diese Bewegung in hohem Bogen aufbauschen, Vergleiche mit der 68er Bewegung ziehen oder einen“herannahenden Epochenwechsel“ sehen, während die große Mehrheit der Studierenden weiterhin die von den Lehrenden angebotenen Veranstaltungen besucht oder die allermeisten Künstler als Rohstofflieferanten weiterhin den Kunstmarkt mit hohlen Phrasen überschütten und überhaupt alles, vor allem jene repressive Toleranz der Medien, wie gewohnt weiterläuft, während wir also ein weiteres Mal mit großer Aufmerksamkeit ruhig gestellt werden und sich die Geistesarbeiter der etablierten Kulturorgane ein ruhiges Gewissen von der Seele schreiben….

    Und so ist zu befürchten, dass dieser so bedeutende Entwurf einer sozial und ökologisch klugen Welt weiterhin nur als Randerscheinung und Trostpflaster, ja manchmal auch als Alibi und fauler Kompromiss in allzu kleinen Nischen unserer Gesellschaften realisiert wird; und dass wir uns weiterhin damit zufrieden geben, unsere je eigenen Interessen so weit es eben geht durchzuboxen, während wir genau wissen, dass die uns leitende Idee dahinter, jener umfassende Lebensentwurf einer besseren Welt heute unumgänglich ist, und dass dieser Entwurf nur dann in dieser überkomplexen Welt realisierbar ist, wenn wir alle unsere Interessen zusammennehmen und bündeln, wenn wir den mehr denn je dringenden Wandel im Großen und Ganzen als ein übergeordnetes, gemeinsames Ziel den unterschiedlichen lokalen Interessen als wesentliche Forderung zur Seite stellen.

    Denn die vielen Forderungen und Absichten der verschiedenen Gruppen können heute allein genommen nicht mehr wirksam genug umgesetzt werden, da alles miteinander zusammen hängt; und sie können ehedem nur dann ausreichend umgesetzt werden, wenn sie mit umfassenden Veränderungen in all den anderen Bereichen einher gehen, sodass wir eine bessere Bildung nur dann bekommen werden, wenn wir die Ökonomisierung der Arbeitswelt überwinden und wir im Besonderen nur dann wesentlich mehr Lehrpersonal erreichen, wenn bspw. Rüstungsausgaben oder Rettungspakete für bankrotte Banken neu überdacht werden; oder aber dass sich eine gerechte Verteilung von Ressourcen nur dann einstellt, wenn wir allzu starre Denkmuster und Bewußtseinsinhalte aufgeben (das heißt eine veränderte Kulturvermittlung schaffen), wir kulturelle Freiräume nur dann schaffen, wenn wir gleichsam die Rechte der Bürger erweitern, wir den Schutz der Person gewährleisten, wenn wir das Leistungsprinzip und die Entfremdung vieler Arbeitsfelder ändern, wir eine harmonische Beziehung zur Natur entfalten, wenn wir gleichsam wesentliche Bedingungen des Systems verändern, wir eine gesunde Gesellschaft werden, wenn wir für mehr Spiritualität im Alltag kämpfen.
    Und wir werden Frieden haben, wenn wir unsere Wirtschaft umgestalten und Atombomben vernichten, wenn wir Atomkraft überflüssig machen, Ressourcen sparen, wenn wir unser Bewußtsein erweitern, eine authentische Kultur durch eine freie Bildung….
    Und wollen wir nur eines dieser Ziele erreichen, so müssen wir all diese Ziele kreuz und quer miteinander verbinden zu einem einzigen Gefüge, einem einfach zu lesendem Bild, das uns die Möglichkeiten zu Veränderungen im Allgemeinen so wie im Besonderen klar vor Augen führt. Wir müssen begreifen, dass wir das eine nur verändern können, wenn wir das andere gleichsam mit verändern.
    Also bezieht sich unsere Freude, unsere Hoffnung und unser Mut auf eine – vielleicht ja gerade entstehende – sehr viel größere, gemeinsame und in ihrer Vielfalt zur Einheit findende Bewegung hin zu einem tiefgreifenden Wandel, bzw. zu einer nunmehr unumgänglichen Evolution unserer Kultur; und wir hoffen, dass diese Bewegung über eine virtuelle Vernetzung hinaus zu einer tatkräftigen, großen und real handelnden Gemeinschaft wächst;
    denn so wie ihr wollen auch wir eine Welt schaffen, in der wir wieder Achtung vor der Natur gewinnen und die wir unseren Kindern und Enkeln mit ruhigem Gewissen überlassen können; eine gemeinsame Welt, in der die für uns so typische Einheit von Sinneswahrnehmung, Bedürfnis, Wollen und Handeln wiederhergestellt wird, in der die ästhetische Bildung die natürliche Einheit und freie Entfaltung der Person wieder gewährleistet und in der wir im Bewußtsein unserer Zusammengehörigkeit wieder friedlich miteinander leben können.

