Wir machen weiter!

Wir machen weiter - für einen heißen Herbst!

Bildungsstreik-Aufruf für einen “heißen Herbst”

Im Juni 2009 sind in über einhundert Städten 270.000 Schüler*innen, Studierende, Azubis, Lehrende und GewerkschafterInnen gemeinsam auf die Straße gegangen, um gegen die unzumutbaren Zustände im Bildungssystem zu protestieren. Trotz großer Aufmerksamkeit und kleinen Zugeständnissen hat sich nichts geändert – unsere zentralen Forderungen wurden nicht erfüllt.

Wir bleiben bei unserer Kritik! Wir machen weiter! Vom 17. November bis zum 10. Dezember rufen wir deshalb zu neuen Aktionen im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks auf.

Unsere Bewegung ist nicht auf die Bundesrepublik begrenzt, wir stellen den Bildungsstreik in einen internationalen Zusammenhang und solidarisieren uns mit ähnlichen Protestbewegungen in anderen Ländern. Als Auftakt für einen “heißen Herbst” beziehen wir uns deshalb auf die „Global Week of Action“ und rufen für den 17. November bundesweit zu Demonstrationen und Aktionen auf.

Mit vielfältigen Aktionsformen (Demonstrationen, Blockaden, Besetzungen, etc.) wollen wir die Krise des Bildungssystems auch nach der Bundestagswahl zur Diskussion stellen und konkrete Veränderungen durchsetzen.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise zeigt weltweit, dass wettbewerbsorientierte Entscheidungen in allen gesellschaftlichen Bereichen verheerend sind. Deshalb suchen wir das Bündnis mit Gewerkschaften und anderen sozialen Bewegungen, um die Auseinandersetzung im Bildungsbereich als gesamtgesellschaftlichen Konflikt zuzuspitzen.

Dem Einfluss der maßgeblichen politischen und wirtschaftlichen Interessen im Bildungsbereich setzen wir unsere Alternativen entgegen:

  • selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungs- und Konkurrenzdruck
  • freier Bildungszugang und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studien-, Ausbildungs- und Kitagebühren
  • öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft u.a. auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe
  • Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen

Nach den Protesten gegen die Hochschulrektorenkonferenz in Leipzig (24.11.) wollen wir in einer bundesweiten Aktionswoche vom 30. November bis 6. Dezember diese Alternativen zum herrschenden Bildungssystem konkretisieren und auf regionalen Bildungsgipfeln zur Diskussion stellen.

Sollten die Verantwortlichen in Regierungen, Ministerien und Hochschulleitungen die berechtigten Forderungen des Bildungsstreiks weiterhin nicht umsetzen, werden wir die Kultusministerkonferenz am 10. Dezember in Bonn massenhaft blockieren und weitere Proteste vorbereiten.

Wir, das bundesweite Bildungsstreiktreffen in Leipzig, rufen alle Bildungsstreikbündnisse und UnterstützerInnen dazu auf, weiter zu machen und sich an neuen Aktionen zu beteiligen. Wir wollen einen “heißen Herbst”! Ein anderes Bildungssystem ist möglich – und nötiger denn je!


Bündnisse, die den Aufruf bisher unterstützen:

  • AG Bildungsstreik Soltau-Fallingbostel
  • AK Bildung TU Kaiserslautern
  • AK Bildungsstreik Aachen
  • AK Bildungsstreik Landau (Pfalz)
  • AK Bildungsstreik Ulm
  • AK Freie Bildung (KU Eichstätt)
  • AK Protest Mainz
  • Aktion Pro Bildung (Holzminden)
  • Aktionsgruppe Bildungsstreik Regensburg
  • Augsburger Bildungsbündnis
  • Bildungsbündnis Bayreuth
  • Bildungsbündnis Ibbenbüren
  • Bildungsbündnis Kiel
  • Bildungsbündnis Osnabrück
  • Bildungsstreik-Bündnis Bielefeld
  • Bildungsstreik Düsseldorf
  • Bildungsstreik Köln
  • Bildungsstreik Mainz
  • Bildungsstreik Marburg
  • Bildungsstreik München
  • Bildungsstreik Münster
  • Bildungsstreik Potsdam
  • Bildungsstreik Tübingen
  • Bildungsstreik Wuppertal
  • Bildungsstreikbündnis Freiburg
  • Bildungsstreikkomitee Kreis Mettmann
  • Bündnis für gerechte Bildung Minden
  • Bündnis Bildungsstreik Magdeburg
  • Forum aktiver Schülerinnen und Schüler (Landshut)
  • Projektgruppe Bildungsstreik Dithmarschen
  • Regionales Bildungsstreikbündnis Rhein-Neckar
  • Schülerbündnis Saarlouis
  • schulaction berlin
  • Schülerbündnis Wuppertal
  • Schülerstreikkomitee/Bonner Jugendbewegung
  • Streikbündnis Dresden

Organisationen:

  • dieLinke.SDS
  • Junge Piraten, Jugendorganisation der PiratenPartei
  • Juso-SchülerInnen Bayern
  • Jusos München
  • Linksjugend ['solid] Siegen
  • MLPD
  • PiratenPartei Deutschland
  • PiratenPartei Mannheim

Vertretungen:

  • AStA TU Kaiserslautern
  • Soziale Liste Bochum
  • UStA PH Freiburg

(Einfach einen Kommentar posten, wenn Euer Bündnis auch in die Liste eingetragen werden soll!)

Hier geht es zum original Bildungsstreik-Aufruf für den Sommer. Die dort formulierten Ziele gelten auch weiterhin.

105 Kommentare zu „Wir machen weiter!“

  1. Carlos sagt:

    Morgen trifft sich in Düsseldorf das lokale Bündnis. Ich denke dann kommt wohl ein Unterstützer hinzu. Ansonsten: UnterstützerInnen bitte melden! Am besten die Kommentar-Funktion benutzen. Ich kopiere die UnterstützerInnen später nach oben.

    Gruß

    Carlos

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    • AStA PH Freiburg sagt:

      Der AStA der PH Freiburg unterstützt den Bundesweiten Bildungsstreik!
      Auf einen heißen Herbst!!!

      Antworten
  2. bildungsstreik-muenster sagt:

    So, wir haben gestern auf unserem Plenum mit Schülern und Studenten beschlossen, den Aufruf zu unterstützen und u.a. am 17.11. vormittags eine Demo anzumelden. Als Auftakt für die Proteste in den darauffolgenden Wochen. Auf gehts!

    Antworten
  3. Emil sagt:

    Heute hat sich in Osnabrück unser Bildungsbündnis getroffen und wir haben im Konsens eine Beteiligung am Bildungsstreik beschlossen.

    Antworten
  4. Anton sagt:

    Bonn is dabei ; )

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    • Ingo sagt:

      Bonn macht zwar eine Demo, unterstützt diesen Aufruf (bisher) aber nicht.
      Nehmt uns daher bitte von der Liste runter.

      ps. unser name ist übrigens auch falsch geschrieben, is aber eigentlich auch egal.

      Antworten
      • Benni sagt:

        Okay, ist geschehen. Das mit dem Namen tut mir Leid. (Die Liste ist eigentlich ohnehin mehr als eine “Diese Bündnisse machen was”-Liste gedacht, als als eine echte UnterstützerInnen-Liste)

        Antworten
  5. keks sagt:

    schulaction berlin (http://www.schulaction.org) unterstützt den Aufruf.

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  6. Bene sagt:

    öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft u.a. auf Lehrinhalte

    –> genau wieso sollen auch die späteren Arbeitsgeber Einfluss nehmen auf die Lerninhalte….lieber Lernen was keiner später braucht.

    __________

    Benedikt Körner (AStA Uni Duisburg-Essen, Referat für Sozialpolitik, RCDS)

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  7. Bene sagt:

    achja und macht doch diesmal die Aktion an einem WE…bin gespannt wie viele dann dabei sind. Die landesweite Abschlussdemo Düsseldorf hat gezeigt das für einen Großteil der Teilnehmer der Veranstaltungen das Ganze nur nen lustiges Event zum Schuleschwänzen ist

    __________

    Benedikt Körner (AStA Uni Duisburg-Essen, Referat für Sozialpolitik, RCDS)

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  8. Mathis sagt:

    Moin,
    Ich finde die Forderungen alle sehr wichtig und werde mich auch am Bildungsstreik beteiligen.
    Allerdings fehlt mir die Forderung: Schülerdatei-Nicht mit uns!
    Denn in Berlin ist es schon soweit, dort gibt es den gläsernen Schüler.
    Mit dieser Schülerdatei, kann man das Recht auf informationelle Selbstbestimmung nicht mehr wahrnehmen.
    Mit der verstärkten Viedoüberwachung von Schulen aber auch Bibliotheken, werden immer mehr Daten von Schülern/innen gesammelt.
    Deswegen sollten wir uns mit dem “Bündnis gegen Schülerdatei” solidarisieren und ein klare Meinung gegen die Schülerdatei zeigen!

    http://www.schuelerdatei-berlin.de/

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  9. mega-man sagt:

    Juhu, Ich mach mit!