    Und um dies zu erreichen dürfen wir uns nicht länger auf Politik und Wirtschaft verlassen und müssen alles daran setzen, solche Veränderungen kraft einer von den Menschen getragenen Kultur zu schaffen.
    Daher müssen wir zunächst den gesamten Kulturbetrieb, seine Institutionen der Vermittlung und Verwaltung tiefgreifend umgestalten, um die ausreichenden Mittel zu haben, mit denen wir solche Veränderungen auch auf den Alltag der Menschen übertragen können. Wir müssen eine Kraft werden, die nicht zuletzt auch durch die ästhetische Erfahrung (so wie sie J. Dewey in “Kunst als Erfahrung” beschreibt) sozial und ökologisch kluge Lebensformen für die gesamte Wirklichkeit bildet…..

    Denn wer, wenn nicht wir als freie Kreative können das, was Wissenschaftler an alternativen Lebensmodellen entwickelt haben, in ersten Schritten verwirklichen. Wer, wenn nicht wir sind unabhängig genug, um einen Anfang zu wagen, um mit einer Vielzahl von kreativen Aktionen unablässig zu einer veränderten Kultur beizutragen, indem wir zuallererst den Dialog, sowie die Kooperationen mit ihren Entscheidungsträgern vorantreiben.
    Wer, wenn nicht wir kennen die Zugänge zu den Räumen der Öffentlichkeit (zur bewußtseinsbildenden Kulturvermittlung), um den möglichen Wandel nicht nur darzustellen, sondern konkret auch zu beschleunigen.
    Denn wir sind die Künstler auf dem Feld der Kommunikation, auf dem wir die Vorstellung einer besseren Welt säen, deren Früchte wir auch ernten können. Wir sind es, die noch frei genug sind, um die vielen Arbeitsschritte bis dahin auch zu wagen.
    Und wir jedenfalls dürfen uns mit dem Erhalt mancher unabhängiger Kulturräume, mit einigen Kompromisslösungen zur Bildungsmisere oder mit wenigen Verbesserungen von Arbeitsbedingungen nicht zufrieden geben, sondern müssen die Voraussetzungen schaffen für eine Bewegung, die mit gebündelten Kräften nunmehr die Ursachen bekämpft und mit der Gewissheit einer erschöpften, uns alle bedrohenden Natur entschlossen für einen grundlegenden Wandel eintritt…

    Die kulturelle Evolution ist hierbei der Weg und sie ist unser Kunstwerk!

    Diese Verantwortung müssen wir nun tragen, nachdem wir so lange Zeit all unsere Werke in den isolierten Räumen einer elitären Kunstwelt gezeigt haben, nachdem wir uns ausgegrenzt haben und es uns am Rand des Systems nicht selten mit Staates Unterstützung gemütlich gemacht haben, nachdem all unsere subkulturellen Räume endlich auch legal wurden und somit allzu oft als Instrumente einer staatlichen Rechtfertigungsideologie des Weiter-so dienten, nach all den Bildungsstreiks, die die Ökonomisierung der Universitäten dennoch nicht aufhalten konnten.
    Aber auch nach all dem Spaß der Straßenschlachten und nach all den unseren Geist verwirrenden Diskursen, liegt es nun endlich an uns, um diesem ganzen vernebelten Zeitgeist des irrsinnigen, wirtschaftlichen Wachstums mit gemeinsamen Kräften Einhalt zu gebieten; nur eben dieses Mal nicht mit Gewalt, Gegen – und Subkultur oder einem verlogenen Gang durch die Institutionen, sondern dieses Mal, indem wir die Lehren aus unserer Geschichte konsequent und mit Bedacht in einer realistischen Alternative zusammenführen, sowie in gemeinsame Handlungen überführen, die trotz ihrer notwendigen Vielfalt an nur einem Strang ziehen.
    Denn wir brauchen diese eine gebündelte Idee, die wir den üblichen Vorwürfen der Totalität und Freiheitsbegrenzung nicht aussetzen müssen, wenn wir gleichsam kraft unserer Kreativität und Imagination jene Vielfalt der ersten Schritte mit der Forderung nach einem grundlegendem Wandel unserer Lebenswelt aufs Engste miteinander verbinden, wenn wir Zentralität und Dezentralität sich ergänzen lassen und wenn wir zeigen, dass wir als je eigene, freie Individuen zu einer harmonischen Gemeinschaft fähig sind ….

    Dieser notwendigerweise noch lose Zusammenhang, der hier beschrieben ist, ergibt sich aus der Idee einer offenen Geschichte. Sie müssen wir wieder machen, nachdem dass Geschichtsverständnis der Aufklärung vom unendlichen Fortschritt und der Realisierung der besten aller Welten Lügen gestraft wurde und vielerorts das Ende der Geschichte proklamiert wird;
    denn was uns bleibt, nachdem die Zeit des materiellen Wohlstands die Ideengeschichte nun endlich besiegt hat und die Versprechen der Moderne den Kapazitäten dieses Planeten nicht mehr entsprechen, ist alleine die Konzeption, nein vielmehr das mutige Hineintreten in diese offene Geschichte, … eine Geschichte, die auf den Gedanken einer zentralen Lösung und zwangsläufigen Entwicklung zu einem Endpunkt, der das Glück für alle bereithielte, in jedem Fall verzichtet.
    Denn sie ist keine Heilsgeschichte oder folgt einem politischen System, sie treibt vielmehr im Fluß des natürlichen Daseins, ist desillusioniert und versucht pragmatisch vorzugehen, auf Erfahrungen zu bauen, von Altem und Bewährtem zu lernen, vorsichtig einen Fuß vor den anderen zu setzen und doch auch zu experimentieren, um neue Lebensmöglichkeiten ausfindig zu machen, die auf einer Wiederherstellung der Beziehung zwischen Mensch und Natur beruhen.
    Eine authentische Kunst (und mit ihr vor allem auch die Geistesarbeiter einer oftmals nur scheinheilig um die Welt besorgten Kulturvermittlung) kann nicht mehr umher, ihr volles Potential für eine so harmonische Welt auszuschöpfen, und sie vermag genau dies zu gewährleisten, indem sie auf einer kreativen, erfinderischen Ebene ein Können im Sinne der Erschließung jener Möglichkeiten ist.
    Allen voran die Imagination ist dabei ihr wichtigstes Mittel.

    Und wir richten daher nun abschließend folgende – aus einer Vielzahl nur schwerlich ausgewählte – Handlungsvorschläge vor allem an Eure Vorstellungskraft, welche die Möglichkeit dieses Kunstwerkes der kulturellen Evolution uns allen erschließen kann:

    Was, wenn wir diese beginnende Bewegung konsequent fortführen würden, wenn es uns gelingen würde Stars und Persönlichkeiten des Kulturbetriebs, unabhängige Künstler, Studenten, unzufriedene Arbeitnehmer und Hartz 4 Empfänger, süchtige Kinder und kaum entlohnte Mütter, Freiheitskämpfer und politisch Verfolgte, Naturschützer und Menschenrechtler u.v.a.m. hinter der einen Idee einer grundlegend veränderten Lebenswelt zu vereinen?
    Wie wäre es, wenn wir einen Entwurf erarbeiten würden, der aufgrund einer Zusammenfassung der zahlreichen wissenschaftlichen Lösungsvorschläge zu globalen und nationalen Missständen gleichzeitig auch erste für die Menschen einfach nachvollziehbare Schritte hin zu einer konsequenten Umsetzung dieser Lösungsvorschläge fordern würde; einen Entwurf, der uns zwar eine Vorstellung vom Ganzen gibt, aber immer auch die Voraussetzungen und ersten konkreten Handlungen in den Vordergrund stellt.