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  10. Miss-Jupiter sagt:

    freu mich schon total, weil im JUni konnte ich leider nicht mitmachen. Aber im Herbst auf alle fälle :D Es soll sich endlich was tun in Sache Bildung!
    Grüßle

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  11. Bildungsstreik 2009 geht weiter sagt:

    [...] linke Organisation “Bildungsstreik 2009″ kündigt vom 17. November bis zum 10. Dezember weitere Aktionen im Rahmen des bundesweiten [...]

    Antworten
  12. Streikbündnis Dresden sagt:

    Das Streikbündnis DRESDEN lädt am 19.10. um 18Uhr zum AKTIVIERUNGSTREFFEN in die StuRa-Baracke der TU ein.

    Neue Gesichter sind willkommen!

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  13. berliner sagt:

    gibt es aktuelle materialien plakate/broschüren/aufkleber?
    ist die bestelladresse die selbe?

    solidarische grüße!

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  14. Annette sagt:

    Hallo,

    Ihr schreibt “Trotz großer Aufmerksamkeit und kleinen Zugeständnissen hat sich nichts geändert “. So richtig viel Zeit war ja eigentlich noch nicht, vor allem Ferien.

    Wer hat den Aufruf eigentlich beschlossen? Wer ist zu so etwas berechtigt in dem Netzwerk? So etwas wie Vollversammlungen gibt es doch nicht, welcher Prozess führt dann zu solch einer Entscheidung? (Wenn Demokratisierung im Bildungswesen gefordert wird, muss man selbst ja auch zuschauen, nicht undemokratisch zu agieren…)

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    • Benni sagt:

      @Annette: Was ist bedeutet Demokratie? Demokratie bedeutet im Wortsinn “alle Macht geht vom Volk aus”. Es bedeutet nicht “das Volk geht zu irgendeiner Wahl, um diese Macht an jemanden abzugeben, der dann mit dieser Macht tun und lassen kann, was sie/er will”.
      In diesem Aufruf steht wörtlich:
      “Wir, das bundesweite Bildungsstreiktreffen in Leipzig, rufen alle Bildungsstreikbündnisse und UnterstützerInnen dazu auf, weiter zu machen und sich an neuen Aktionen zu beteiligen.”
      Das bedeutet dem Wortsinn nach: Die Gruppe von Menschen, die dem Aufruf gefolgt ist, zum bundesweiten Bildungsstreiktreffen in Leibzig zu kommen, ruft zu einer Handlung auf. Da steht nicht: “Wir, der bundesweite Bildungsstreik, beschließt, dass alle weiterzumachen haben.” Diese Gruppe hat nicht im Namen anderer gehandelt, sondern einzig und allein in ihrem eigenen Namen. Sie hat sich nicht angemaßt, FÃœR andere zu handeln. Sie handelt, und ruft andere dazu auf, sie in diesem Handeln zu unterstützen. Gibt es etwas demokratischeres als sich niemals anzumaßen, die Vertretungsmacht für andere zu haben? Ich handele in meinem Interesse, ich lege anderen meine Interessen mit guten Argumenten dar, und wenn sie die gleichen Interessen haben, dann handeln wir gemeinsam. Wir werden nicht versuchen, über Vollversammlungen der Öffentlichkeit vorzuspiegeln, wir handelten im Namen ALLER (Studierenden, SchülerInnen). Die Bundesregierung behauptet, sie handelt im Namen aller, doch faktisch vertreten sie (höchstens) die Meinung von 30% der Menschen dieses Landes – und wahrscheinlich nicht einmal das.
      In einer Demokratie hat das Volk alle Macht, und es behält sie auch was immer passiert. Und aus dieser Perspektive ist die Jugendbewegung Bildungsstreik das demokratischste, was mir seid langem begegnet ist: Menschen machen Vorschläge, wie man handeln könnte, und wenn andere Menschen Lust haben, ebenso zu handeln, dann tun sie das – und wenn sie nicht wollen, dann behalten sie die Macht, etwas anderes zu tun – und im Gegensatz zu unserem Staat tut der Bildungsstreik diesen Menschen dann nicht Gewalt an oder kürzt ihnen die Sozialleistungen…