    Was, wenn wir die nur vermeintlich unüberwindbare Komplexität und Eigendynamik des Weltgeschehen überwinden könnten und die Einfachheit unseres natürlichen Daseins in möglichen Lebensformen ästhetisch darstellen könnten; wenn wir den Menschen die Entscheidung zu so veränderten Lebensformen leicht machen würden, wenn wir aus der verwirrenden Unübersichtlichkeit der überall geforderten Lösungen eine verständliche und umsetzbare Lebenskunst im Sinne der offenen Geschichte filtern würden…

    Wie wäre es, wenn wir hierüber einen intensiven Dialog mit den Entscheidungsträgern des Kulturbetriebs führen würden, und wenn wir gleichsam auch einen Entwurf für einen veränderten Kulturbetrieb erarbeiten würden, der jene ersten Schritte einer produktiven Zusammenarbeit zwischen uns und den Entscheidungsträgern aufzeigt.

    Was, wenn wir Kultur gemeinsam als Etwas vermitteln könnten, das der Arbeit von uns allen entspricht, wenn wir die so hohen, alleine im Schein einer polierten Kulturindustrie aufblitzenden Werte in den Alltag der Menschen integrieren könnten und wir mittels der Kulturvermittlung erste Forderungen hierzu öffentlich machten.

    Was, wenn wir diesbezüglich zunächst einmal einen verantwortungsbewussten und solidarischen Kulturbetrieb einfordern würden und insbesondere eine gerechte Umverteilung kultureller Ressourcen, ein Grundeinkommen für alle (Kunstschaffenden), wirtschaftsunabhängige Strukturen des Betriebs, ein dezentralisiertes und kostenloses Kulturangebot und viele andere veränderte sozio-ökonomische Kreisläufe bestimmen könnten?
    Was, wenn die vielen etablierten Kulturschaffenden – dem Druck einer inneren Einsicht folgend – ihren heiligen Worten auch Taten folgen ließen, wenn sie all den Mechanismen einer fragwürdigen Kulturindustrie, der repressiven Toleranz, einer faulen Rechtfertigungsideologie und Selbstbeglaubigung und dergleichen den Rücken zukehren würden, wenn sie insbesondere nicht mehr länger auf teure Kunst durch Eindruckstechnik setzen oder die Mehrfachbeschäftigung und-bezahlung von Kulturstars fördern würden, wenn sie auf bloße Polarisierung und Doppelmoral verzichten würden….
    und wenn die Entscheidungsträger uns daraufhin ebenso gesellschaftsrelevante Räume ermöglichten wie einer den Zeitgeist bloß widerspiegelnden, hohlen und überspannten Kunst?

    Was wäre erreicht, wenn der gesamte Kulturbetrieb auf vielfältige Weise die hier gemeinte Lebenskunst vertreten würde, wenn etwa all die vielen Kulturstars medienwirksam einen konsequenten ökologisch und sozial klugen Lebenswandel vollziehen würden, wenn die Organe der Kulturvermittlung in einer solidarischen Ausdrucksbewegung die Möglichkeit und Notwendigkeit einer grundlegend veränderten Lebenswelt darstellen würde?

    Wie wirksam könnte eine Kultur sein, die nicht mehr länger einer bloßen Instrumentalisierung und Ideologisierung der bestehenden Gesellschaftssysteme dient (gerade die subversiven, antikapitalistischen und radikalen Werke des etablierten Kunstschaffens sind ja hierbei paradoxerweise dienlich, indem sie geduldet, ja gefördert von einer repressiven Toleranz des Staates in einer künstlerischen Parallelwelt das Fortbestehen des Systems nicht gefährden und aufgehoben im Lifestyle zur Rechtfertigung einer verlogenen Elite beitragen) und vielmehr die real existierenden, unabhängigen Künste in der Stadt und auf dem Land unterstützen würden?