      Antworten
  15. Agit Serdar sagt:

    Hallo Freunde…wir haben heute in Mettman- velbert ( NRW ) ein Bildunsstreik Komite gegründet sind 17 Leute ( Solid/Grüne/jusos) …wo müssen wir uns nun anmelden?
    wie müssen wir genau vorgehen? die Schülerinnen die am Streik teilnehmen werden, sind die entschuldigt? sollen wir auf eigen Initiative zu den Schulen gehen und uns mit den SV en und deren Schulleitung aussereinandersetzen?

    l.g

    Agit

    bitte um Antwort und Rat

    Antworten
    • Irene sagt:

      Hallo Agit,

      toll, das es noch ein neues Streikbündnis gibt.

      Um die meisten Infos zu bekommen, trägt sich am besten jemand von euch auf dem bundesweiten Verteiler für Aktive ein:
      http://www.bildungsstreik2009.de/mach-mit/

      Auf eigene Initiative zu den Schulen gehen und mit der SV sprechen ist schon ganz sinnvoll, bei uns gab es auch in einigen Schulen Vollversammlungen zum Thema Bildungsstreik (die kann die SV einberufen). Außerdem vielleicht gleich noch mehr Leute zu den Planungstreffen einladen.

      Grundsätzlich sind die SchülerInnen nicht offiziell befreit, aber ob die Demonstrationsfreiheit oder das Schulrecht mehr zählt, ist noch nicht entschieden: http://akantirep.co.cc/schulpflicht-und-demonstrationsfreiheit An vielen Schulen wurden aber keine Fehlstunden aufgeschrieben.

      Solidarische Grüße,
      Irene

      Antworten
    • Benni sagt:

      Hallo,
      Ich komme auch aus NRW, genauer gesagt vom AStA (sowas wie SV, nur für Studis) Bochum. wenn ihr Hilfe/Tips braucht (etwa in Form von Plakaten, Ideen zu Mobilisierung, rechtliche Fragen usw.) dann kann ich euch gerne weiterhelfen – mailt einfach mal an mit euren konkreten Fragen, dann trete ich mit euch in Kontakt. Toll wäre natürlich auch, wenn ihr dieses Wochenende nach Münster kommt, denn da sind auch ganz viele Leute, die euch weiterhelfen könnten. Würd mich freuen, von euch zu hören!

      Antworten
  16. Bündnis für gerechte Bildung sagt:

    @ Bene: Was soll die Demo in Düsseldorf gezeigt haben? 10.000 Leute haben demonstriert, ohne dafür Schulfrei zu haben. Das ist eine ganzschöne Menge, wenn man bedenkt, dass man Fahrkosten zahlen muss und viel Stress wegen der Reise auf sich nimmt…

    Antworten
  17. BBK sagt:

    wir sind auch dabei!!
    http://www.bildungsbuendnis-kiel.de/aut.html
    Freya/BBK

    Antworten
  18. aepsil0n sagt:

    @Agit Serdar

    Willkommen im Bündnis erstmal,

    der Bildungsstreik ist größtenteils ein loses Aktionsbündnis solcher Gruppen, wie ihr sie gerade gegründet habt. Zunächst könnt ihr selbstverständlich völlig autonom den Protest vor Ort organisieren und euch lokal vernetzen. Bundesweit gibt es dann bald das Treffen in Münster (s. Startseite), an dem ihr zu Vernetzungszwecken am besten teilnehmen solltet.

    Ihr könnt auch für das Bündnis eine Unterseite hier bekommen. Einfach per Mail an info[at]bildungsstreik2009.de, dann sollte es an die richtigen Leute weitergeleitet werden ;)

    Eduard/HD

    Antworten
  19. Für einen heißen Herbst « interstellarpolitik sagt:

    [...] unseres Bildungssystems aufmerksam machte, geht nun in die nächste Phase. Unter dem Aufruf „Wir machen weiter! – Für einen heißen Herbst“ werden nun in zahlreichen Städten Aktionen im Rahmen der Global Week of Action, mit der der [...]