    Was, wenn wir unablässig und öffentlich den Dialog suchten, um mit solchen begründeten Forderungen den Kulturbetrieb zu den nötigen Veränderungen zu bewegen, wenn wir zunächst also all unsere kooperativen Möglichkeiten ausschöpften, um in einer produktiven Zusammenarbeit mit den Entscheidungsträgern des Kulturbetriebs eine neue von Politik und Wirtschaft unabhängige Kultur zu schaffen, deren gemeinsame Haltung wir in den Alltag der Menschen übertragen könnten?
    Wie sehr könnte eine so veränderte Kultur positiv Einfluss nehmen auf die Bildungsmisere, auf untragbare Verhältnisse der Arbeitswelt, sowie auf die gesamte, irrsinnige – unserer natürlichen Ressourcen weiterhin ausbeutende – Lebenswelt?

    Wie notwendig wäre es – insofern diese auf den Dialog gründende Kooperation scheitern würde – wenn wir alles versuchten, um mehr Menschen zu mobilisieren (denn wenn die Medien heute von einem “erstaunlich breiten Bündnis“ oder von einer „kraftvollen Massenbewegung“ sprechen, so täuscht dies über die Realität hinweg und wir sollten es vermeiden, uns auf diesen Lorbeeren auszuruhen, da ja genau durch diese vorgetäuschte Wirksamkeit sich alle wieder ganz schnell beruhigen und im Großen und Ganzen alles weiter läuft wie zuvor…), wenn wir also schon heute versuchten, wirklich Massen zu mobilisieren, wenn wir produktiv mit den großen Menschen + Naturrechtsorganisationen zusammenarbeiten würden, aber auch beispielsweise mit Globalisierungsgegnern, mit europäischen Kulturbetrieben, mit dem Europäischen Sozialforum + Gewerkschaftsbund, mit Arbeitslosenvereinigungen, sowie mit europäischen Schüler und Studierendennetzwerken, um für jenen grundlegenden Wandel zu kämpfen, der alleine die konsequente Umsetzung der Interessen der einzelnen Gruppen gewährleisten kann !?
    Was, wenn wir somit schon heute (denn sind die Missstände wirklich so gering, dass wir alle paar Jährchen in einer Art rituellem Aktivismus unserer Wut Platz schaffen, um danach mit fauler Vernunft den Alltag wie gehabt weiterzuleben??) entschlossen die Voraussetzungen für einen europaweiten Generalstreik schaffen würden?

    Was, wenn wir mit langem Atem all die Entscheidungsträger der Kultur oder aber Bildungsträger wie Professoren und Lehrer von jener so offenliegenden Notwendigkeit zum Wandel überzeugen könnten?
    Würden sie dann nicht vielleicht ihr Potential (ihre macht) erkennen, Politik und Wirtschaft unter Druck zu setzen…?

    Wie wirksam könnte es aber auch schon sein, wenn zumindest alle Kulturschaffenden und Künstler in einen Generalstreik eintreten würde und alles Kulturschaffen – und im besten Fall auch die gesamte Kulturvermittlung – lahm legen würden (denn wer, wenn nicht sie sind noch unabhängig genug, um zu einer solchen freien, kraftvollen und die Zusammenhänge kund tuenden Solidarität zu finden)?
    Würden dann nicht viele Menschen ernsthaft ins Grübeln geraten und die vielen hohen Werte der Kultur neu überdenken oder aber zum Anlass für entschiedenes Handeln nehmen?