    Antworten
  20. Timo sagt:

    Ich wär als Unterstützer im Reutlinger und Tübinger kreis dabei…

    Antworten
  21. Potsdam sagt:

    Heyho,

    Potsdam ist am 17.11. auch am Start.
    Leute aus Eberswalde und Frankfurt/Oder haben sich auch schon angekündigt.

    Antworten
  22. Nicht wichtig sagt:

    Hallo, es ist fraglich ob in Gießen (Hessen) diesmal was geht. Der Stadtschülerrat will wohl keine Demo und mit dem Uni-AStA sieht es traditionell eher traurig aus… mal sehen was für Aktionen klappen könnten.

    http://www.bildungsaction.de

    Antworten
  23. Marco Pellegrino sagt:

    hallo ihr lieben!

    freut mich,dass es weiter geht! das bündnis für gerechte bildung minden ist ebenfalls wieder im boot! unsere blogseite : http://gerechtebildung.blogsport.de werft mal bitte nen blick drauf!

    lg marco:)

    Antworten
  24. AG Bildungsstreik SFA sagt:

    Auch die AG Bildungsstreik Soltau-Fallingbostel unterstützt den Aufruf für einen heißen Herbst!

    Wir werden diesesmal allerdings keine eigene Demo veranstalten, sondern mobilisieren stattdessen zur Demo nach Hannover!

    Solidarische Grüße!

    Antworten
  25. Bildungsbündnis Augsburg sagt:

    Heyho! Also Wir Augsburger unterstützen den Aufruf ebenso! Is zwar alles ein bisschen kurzfristig aber das haut schon hin!

    Antworten
  26. ben sagt:

    Der SDS hat bundesweit beschlossen, den Aufruf zum weitermachen zu unterstützen.
    Bitte in die Liste aufnehmen.

    i.A. Ben

    http://www.linke-sds.org

    Antworten
  27. jorina sagt:

    wir sind natürlich auch dabei, ist ja fatal das wir da noch nicht stehen…

    Antworten
  28. Neoprene sagt:

    Bildungsstreik 2009 Der Staat effektiviert die Ressource Bildung – Schüler und Studenten streiken: für ihr Ideal davon

    1.
    Der Staat hat seine Kritik an seinem Bildungswesen, die Ausbildung deutscher Hochschulabsolventen dauere im europäischen Vergleich zu lange, koste ihn zu viel und sei zu wenig auf die spezifischen Bedürfnisse der Arbeitswelt zugeschnitten, in die Praxis umgesetzt. Die gymnasiale Schulzeit wurde auf 8 Jahre verkürzt und dabei das Lernpensum verdichtet. Die universitäre Bildung wurde modularisiert, die Zwischenprüfung zum eigenständigen Universitätsabschluss (Bachelor) erklärt, das weitergehende, vertiefte Studium stark beschränkt und den Studenten ein Beitrag zur Finanzierung ihrer Ausbildung abverlangt, in die auch ‚die Wirtschaft‘ verstärkt einbezogen wird.

    Sehr deutlich wird also klargestellt, wozu in dieser Gesellschaft Bildung da ist: Erklärtermaßen soll sie kapitalistischen und öffentlichen Arbeitgebern junge und für ihren Bedarf passend qualifizierte Arbeitskräfte liefern. Insofern interessiert das Wissen als Qualifikation: vermittelt wird, was den jeweiligen Arbeitgebern dient und die Lernenden diesem Bedarf dienstbar macht. Die Vermittlung dieses Wissens ist in der Form des Leistungsvergleichs organisiert, d.h. an seiner Aneignung pro Zeit sollen sich die Lernenden unterscheiden. Bezwecktes Resultat dieser Konkurrenzveranstaltung ist die Auseinandersortierung der Schüler und Studenten in eine differenzierte Hierarchie von Bildungsabschlüssen. Die sind ihrerseits Zulassungsvoraussetzungen für die Hierarchie der Arbeitsplätze, die die Welt der Arbeitgeber zur Verfügung stellt – die ganz nebenbei die Hierarchie der Lebensverhältnisse in der Klassengesellschaft bestimmt.

    Mit dem erfolgreichen Durchlaufen der schulischen Selektion ist für diejenigen, die der Aussortierung in die unangenehmen und schlecht bezahlten Berufe fürs erste entgangen sind, der Durchsetzungskampf gegen andere im Leistungsvergleich am Wissen nicht vorbei. Für die Selektion an der Universität reicht nun die erfolgreiche Aneignung von „Lernstoff“ nicht mehr aus; zu bewähren haben sich die Studenten nun daran, sich – relativ erfolgreicher als ihre Kommilitonen, versteht sich – als selbstbewusste Vertreter ihres Fachs darzustellen. Der Staat will in seiner Elite nicht Mitmacher, sondern Ãœberzeugungstäter.

    2.
    Schüler und Studenten bekommen „Leistungsdruck“ zu spüren; sie erfahren, dass ihre Studienzeit mit „Verschulung, Regelstudienzeit und Dauerüberprüfung“ ungemütlicher wird – und diese Unzufriedenheit ist absolut verständlich. Bemerkenswert ist, dass sie aus ihrer Unzufriedenheit überhaupt keine Ãœberlegungen folgen lassen, mit was für einer Veranstaltung sie es da zu tun haben, welchem Zweck also ihr Ärgernis geschuldet ist. Anstatt das Bildungswesen zu kritisieren, stellen sie sich neben die schlechte Realität des Bildungswesens und halten ihr einfach die eigene Idealvorstellung von einem guten Bildungswesen entgegen, in der sie vom real existenten alles abgezogen haben, was sie stört. Ihre Gegnerschaft zum wirklichen Bildungswesen führen sie mit dem Vorwurf, dass es höhere Werte missachte, denen Bildung eigentlich zu entsprechen hätte. Die beklagte Wirklichkeit nehmen sie nur zur Kenntnis als Abweichung von einem jahrhundertealten, von ihnen selbst so genannten Bildungs-Ideal – also von etwas, das eingestandenermaßen noch niemals irgendwann als Leitfaden für die Praxis der Bildung Gültigkeit hatte.

    Wogegen die wirkliche Bildung demnach verstößt, ist „das humanistische Ideal einer zur kritischen Reflexion befähigenden, gemeinwohlorientierten Bildung“ (bildungsstreik- .net), ein Ideal, welches seit jeher zum Bildungswesen dazugehört und gegen dessen Missachtung sich nicht nur kritische Studenten, sondern auch die Organe der kritischen Öffentlichkeit wenden:

    „Für Studenten heißt die neue Bologna-Wirklichkeit: Zielstrebigkeit ohne Umwege und Sackgassen. Neugier, Erkenntnisinteresse, selbständiges Denken – also alles, was höhere Bildung ausmacht – bleiben auf der Strecke.“ (FAZ, 19.6.09)

    Mit diesem Ideal ist keinerlei Einwand gegen irgendeinen Lehrinhalt formuliert, sondern alles gebilligt, was zum Studienstoff gehört. Damit soll auch keinerlei Kritik am Zweck des Ausbildungswesens geübt sein. Dem Protest zufolge hat die Aneignung des zu erlernenden Wissenskanons so lange einen Mangel, solange er nur „auswendig gelernt“ und „nachgebetet“, anstatt selbstbewusst und überzeugt vertreten wird. Zwar geht „Denken“ sowieso nicht anders als „selbstständig“, aber das Gemeinte ist klar: Damit sich die Studenten ihr Fachwissen aktiv zueigen machen, brauchen sie Gelegenheit für „Umwege und Sackgassen“. Anstatt zum etablierten Wissenskanon geführt zu werden, sollen die Studenten selbstständig den Weg zu ihm finden. Das gehört eben zur Qualifikation des Führungspersonals, das als gesellschaftliche Elite in der Lage sein soll, am Interesse der zukünftigen Arbeitgeber die gewünschten Dienste zu verrichten: Die Aneignung von Wissen auf dieser Ebene sollte sich unbedingt mit dem Standpunkt und dem Selbstbewusstsein verbinden, das alles aus freien Stücken zu tun! Das erst macht „höhere Bildung“ aus. Wer mit diesem affirmativen Ideal nichts zu tun haben und statt dessen wirklich „kritisch sein“ und „richtig kritisieren“ möchte, dem bleibt es nicht erspart, das dann auch zu machen, anstatt einen Antrag bei der Kultusbehörde zu stellen, endlich eine Lehreinheit „kritisches humanistisches Reflektieren“ einzurichten.