    Was, wenn wir für eine unbestimmte Zeit all unsere Ego-Projekte mal beiseite schieben würden und darüber hinaus Ämter für Kunst und Wissenschaften, Museen, Universitäten, Zeitungsredaktionen und geldverschleudernde Staatsopern und dergleichen besetzen würden?
    Wenn wir hierfür nicht nur die Unterschriften oder die kurzweilige, öffentliche Präsenz von Kulturstars gewinnen könnte, sondern wenn wir hierfür einen „Hype“, eine Sogkraft entfalten könnten, die uns alle gleichsam erfassen würde, sodass auch all die vor sich hin jammernden oder aus wirtschaftlichen Gründen vernünftig dahin schwafelnden und werkelnden Kulturstars der 68er Generation mal wieder in die Puschen kommen….?

    Wie wirksam könnte eine solche Generationen übergreifende Bewegung sein, die nun all die Absichten des heutigen Kulturschaffens endlich und wirksam in handelnde Identifikationen sich entfaltender Menschen, aber gleichsam in eine Geschichte machende Gemeinschaft überträgt?
    Wie groß ist bereit der Wunsch unseres kollektiven (Unter-) Bewußtseins dazu?

    Was, wenn an die Stelle von Produktion und Macht Kreativität und Kunst treten würde, wenn wir die „Front der Evolution“ (G. Bateson) von unseren ökonomisch-technischen zu unseren seelisch-geistigen Fähigkeiten verschieben würden?

    Was, wenn wir bereits existierenden unabhängige Inseln alternativer Lebensformen ausweiten würden, wenn wir entsprechende Autonomiebestrebungen in Stadt und Land miteinander verknüpfen könnten, wenn wir eine Gemeinschaft von Landwirten, Handwerkern, Wissenschaftlern, Ärzten und Künstlern, von Menschen und Tieren (…) bilden könnten, um die Notwendigkeit einer alternativen Lebenswelt auch in größerem Maßstab als möglich den Menschen vorzuleben?

    Welche Triebkraft könnte es erreichen, wenn alle Kulturtragenden und Schaffenden beginnen würden, ein konsequent sozial und ökologisch kluges Leben zu führen?
    Oder aber wie wäre es, wenn eine wie oben beschriebene, gemeinsam hinter der Idee des grundlegenden Wandels stehende Bewegung sich als Partei zur Wahl stellen würde? Wenn Stars und angesehene Personen des öffentlichen Lebens gemeinsam mit Wissenschaftlern, Künstlern, Naturschützern und Menschenrechtler etc. einen notwendigen und gleichermaßen möglichen alternativen Lebensentwurf in der Öffentlichkeit entschlossen vertreten würden? …..

    Weitere Vorstellungen, so etwa von massenhaft gestellten Anträgen zur Aussetzung der Prüfungsordnungen, vom Boykott der Eintrittspreise für Museen, von einer ungefragten Gestaltung der Stadträume durch die Bürger und unzählige weitere Vorstellungen von Eigeninitiative und zivilem Ungehorsam wären hier noch aufzuzählen, und sie wären ebenso wie die hier bereits beschriebenen Vorstellungen erst wirklich bedeutsam, wenn ihr sie im Sinne der offenen Geschichte ergänzen und weiter entwickeln würdet…..

  43. bildungsstreik-mannheim sagt:

    http://www.bildungsstreik-mannheim.de/

  44. bildungsstreik-heidelberg sagt:

    http://www.bildungsstreik-hd.de/
    bitte in die liste adden!

    Landesweite Demo BW
    Stuttgart: Samstag 21.11.09 14:30h HBF

  45. Max Bieber sagt:

    Anstatt zu streiken solltet IHR lieber eine PARTEI gründen und versuchen, ins Parlament gewählt zu werden, um dort EURE Ziele durchzusetzen!!!

    FORDERUNG nach einem BILDUNGSFRÃœHLING für NRW!
    Appell zur Gründung einer BILDUNGSPARTEI.NRW!!!

    These 1:
    Ein Bildungsstreik führt zu keinen Veränderungen im Bildungsbereich. Der Bildungsstreik und die Gremienarbeit an Schulen und in den Hochschulen zur Verbesserung von Forschung und Lehre sind als gescheitert anzusehen.