    3.
    Die kritischen Demonstranten, die die eigentliche, „gemeinwohlorientierte Bildung“ von „der Wirtschaft“ usurpiert sehen – an deren Zweck sie auch nichts weiter kritisieren wollen –, haben keinerlei Berührungsängste mit den Argumenten der Kommilitonen, die „mehr Bildung“ fordern mit dem Argument, von ihr hänge die Zukunft der ganzen Nation, insbesondere der nationalen Wirtschaft, ab. Die werfen der Politik vor, vergessen zu haben, dass „Bildung unser einziger Rohstoff“ sei, machen Vorschläge, welche Posten des Staatshaushalts einer sinnvolleren Verwendung im Bildungssektor zugeführt werden sollten, und verfassen Petitionen an Politiker, in denen es heißt:

    „Angesichts des herrschenden Fachkräftemangels halten wir es für äußerst kontraproduktiv, talentierte junge Menschen von einem Studium abzuhalten.“ (Petition der LandesAstenKonferenz (LAK) Bayern, studiengebuehrenbayern.de)

    Diesen ideellen Ressourcenverwaltern ist es offensichtlich selbstverständlich, dass Wissen für keinen anderen Bedarf da ist als den der heimatlichen kapitalistischen Wirtschaft und seiner Verwaltung. Bildung braucht es in dem Maße, wie sie dem nationalen Standort nützt! Wer diesen Standpunkt einnimmt, muss den wirklichen Ressourcenverwaltern zugestehen, dass ein gemütliches „Bummelstudium“ natürlich auch nicht nützlich, sondern „äußerst kontraproduktiv“ ist; dass die Wirtschaft nicht nur hoch qualifizierte Masters, sondern auch halb qualifizierte Bachelors brauchen kann; und dass es dem Standort nützt, wenn sich an den Kosten zur Ausbildung der Ressource ‚Fachkraft‘ auch Sponsoren und Studenten beteiligen, ist auch nicht von der Hand zu weisen. Dass die Organisation nützlicher Ausbildung für den Standort Deutschland verbessert werden könnte – sollte das alles gewesen sein, was der studentische Protest mitteilen wollte?

    Aus GegenStandpunkt 3-09

    Antworten
  29. armin sagt:

    Hallo zusammen,

    auch in Regensburg werden entsprechende Aktionen stattfinden. Also eine Aktion am 17.11. und ein regionaler Bildungsgipfel.

    Beste Grüße.

    Antworten
  30. Grüne Jugend Kaiserslautern sagt:

    [...] Okt.19, 2009 in Allgemein Titel: Bildungsstreik Ort: TU Kaiserslautern 42-115 Link out: Click here Beschreibung: Die Grüne Uni und der AStA der TU KL laden ein um den nächsten Bildungsstreik zu [...]

    Antworten
  31. Maria sagt:

    Heyho,

    die Juso-SchülerInnen Bayern haben am Wochenende ebenfalls beschlossen, den Bildungsstreik zu unterstützen. Auf einen heißen Herbst also,

    viele Grüße,

    Maria

    Antworten
  32. Peter Weispfenning sagt:

    Ich habe eine Anregung: Wie der Beitrag aus Bonn zeigt gibt es Gruppen und Organisationen, die zwar die Bildungsproteste unterstützen, aber mit einigen Formulierungen des Aufrufs Probleme haben. So geht es mir z.B. auch – neben hauptsächlich richtigen Forderungen und Anliegen wird dort z.B. die “Demokratisierung” des Bildungsbereichs gefordert – was natürlich notwendig und richtig ist, in meinen Augen aber im Kapitalismus eine Illusion. Kann man nicht eine Möglichkeit schaffen, dass auch Aufrufer zu den Protesten veröffentlicht werden? Der Beitrag von Benni vom 12.10. zeigt ja auch, dass es hier eigentlich v.a. um eine Liste der Unterstützer der Aktionen geht. Herzlichen Gruß!

    Antworten
  33. Sebastian sagt:

    Das ist natürlich alles SEHR kurzfristig; in nicht einmal einen Monat soll es losgehen. Planung und Mobilisierung wird sich so auf jedenfall nicht deutlich verbessern können. Trotzdem freue ich mich natürlich grundsätzlich und werde wieder dabei sein.

    Antworten
  34. Bildungsstreikbündnis Freiburg sagt:

    DAS FREIBURGER BILDUNGSSTREIKBÃœNDNIS UNTERSTÃœTZT DEN BILDUNGSSTREIK AUFRUF “FÃœR EINEN HEIßEN HERBST”!!!!!!!!!!!!!!!