    These 2:
    Bildungspolitik ist Ländersache (KITA -> Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW // Schule -> Schulministerium NRW // Hochschulen -> Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie). Die etablierten Parteien (CDU, FDP, SPD, Grüne, Linke) sind auf Landesebene nicht willens oder in der Lage die Bildungspolitik nachhaltig zu verbessern. Auch Institutionen wie die GEW waren in der Vergangenheit nicht in der Lage die Bildungspolitik nachhaltig zu verbessern.

    These 3:
    Wer bildungspolitische Änderungen in NRW erreichen will, muss Einfluss auf die Legislative gewinnen. Dieser Einfluss ist unmittelbar nur bei Wahlen möglich, d.h. in NRW am 09.05.2010.

    These 4:
    Die Wahl der Oppositionsparteien (SPD, Grüne, Linke) bei der kommenden Landtagswahl wird keine Änderungen im Bildungsbereich herbeiführen. Auch diese Parteien sind zu sehr anderen Interessengruppen verpflichtet.

    These 4:
    Nur durch die Gründung und Wahl einer BILDUNGSPARTEI.NRW (oder wie auch immer sie heißen soll) haben alle an Bildung Interessierten dauerhaft eine Stimme im Parlament und können langfristig Druck ausüben, die Stimme erheben und Veränderungen herbeiführen!

    Am 09.05.2010 sind Landtagswahlen in NRW. Bis zum 22.03.2010 kann eine Partei beim Landeswahlleiter zur Wahl angemeldet werden! Nur durch eine zukünftige eigene parlamentarische Vertretung im Landtag NRW können im demokratischen Prozess die Interessen der an Bildung Interessierten nachhaltig wirkungsvoll vertreten werden!!

    Also…
    NICHT Streiken!
    SONDERN: Zusammenkommen, eine Partei gründen, ein Partei- und Wahlprogramm aufstellen, 1000 Unterschriften sammeln und diese Partei mit der gleichen Kraft bewerben mit der jetzt gestreikt wird! Dann sind der Partei 5% bei der Landtagswahl sicher!!

  46. Bildungsstreik goes SecondLife sagt:

    Nachdem schon fleißig Hochschulen besetzt und Straßen eingenommen wurden, möchten wir euch nun zum Bildungsstreik Workshop in SecondLife auffordern.

    Unser Ziel ist es einer größeren Öffentlichkeit zu zeigen, dass der Bildungsstreik auch ein Thema in der virtuellen Welt des Internets ist! Da viele Universitäten und Hochschulen
    e-learning Gruppen in SecondLife betreiben, sind wir uns sicher das wir auf ein großes Interesse stoßen werden.
    Unser Revolutionäres Zusammentreffen in SecondLife wird als Event dokumentiert und als Streikaktion im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks allen relevanten Pressestellen untergejubelt!

    Die Teilnahme ist ganz einfach!

    Kommt am 10.12.2009 um fünf vor zwölf (11.55 Uhr) auf unseren virtuellen Campus der HAW Hamburg und unterstützt unseren Streik!

    Der Link mit dem man auf unseren Campus gelangt:

    http://slurl.com/secondlife/Campus%20Finkenau/113/101/24

    Es ist noch nicht zu spät für gute Bildung!

    Wir zählen auf euch!

    Gruß aus Hamburg
    Euer SecondLife Bildungsstreikteam

  47.       ||AP>> Bundesweiter Bildungsstreik 2009 sagt:

    [...] Ein angekündigter Banküberfall, Zeit online↑ https://bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/↑ Aufruhr an den Universitäten, tagesschau.de vom 12. November 2009↑ Berichte über Besetzungen [...]

  48. Tim sagt:

    http://undeadsystem.blogsport.de/ “Show an Undead System how to Die!” Bundesweite Krisendemo am 12. Juni 2010 – Reden hat Jahrzehnte nichts gebracht, nun ist Zeit zu handeln!!! Wir werden nur bekommen, wofür wir kämpfen!

    Arbeiter / Schüler / Studenten / Rentner / Arbeitslose – UNITE

Kommentar zu Eric Baumann, Präsident des Studierendenparlaments der JLU Gießen abgeben