    Demo 17.11.09 10.00 Uhr Platz der alten Synagoge

    Antworten
  35. Bildungsstreik Tübingen sagt:

    Hallo,

    der Bildungsstreik Tübingen ist natürlich auch wieder mit dabei am 17.11.
    Was genau an diesem Tag in Tübingen stattfinden wird, das versuchen wir gerade herauszufinden bei unseren wöchentlichen Treffen immer Dienstags um 19 Uhr im Clubhaus.

    In Tübingen dabei sind neben vielen Einzelpersonen auch folgende Gruppen:
    ['solid].SDS an der Ernst-Bloch-Uni
    Fachschaften-Vollversammlung
    Grüne Hochschulgruppe
    Juso Hochschulgruppe
    Linksjugend ['solid]

    Beste Grüße aus Tübingen,

    Fabian

    Antworten
  36. BBIBB sagt:

    Ibbenbüren hat heute beschlossen, den Aufruf ebenfalls zu unterstützen. Nennt uns Bildungsbündnis Ibbenbüren

    Antworten
  37. Bildungsstreik Flensburg sagt:

    Wir werden am 17.11. wahrscheinlich kleinere Aktionen starten, nächstes Jahr sind wir auf jeden Fall wieder mindestens so aktiv wie dieses dabei.

    Antworten
  38. Bildungsstreik Bündnis Bielefeld sagt:

    Das Bildungsstreik Bündnis Bielefeld unterstützt den Aufruf und wird zu einer Demonstration am 17. November in Bielefeld mobilisieren.

    Antworten
  39. Alex sagt:

    Bildungsbündnis Osnabrück ist dabei!!
    Gruß

    Antworten
  40. Readers Edition » “Bundesweiter Bildungsstreik geht weiter” sagt:

    [...] gibt an dieser Stelle eine Meldung von bildungsstreik.net weiter, die nun erneut dazu aufruft, sich für die eigenen Rechte stark zu machen. “Wir [...]

    Antworten
  41. EL FISCHO sagt:

    Die PolitPunk-Band EL FISCHO unterstützt ebenfalls den bundesweiten Bildungsstreik!

    Keep fighting!
    Wir sehen uns auf der Straße!

    Antworten
  42. Sinan - RJ-Komitee sagt:

    Wir, die Revolutionäre Jugend, unterstützen den Bildungsstreik im Winter 2009 und werden Bundesweit mobilisieren. Bitten auch um eine Eintragung in die Bündnissliste.

    Antworten
  43. # Bildungsstreik-Bündnis Greifswald sagt:

    Bildungsstreik-Bündnis Greifswald unterstützt den Aufruf!

    Antworten
  44. Tübinger Fachschaften-Vollversammlung erklären sich solidarisch mit uns!! | #unsereuni sagt:

    [...] Aufruf zum heißen Herbst des bundesweiten Bildungsstreik: https://bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/ [...]

    Antworten
  45. Tübinger Fachschaften-Vollversammlung erklären sich solidarisch mit uns!! | #unsereuni sagt:

    [...] Aufruf zum heißen Herbst des bundesweiten Bildungsstreik: https://bildungsstreik.net/wir-machen-weiter/ [...]

    Antworten
  46. Christian sagt:

    Hallo,

    und natürlich ist Marburg auch mit dabei, sowohl als Unterstützer als auch aktiv mit Aktionen.

    http://www.bildungsstreik-marburg.de

    Antworten
  47. Bildungsstreik-Marburg sagt:

    Wir unterstützen den Aufruf….und leiten den heißen Herbst jetzt ein!

    Antworten
  48. Peter Weispfenning sagt:

    Hallo Freunde,
    auch die MLPD unterstützt aktiv die Bildungsproteste im Herbst. Nehmt uns bitte in die Liste auf!
    Im Auftrag, Peter Weispfenning

    Antworten
  49. M. Schay sagt:

    Die Projektgruppe Bildungsstreik Dithmarschen aus dem hohen Norden befindet sich schon mitten in der Vorbereitung für den Bildungsstreik am 17.11.09!
    Bitte als Unterstützer hinzufügen;)

    Antworten
  50. mona lisa sagt:

    Hey,ich finde super das das der Bildungsstreik in die nächste Runde geht!!! Meine Frage wäre jetzt nur ob sich die Uni Jena auch beteiligt und Wann und Wo der Treffpunkt für die Demo sein wird???
    In dem Sinne…bis bald Genossen ;-) ))

    Antworten

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